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10.11.2020

Auszeichnung für „literatur:vorarlberg netzwerk“

Foto: Daniel Ongaretto-Furxer

Einer von sieben Förderpreisen der „Internationalen Bodensee-Konferenz“ (IBK), die in zehn Regionen rund um den Bodensee vergeben werden, zieht dieses Jahr nach Hohenems – in die Hände von Frauke Kühn, Geschäftsführerin des „literatur:vorarlberg netzwerk“.

Seit 1991 vergibt die IBK jährlich einen Förderpreis für bis zu sieben junge Kunstschaffende in unterschiedlichen Sparten. Das Thema „Kuratieren“ bestimmte die Preisvergabe 2020. Dass man auch Literatur kuratieren kann, beweist Frauke Kühn mit ihrem Team seit der Gründung des „literatur:vorarlberg netzwerks“ im Jahr 2015. Seit gut zwei Jahren werden die Projekte und Formate der Literaturvermittlung und Vernetzung auch für ein Haus gedacht, das nach der Sanierung seine Pforten als Literaturhaus Vorarlberg öffnen wird – die Villa Iwan und Franziska Rosenthal in Hohenems. Derzeit ist sie noch nicht einmal Baustelle, aber als solche schon ein Synonym für den Fokus, den die Literatur-Kuratorin Kühn legt, wie ein Auszug aus der Jurybegründung anschaulich darlegt:
„In der alten Villa Iwan und Franziska Rosenthal in Hohenems, wo das künftige Literaturhaus Vorarlberg entstehen soll, betreibt das Netzwerk unter der Leitung von Frauke Kühn selbst eine höchst inspirierende Baustelle für Literatur, deren Förderung und Vermittlung: Hier wirken ein Haus voller Geschichten, die Potenziale neuer Medientechnologien und vor allem umtriebige Menschen auf vielversprechende Weise zusammen. Im Zentrum steht weniger das angestrebte Ziel – ein fertiger Text, ein fertiges Buch, das fertige Literaturhaus – sondern die Prozesse selbst, des Schreibens und Erzählens, des Eingreifens und Anknüpfens und des Nachdenkens darüber, was ein Literaturhaus heute sein kann.“

„Der Preis ist eine schöne Bestätigung für uns“, so Frauke Kühn, die bei der Corona-bedingt unspektakulären Preisvergabe mit Kamerateam in der Villa den Preis vom Leiter der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg, Winfried Nussbaummüller, entgegennahm und betonte: „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Kulturinitiative bereits in ihrem Werden gesehen und wertgeschätzt wird. Der Preis ist nicht nur eine Freude, sondern eine unglaubliche Motivation für uns, unseren ungewöhnlichen Weg weiterzugehen.“

Für mehr Informationen zum Entstehen des Hauses und auch über die Vielfalt der Literaturprojekte, werfen Sie einen Blick auf www.literatur.ist!