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Stadtplan
12.04.2016

Alternatives Ausbildungsangebot

Fundierte Ausbildung im ÜAZ
Maßarbeit ist gefragt

Das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Vorarlberg (ÜAZ) wurde im Jahr 2005 auf Initiative von KR Egon Blum gegründet, um der zunehmenden Jugendarbeitslosigkeit in Vorarlberg wirksam begegnen zu können.

Grundidee ist, für alle Jugendlichen, die auf dem regulären Lehrstellenmarkt aus verschiedenen Gründen keine Lehrstelle gefunden oder die ihre Lehrstelle verloren haben, ein Auffangnetz zu bieten.
Ausgebildet wird an zwei Standorten: In Hohenems – im ehemaligen WEHO-Areal im Hejomahd – werden durchschnittlich 40 bis 50 Lehrlinge in den Berufsbildern Tischlerei, Malerei und Betriebslogistik ausgebildet, in Rankweil ist der Bereich Metallbearbeitung beheimatet.

Ziel der Ausbildung ist es, nach erfolgreicher Ablegung der Lehrabschlussprüfung einen Job in der Wirtschaft zu erhalten oder während der Lehrzeit in einen Betrieb zu wechseln, um dort die Lehre abzuschließen.
Aufgrund der höheren Bezahlung in einem Betrieb, gegenüber jener im ÜAZ ist ein Wechsel für die Lehrlinge durchaus erstrebenswert. Im Gegenzug übernimmt das ÜAZ auch öfters Quereinsteiger/innen aus der Wirtschaft, die Probleme in ihrem Lehrbetrieb haben und so ihre Ausbildung im ÜAZ fortsetzen können. Dieser sogenannte „Switch-Effekt“ ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des ÜAZ.

Moderne Infrastruktur

Die moderne und technisch hochstehende maschinelle Ausrüstung wird vom Land Vorarlberg finanziert und soll eine fundierte Ausbildung in enger Zusammenarbeit mit den Berufsschulen ermöglichen. Auch die laufenden Kosten werden vom Land mitfinanziert, zum Großteil jedoch vom Arbeitsmarktservice gestemmt. Zusätzlich muss das ÜAZ einen beträchtlichen Eigenumsatz erzielen, um einerseits die Kosten geringer zu halten und um andererseits durch die Abwicklung von reellen Kundenaufträgen die Ausbildung so praxisbezogen wie möglich gestalten zu können.

Um eine gute und effektive Ausbildung im Bereich Betriebslogistik (Lagerlogistik) zu gewährleisten, wurde ein eigener Webshop eingerichtet. Anhand der eingehenden Bestellungen lernen die Lehrlinge alle Facetten ihres Berufes von der Auftragsbearbeitung, Lagerverwaltung bis hin zur Versendung und Rechnungslegung kennen. Weil das Interesse der Jugendlichen sehr groß ist, wurde die Teilnehmerzahl in diesem Bereich auf zehn Lehrlinge erhöht.