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Stadtplan
14.04.2021

OJAH: Projektreihe „MENSCH“ inspiriert mit neuen Angeboten

Bei der Aufnahme des Songs für die Projektreihe „MENSCH – Geschichten der Zeit.Reisenden“.

Junge Menschen benötigen derzeit viel Unterstützung. Die Offene Jugendarbeit der „familieplus“-Stadt Hohenems (OJAH) bietet deshalb verstärkt zielgerichtete Hilfestellung, Unterhaltung und auch Lehrreiches – in der aktuellen Situation vor allem virtuell – an.

Am 24. April 2021 geht ein neues Instagram-Profil mit Geschichten, die zum Nachdenken anregen, online. Anfang Mai 2021 wird ein von Jugendlichen komponierter Song veröffentlicht. Und ab Juni 2021 widmet sich eine Podcast-Serie pikanten und relevanten Fragen des Menschseins.

„Als Teilnehmer am Landesprogramm „familieplus“ ist uns wichtig, die Lebensqualität für alle Hohenemserinnen und Hohenemser laufend zu verbessern. Jene, die aber gerade jetzt besonders viel Zuwendung brauchen, sind die Jungen“, betont Familienstadträtin Angelika Benzer. „Die OJAH übernimmt hier eine zentrale Rolle und ist unverzichtbarer denn je.“

Bürgermeister Dieter Egger sieht die Hohenemser Jugendarbeit in einer Vorreiterrolle: „Wir sind stolz auf die Arbeit der OJAH und die Ergebnisse ihres Prozesses, sich mit jungen Menschen über mehrere Jahre wirklich tiefgründigen Fragen zu nähern. Gerade in diesen schwierigen Zeiten kann eine Reihe wie ‚MENSCH‘ ein Fundament bilden, sich mit allgemeinen Krisen und persönlicher Unsicherheit kreativ und nachdenklich auseinanderzusetzen und Resilienz zu entwickeln.“

Der Verein ist breit aufgestellt und bietet in normalen Zeiten Bewerbungscoaching, Lernhilfe, Beratung, niederschwellige Sozialarbeit bis zu Workshops, Kooperationen, Tanztrainings, Veranstaltungen oder Ausflügen, neben Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag. Bereits vor mehr als zehn Jahren kamen virtuelle Angebote dazu, welche seither zur alltäglichen Arbeit gehören. „Die Umstellung des Angebots auf die digitalen Kanäle zu Beginn des Lockdowns ist uns deshalb leichtgefallen“, schildert OJAH-Geschäftsführerin Samantha Bildstein.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Weitere Infos finden Sie unter https://ojah.at und www.vorarlberg.at/familieplus!

Nach einem Jahr Pandemie sind unbeschwerte Treffen mit Gleichaltrigen immer noch kaum möglich. Die OJAH ist gerade jetzt für Jugendliche da und startet im Rahmen der erfolgreichen Projektreihe „MENSCH – Geschichten der Zeit.Reisenden“ drei neue digitale Angebote: Mit einem neuen Instagram-Profil will das OJAH-Team mit persönlichen Geschichten, Zitaten und Fragen junge Menschen aus Hohenems und darüber hinaus zum Nachdenken anregen und Gemeinsamkeiten hervorheben. Die Seite geht am 24. April 2021 online.

In der neuen Podcast-Reihe „Geschichten der Zeit.Reisenden“ greifen Jugendliche, Mitarbeiter sowie Gäste Themen auf, die sich mit dem Menschsein – grundsätzlich und aktuell – beschäftigen: „Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Wir leben alle auf dieser Welt, erleben sie aber komplett unterschiedlich“, präzisiert Samantha Bildstein. Der Podcast gibt Einblicke in Lebenswelten verschiedener Generationen. „Die Geschichten sollen nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch inspirieren. Denn nichts ist spannender als Geschichten aus dem wahren Leben.“

Unter der Leitung von Martin Schöpf, Jugendarbeiter in Ausbildung in der OJAH, nahmen musisch interessierte Jugendliche einen Song auf, der das Programm komplett macht: „Inhaltlich dreht er sich um die Stärken und Schwächen der Menschheit“, so Schöpf. Der Refrain „Jede Zeit hat ihre Helden und wer bin ich in dieser Welt, wenn ich Geschichte selber schreibe?“ greift das Thema emotional und tiefgründig auf. Präsentiert wird der Song Ende Mai 2021 auf YouTube.

Hoffen auf reale Treffen

Im Jahr 2019 verzeichnete die mobile Jugendarbeit insgesamt 1.300 Kontakte, allein im ersten Halbjahr 2020 waren es über 2.150. „Für Jugendliche da zu sein ist oft ein 24-Stunden-Job, auch wenn wir digitale Öffnungszeiten haben. Manche Lebenssituationen kennen keine Sperrstunde“, verdeutlicht Bildstein ganz im Sinne des Landesprogramms „familieplus“. „Digitale Gespräche und Angebote können real nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Aktuell sind sie vor allem eine hilfreiche Überbrückung, bis der unbeschwerte physische Austausch wieder möglich ist“, hofft die OJAH-Geschäftsführerin. „Jugendliche brauchen reale Kontakte, Emotionen und Unterstützung. Das dürfen wir nicht vernachlässigen.“