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Stadtplan
30.04.2021

„Die Unbefleckte“: Skulptureninstallation von Mario Dalpra auf dem Hohenemser Schlossberg




„Wenn in der Tiefe der Nacht ein Licht aus unserer Seele erwacht, spürt man, dass die Kraft in uns nur eine Zeit lang ruhte.“

Mit dem Begleittext zur abstrakten Darstellung einer uns allen bekannten Persönlichkeit lässt Mario Dalpra bewusst Spielraum zur Interpretation. Die Platzierung im Burgareal auf dem Ort der ehemaligen Kapelle ist jedoch gewollt. Wie von Heiligenstatuen fast schon gewohnt, umgibt die Skulptur eine Schutzhaut aus Plexiglas. Alle vier Wände sind aber transparent und somit löst sich die Distanz im Auge des Betrachters nach einer Zeit (hoffentlich) auf. Die Strahlkraft der verschlungenen, für Mario Dalpra typischen skulpturalen Darstellung sorgt für ein Kunsterlebnis mit viel Raum zur persönlichen Interpretation.

Der Begleittext spielt zudem auf eine Besonderheit der Skulptur an. „Sie nimmt tagsüber die Sonnenstrahlen auf und gibt diese nach dem Eindunkeln wieder ab. Daher ist auch die Position der Installation, mit Blick ins weite Rheintal bis zum Bodensee, in der Nacht vom Tal aus sichtbar. Sie hinterlässt ein sanftes, blaues Strahlen. Je mehr Sonne am Tag, desto länger strahlt es in der Nacht“, zeigt sich Kulturstadträtin Erika Kawasser begeistert von der neuen Installation am Schlossberg.

„Oeuvre“-Einblicke in der Stadt

Die Installation auf dem Schlossberg ist nur zu Fuß, nach gut 30 Minuten vom Stadtzentrum, erreichbar. Für Nicht-Wanderer stellt Mario Dalpra in der Marktstraße und am Schlossplatz, bei Anna Waibel Schmuck, Greber Hörensehen und im Schlosskaffee drei weitere Skulpturen als Einblick in sein „Oeuvre“ aus.

Nach „Eisenartig“ von Edgar Büchel 2014, „Blickwinkel“ von Hubert Lampert 2015, „Fürchtet Euch nicht“ von Arno Egger 2016, „Biographie“ von Marbod Fritsch 2017, „155 Schritte ins Paradies“ von Uta Belina Waeger 2018, „Work Life Balance“ von Roland Adlassnigg 2019 und „Ohne Kunst wär's schöner“ von Peter Wehinger 2020 findet in diesem Jahr bereits die achte zeitgenössische Kunstinstallation, auf Einladung des Verkehrsvereins Hohenems, in der Burgruine Alt-Ems auf dem Schlossberg statt. Die frei zugängliche Installation wird bis 10. Oktober 2021 zu sehen sein.

Zum Künstler

Am 22. Oktober 1960 wurde Mario Dalpra in Feldkirch geboren. Nach erfolgreichem Abschluss der Kochlehre arbeitete er ein Jahr lang in verschiedenen Berufssparten, bis er sich 1980 entschloss nach Wien zu ziehen. 1981 begab sich Dalpra in ein Jesuitenkloster, wo er zwei Jahre verbrachte. In dieser Zeit begann er mit der Maturaschule Dr. Roland und bewarb sich für die Akademie der bildenden Künste Wien, in der er 1982 in der Meisterklasse Arnulf Rainer aufgenommen wurde. Eine sehr spannende und arbeitsame Zeit begann. Er widmete sich dem Studium der Improvisation und dem Gesang sowie der Kunstgeschichte. Mit seiner Familie lebt und arbeitet Dalpra in Wien (Österreich), Anjuna (Indien) und Ubud (Indonesien).

Weitere Infos unter www.dalpra.at!