A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
25.05.2021

50-Jahr-Jubiläum der Rotkreuz-Abteilung Hohenems


Eigentlich hätten die Feierlichkeiten schon vor einem Jahr im Rahmen eines Galaabends in der Hohenemser Otten Gravour stattfinden sollen. Doch leider konnten die Festivitäten Corona-bedingt nicht wie geplant durchgeführt werden. So hat sich die Rotkreuz-Abteilung Hohenems dazu entschieden, die Ehrungen der Gründungsmitglieder am 20. Mai 2021 im Pfarrsaal St. Karl durchzuführen.

Die Rotkreuz-Abteilung Hohenems ist für die Bevölkerung, rund 48.000 Menschen, der Stadt Hohenems sowie den Gemeinden Götzis, Altach, Koblach, Mäder, Fraxern und Klaus im Einsatz. Im Jahr 2020 leistete die Abteilung rund 22.000 Stunden Dienst, was einen Stundendurchschnitt von 234 Stunden bzw. 29 Arbeitstagen (bei einem 8-Stunden-Arbeitstag gerechnet) ergibt – alles ehrenamtliche Zeit pro aktivem Mitglied. Nicht eingerechnet sind hier die Stunden für Schulungen, Sitzungen, Ambulanzdienste oder Blutspendeaktionen.

Rückblick

Die Gründung der Rotkreuz-Abteilung Hohenems ist exakt auf den 13. April 1970 datiert. Auf einen Aufruf zur Gründung einer Rotkreuz-Stelle in Hohenems im Gemeindeblatt hatten sich zahlreiche Frauen und Männer gemeldet. Der ernannte Ortsstellenleiter Hugo Mangold organisierte dann auch gleich einen Erste-Hilfe-Kurs, eine Spezialausbildung folgte. Ab Februar 1971 versahen bereits vier Helfer im alten Krankenhaus Dienst – dies aber vorerst nur an Wochenenden und Feiertagen, da es zur damaligen Zeit noch keine hauptberuflichen Mitarbeiter gab.

Bis zur Inbetriebnahme des ersten Rettungswagens verging dann gut ein Jahr. Dieser konnte schließlich am 11. Mai 1972 in Betrieb genommen werden. Noch im selben Jahr wurde bei der (damals noch) Marktgemeinde Hohenems um die Beschäftigung eines ausgebildeten Helfers angesucht. Dieser sollte bei Bedarf Einsatzfahrten während des Tages durchführen können. Das Dienstzimmer der Rettung befand sich zu diesem Zeitpunkt im ersten Stock des damaligen Altenwohnheims. Interne Schulungen wurden im Feuerwehrgerätehaus in der alten Synagoge abgehalten.

Eigene Unterkunft und Räumlichkeiten

Ein großer Meilenstein nach der Gründung der Abteilung stellte der 30. Juni 1974 dar. Im Anbau des neuen Krankenhauses wurde den Rettungskräften eine Unterkunft, die aus einem Funkraum, Schlafraum, Dusche, WC und zwei Garagen bestand, zur Verfügung gestellt. Im Jahr 1976 konnte zudem ein neues Kurs- und Schulungslokal im ehemaligen Gasthaus Mohren bezogen werden. Kleines Detail am Rande: In den Wintermonaten mussten die Kursleiter bereits zwei Stunden vor Kursbeginn einheizen, damit die Teilnehmer auch keine kalten Füße bekamen. Im Jahr 1978 wurde diesem Umstand ein glückliches Ende gesetzt: Die Rettungsmitglieder konnten sich über einen neuen warmen Kurs- und Schulungsraum in der Sonderschule Herrenried freuen.

In den folgenden Jahren wurden in Hohenems weitere bedeutende Schritte gesetzt: So kam es 1982 zur Gründung einer eigenen Jugendrotkreuzgruppe, ehe kurz darauf der Notarztbetrieb aufgenommen wurde. Das Rüstzeug für diese besondere Aufgabe erhielten die Mitglieder im Rahmen von intensiven Schulungen, die von Primar Eder und Primar Häfele abgehalten wurden. Das entsprechende Einsatzfahrzeug spendete großzügigerweise die Firma Blum.

1990er

Im November 1992 wurden dann die Bauarbeiten für das neue Rettungsheim wieder aufgenommen und schon im Sommer 1994 konnten es mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht werden.

Mitte der 90er-Jahre erfolgte dann ein weiterer Meilenstein in Sachen Notfall-Alarmierung: Ab diesem Zeitpunkt übernahm die zentrale Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch die Alarmierung und Koordinierung der Einsätze aller Hilfs- und Rettungsorganisationen im ganzen Land – ein System, das noch heute von großem Erfolg gekrönt ist.

Und dass auch die technische Entwicklung im Rettungsdienst in den letzten 50 Jahren nicht stehen geblieben ist, sieht man vor allem an der Ausrüstung, die heute zur Verfügung steht. So sind der Fuhrpark, die Geräte, aber auch unsere Bekleidung auf dem neuesten Stand der Technik bzw. entsprechen den innovativen Entwicklungen. Ebenfalls angepasst an heutige Verhältnisse und Anforderungen sind die Dauer und die Inhalte der Ausbildungen, die übrigens sehr umfangreich geworden sind. Im Jahr 2014 erfolgte zudem die Umstellung vom NAW-System auf das NEF-System.

Eröffnung der neuen Rettungszentrale

Der vorerst letzte Meilenstein in der Geschichte der Rotkreuz-Abteilung Hohenems kann auf den 4. Mai 2019 datiert werden. Denn: Nachdem das alte Rettungsheim zu klein, die Räumlichkeiten zu beengt geworden waren, aber vor allem nicht mehr den Anforderungen eines modernen Rettungsdienstes entsprachen, wurde nach vielen Jahren mit Besprechungen und Planungen die neue Rettungszentrale in der Kaiserin-Elisabeth-Straße 8 bezogen. Am 4. Mai 2021 gab es einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung. Zudem erhielt die neue Rettungszentrale den göttlichen Segen, der die Mitarbeiter hoffentlich bei all‘ dem Tun „aus Liebe zum Menschen“ Tag und Nacht und 365 Tage im Jahr begleitet und ihnen sowie den Patienten Schutz gibt.

Weitere Infos finden Sie unter www.facebook.com/OeRKEms!