A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
22.04.2021

Re-Use-Box Vorarlberg hat sich im ersten halben Jahr bewährt

Foto: Vorarlberger Gemeindeverband

Die erste Bilanz des Pilotprojekts „Re-Use-Box“ kann sich sehen lassen. Seit Oktober 2020 haben die Vorarlberger fleißig zuhause gesammelt und 559 gefüllte Boxen im ASZ, Bau- oder Werkhof abgegeben. Insgesamt erhalten damit mehr als sieben Tonnen Haushaltsgegenstände und Elektrogeräte ein zweites Leben.

Hauptsächlich wurden in den ersten sechs Monaten Haushaltsgegenstände (72 Prozent) mit der „Re-Use-Box“ abgegeben. Aber auch Elektrogeräte machten mit 818 Kilogramm einen beachtlichen Anteil aus. Erfreut zeigten sich die Projektpartner Vorarlberger Gemeindeverband, Caritas, Integra und Lebenshilfe Vorarlberg über den mit 93 Prozent sehr hohen Anteil an abgegebenen Gegenständen, die auch tatsächlich geeignet sind, um wiederverwendet zu werden.

Ideenwettbewerb gestartet: Preisgeld für den Sieger von 800 Euro

Nach dem erfolgreichen Start soll die „Re-Use-Box“ bald im ganzen Land bekannt gemacht werden. Für die neue Werbekampagne auf sozialen Medien wollen die Projektpartner jungen kreativen Menschen eine Bühne bieten und haben deshalb einen Ideenwettbewerb gestartet. Gesucht sind Film- und Fotobeiträge, welche die „Re-Use-Box“ ins Scheinwerferlicht stellen. Bei Gestaltung und Umsetzung sind den Teilnehmern keine Grenzen gesetzt, entscheidend ist die Originalität der Storyline und die Qualität der Umsetzung. Arbeit und Fleiß der kreativen Leistung werden belohnt. Dem Gewinner winken 800 Euro Preisgeld. Der Zweitplatzierte erhält 450 Euro, der Dritte 250 Euro.

Bequeme Vorsammlung zuhause

Das Prinzip der „Re-Use-Box“ ist einfach: Man stellt die schicke Box zuhause im Keller oder im Abstellraum auf und sammelt darin bequem gut erhaltene Haushaltsgegenstände und funktionstüchtige Elektrogeräte, die man nicht mehr braucht, die aber deutlich zu schade zum Wegwerfen sind. Ist der Sammelkarton voll, schließt man die handliche Box und bringt sie zu den Ausgabestellen zurück.
Von dort werden sie in die carla-Shops und Einkaufsparks der Caritas, die Brockenhäuser der Lebenshilfe Vorarlberg und zu den Siebensachen-Geschäften der Integra gebracht. Die Ware wird aufbereitet und dann zu günstigen Preisen wieder verkauft. Das schont unsere Ressourcen, reduziert Abfallberge und gibt langzeitarbeitslosen Menschen eine sinnvolle Aufgabe. Darüber hinaus freuen sich viele Menschen noch lange über Produkte, die sonst im Abfall gelandet wären.

Ausgabestellen seit Beginn des Pilotprojekts sind die ASZs Bludenz, Hofsteig, Vorderland, Feldkirch, Königswiesen und der Bauhof Bregenz. Aufgrund der großen Nachfrage kamen in den vergangenen Monaten auch noch der Werkhof Dornbirn und der Bauhof Langenegg dazu.

Ausweitung auf ganz Vorarlberg ab 2022 angedacht

Das Pilotprojekt „Re-Use-Box“ läuft noch bis Herbst 2021. Bewährt sich die Sammlung mit den „Re-Use-Boxen“, könnte das Projekt bereits 2022 auf ganz Vorarlberg ausgeweitet werden.

Was kann in der „Re-Use-Box“ gesammelt werden?

  • Funktionstüchtige Elektrogeräte (Küchengeräte, Stereoanlagen etc. -> keine Akkugeräte).
  • Hausrat (Geschirr-, Gläsersets, Besteck, Kochtöpfe etc. -> keine Blumenübertöpfe).
  • (Garten-)Werkzeug (Bohrmaschinen etc.).
  • Deko-Gegenstände (Vasen, Bilder, Modeschmuck etc.).
  • Medien (CDs, DVDs, Langspielplatten -> keine Musik-/Video-Kassetten).
  • Spielzeug (Spiele, Musikinstrumente, Bausteine -> keine Stofftiere und Spielzeug-Waffen).
  • Alles fürs Kind (Kinderwäsche, Puppen etc. -> keine Schnuller).

Wichtig!
Alle Gegenstände müssen funktionstüchtig, komplett und sauber sein!