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Stadtplan
25.08.2020

Platz da für ökologisches Bauen!

v. l. Julius Moosbrugger (Wirtschaftskammer), Bruno Peter (Gründer der Firma PÖZ), Baumeister Jürgen Haller, Alexander Loretter (Geschäftsführer PÖZ), Bürgermeister Dieter Egger, Karoline Lederer (PÖZ) und Jessica Loretter (PÖZ)
So soll die neue „Heimat“ von PÖZ zukünftig aussehen.

Das „Ökozentrum PÖZ“ baut in Hohenhems einen neuen Firmensitz. Klimaschutz und ökologische Verantwortung sind in Vorarlberg beim Bauen nicht mehr wegzudenken.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Firma PÖZ für diesen Bereich zum Kompetenzzentrum entwickelt. Sowohl bei Handwerkern, Baufirmen als auch bei Privaten ist PÖZ die erste Anlaufstelle im Land. Zukunftsweisende Produkte zu den Themen „Lehm am Bau“, „Ökologisches Dämmen“, „Naturholzböden“ oder „Biologische Farben und Lasuren“ sind gefragt. Deshalb will sich PÖZ trotz weltweiter Krise nicht unterkriegen lassen und baut nun im neuen Gewerbegebiet Ermenstraße in Hohenems sein neues Betriebsgebäude.

Bislang war man in Dornbirn und Hohenems in Betriebsgebäuden eingemietet. Nun wagt das siebenköpfige Team um Geschäftsführer Alexander Loretter den Schritt zum eigenen Domizil: „Wir sind stetig gewachsen und die Akzeptanz für unsere Produkte im Ländle macht uns zuversichtlich. Insofern ist es kein so großes Wagnis.“

Alles unter einem Dach

Mit rund zwei Millionen Euro ist es dennoch der größte Investitionsschritt in der Firmengeschichte. Realisiert wird damit ein 600 Quadratmeter großes Gebäude im neu erschlossenen Hohenemser Gewerbegebiet Ermenstraße – hinter dem ehemaligen Ulmer-Gebäude. Damit verdoppelt man die Nutzfläche des bisherigen Standorts an der Diepoldsauer Straße. Moderne Büroräume, ein logistisch ausgefeiltes Lager inklusive Lehm-Misch-Station und guter Zufahrtsmöglichkeit für LKWs sowie eine großzügige Produktausstellung vereint das neue Ökozentrum unter einem Dach. Vor allem bei der Präsentation des vielseitigen Sortiments sollen neue Maßstäbe gesetzt werden.
„Wer enkelgerecht bauen will, denkt heute längst über ökologische Alternativen zu Mineralputzen, Gipskartonplatten und Chemie-Dämmstoffen nach“, so Bruno Peter, der als „Urgestein“ des Unternehmens dem PÖZ-Team beratend zur Seite steht.
Weit weg vom „Müsli-Image“ früherer Jahre, will der heutige Bauherr modern, gesund und umweltverantwortlich bauen. Mit den Produkten der Hohenemser Ökopioniere ist das möglich.

Ökologisch und regional

Beim Neubau des eigenen Firmengebäudes geht PÖZ mit bestem Beispiel voran. Das beginnt schon bei der Pilotierung mit Holzpiloten aus einheimischer Fichte. „Ganz Venedig steht seit hunderten Jahren auf Holzpiloten. Warum also nicht dieses nachhaltige Material als Fundament verwenden“, weiß Baumeister Jürgen Haller aus Mellau, der für die Planung und das Baumanagement verantwortlich zeichnet.
Holz als nachwachsender, CO2-bindender Rohstoff kommt auch für das gesamte Gebäude zum Einsatz. Gedämmt wird mit einer Mischung aus Holzspänen und Lehm – das gibt Speichermasse und sorgt gleichzeitig für eine perfekte Feuchtigkeitsregulierung. Lehmbaustoffe wie Lehmputz und Lehmbauplatten sorgen im Inneren für ein angenehmes, gesundes Raumklima. Geheizt wird mit einer Luftwärmepumpe. Und selbst das Dach wird begrünt, damit die durch den Bau versiegelte Fläche zumindest teilweise wieder kompensiert wird. Umgesetzt wird das Bauvorhaben mit Handwerksbetrieben aus der Region.

Mit dem Umzug im Frühjahr/Sommer 2021 werden bei PÖZ auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Für den Bereich Naturholzböden wird ein Bodenleger sowie für das Verkaufsteam weitere Verstärkung gesucht. Über den Baufortschritt und das genaue Datum der Neubau-Eröffnung informiert die Website des Unternehmens: www.poez.at!