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Stadtplan
12.05.2020

Verbrennen im Freien: „Gemeinsam fürs Klima und unsere Gesundheit“

Verbrennen im Freien: „Gemeinsam fürs Klima und unsere Gesundheit“

Dichte, oft beißende Rauchschwaden ziehen über Orte oder sogar Talschaften, wenn Holzreste, Wald- oder Gartenabfälle verbrannt werden. Jedes dieser Feuer trägt zu hohen und gesundheitsschädlichen Schadstoffbelastungen bei.

Gemäß dem Bundesluftreinhaltegesetz (BGBl. I Nr. 137/2002 idgF) ist das Verbrennen von biogenen Materialien außerhalb dafür bestimmter Verbrennungsanlagen generell verboten. Für bestimmte Situationen wie z. B. Brauchtumsfeuer, Pflanzenkrankheiten oder forstliche Bedarfe gibt es konkrete, restriktive Ausnahmen. Das Verbrennen von Abfällen wie Kunststoffen, Kartonagen und Altholz oder lackiertem Holz ist ausnahmslos verboten.

Das offene Verbrennen von pflanzlichen Abfällen wie Holzresten, Astmaterial, Strauchschnitt oder Gartenabfällen

  • verursacht erhebliche Rauchentwicklungen und gesundheitsschädliche Luftverunreinigungen. So sind etwa die Feinstaub-Emissionen bis zu 1.000 Mal höher als in Verbrennungsanlagen;
  • ist klimaschädlich und beeinträchtigt Bodenorganismen;
  • belästigt oft viele Menschen und
  • ist speziell bei höherer Trockenheit immer wieder Ursache für Wald- und Flurbrände.

Neues Informationsblatt

Ein neues Informationsblatt „Verbrennen im Freien. Saubere Luft und offene Feuer?“ erläutert kompakt die rechtliche Situation und zeigt die entstehenden Umweltbelastungen auf. Zusätzlich werden praktische Alternativen vorgestellt, wie biogene Abfälle ökologisch besser entsorgt werden können. Das Infoblatt wird an alle Gemeinden verschickt und dann dort erhältlich sein. Ebenfalls ist das Infoblatt auf der Website des Landes Vorarlberg verfügbar unter https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/mappe-luftqualitaet!

Sachliche Information aus erster Hand

Das Infoblatt „Verbrennen im Freien“ ist die aktuellste Ergänzung der Infomappe „Richtig Heizen mit Holz“ des Landes Vorarlberg. Diese Mappe gibt in prägnanter und übersichtlicher Form nützliche Informationen zu verschiedenen Schwerpunkten. Aktuell sind auch Zusammenfassungen zu „Richtig Heizen mit Holz“, „Richtig Heizen – Schwedenöfen“ und „Richtig Heizen – Kachelöfen“ verfügbar.

Die Materialien werden von den zuständigen Fachstellen des Landes in enger Zusammenarbeit mit der Innung der Kaminkehrer sowie dem Gemeindeverband und den Vorarlberger Ofenbauern erstellt.

Raus aus Öl: Information und Beratung

Verbrennen im Freien: „Gemeinsam fürs Klima und unsere Gesundheit“

Auch zum Thema „Raus aus Öl“ gibt es eine neue Broschüre: Die wichtigsten Fragen rund um den Heizungstausch beantwortet der neue „Raus aus Öl“-Ratgeber des Landes, den Vorarlberger Installateuren und dem Energieinstitut Vorarlberg. Er kann kostenlos unter www.energieinstitut.at/raus-aus-oel bestellt oder heruntergeladen werden.

Das Energieinstitut Vorarlberg bietet eine „Raus aus Öl“-Beratung an. Die Beratung hilft dabei, die jeweils beste Alternative zur Ölheizung zu finden. Das Beratungsgespräch findet bei den Ratsuchenden vor Ort statt. Das Land übernimmt derzeit den Selbstbehalt von 40 Euro, wodurch die Beratung für die Ratsuchenden kostenlos ist. Anmeldung zur Beratung im Energieinstitut Vorarlberg unter Tel. 05572/31202-112.

Webtipp

Mit Hexit, dem Öl-raus-Kompass, finden Ratsuchende in nur drei Schritten die beste Alternative zur Öl- oder Gasheizung. Individuell auf das Haus und persönliche Vorlieben abgestimmt: www.energieinstitut.at/hexit!