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Bürgermeldungen
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Stadtplan
03.09.2020

Hochwasserschutzmaßnahmen machen sich bezahlt!

Landgraben

Ende August kam es auch in Hohenems zu massiven Starkregenereignissen. Dank der zahlreichen Hochwasserschutzprojekte, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden, kam die Stadt mit den großen Wassermassen gut zurecht.

„Der Hochwasserschutz steht bei uns in Hohenems ganz weit oben auf der Agenda. Durch die umfassenden Maßnahmen, die wir in den letzten Jahren in diesem Bereich gesetzt haben, konnten größere Schäden vermieden und unsere Bevölkerung bestmöglich geschützt werden. Mein großer Dank gilt unserer engagierten Bauabteilung, die diese Maßnahmen stets perfekt plant, vorbereitet und umsetzt, aber auch den zahlreichen, ehrenamtlich Engagierten unserer Blaulichtorganisationen, die allzeit bereit und rundum die Uhr für die Hohenemser zur Stelle sind, sollte es aufgrund derartiger Starkregenereignisse oder sonstiger Umwelteinflüsse vonnöten sein“, freut sich Bürgermeister Dieter Egger, dass die Arbeit Früchte trägt.

In den vergangenen Jahren wurden folgende Projekte in Hohenems realisiert:

Spitzeneckbach:
Anfang Februar 2020 wurde der Spitzeneckbach von der Mündung in den Ermenbach flussaufwärts, auf einer Länge von rund 400 Metern, von einem Erdbauunternehmen komplett geräumt. Durch diese Maßnahme konnten zahlreiche Häuser und Grundstücke im Hejomahd vor Hochwasser geschützt werden.

Landgraben:
In den Jahren 2018 und 2020 wurden zahlreiche Anlandungen auf einer Länge von etwa 800 Metern des Landgrabens geräumt. Unterhalb der Obere Sack-Straße, flussaufwärts unter der L190 bis zur Mündung des Fallbaches wurden Gehölze von den Böschungen entfernt, Anlandungen abgeführt und Uferanrisse der Böschungen mit Wasserbausteinen gesichert. Aktuell wird der Landgrabenweg nach Fertigstellung der Boblettenbrücke vom Landesflussbauhof saniert.

Ermenbach:
Im Jahr 2018 wurde von Höhe der Sohlgrabenbrücke die Sanierung des Ermenbaches begonnen und in den Folgejahren jeweils eine Bauetappe realisiert. Der Flussquerschnitt musste an die erforderliche Abflusskapazität angepasst werden, da auf einer langen Strecke der Querschnitt zu gering ist. Der Ermenbach musste ausgegraben und die Sohlbretter erneuert werden, da die alten Sohlbretter teilweise nicht mehr intakt sind. 2020 wurde die Bachstrecke bis zur ÖBB-Brücke realisiert und in den kommenden Jahren ist geplant, die wichtigen Instandhaltungsmaßnahmen flussaufwärts fortzusetzen.

Leermahdgraben:
Zwischen einer landwirtschaftlich genutzten Fläche und der Leermahdsiedlung wurde 2018 vom Harzhüttenweg ein ca. 150 Meter langer Entwässerungsgraben gezogen. Mittels Rohrdurchpressung unter der L203 kann das Oberflächenwasser in den Koblacher Kanal abfließen. Durch dieses Projekt konnte eine wesentliche Entschärfung der Hochwasserproblematik in diesem Gebiet erzielt werden.

Schwefelbadgraben:
Zur Entschärfung der Hochwasserproblematik bei Starkregenereignissen im Bereich der Schwefelbadstraße wurde ein offener Graben mit einer Länge von rund 320 Metern angelegt. Somit können die Oberflächenwässer aus den landwirtschaftlichen Gebieten in die Hohenemser Ache geleitet werden. Der Graben wurde mit zahlreichen Bäumen, Sträuchern und auch Sitzbänken ausgestattet und wird gerne von Spaziergängern genutzt.

Laufende Instandhaltung:
Die Stadt Hohenems lässt zweimal jährlich ihre Bäche und Gerinne ausmähen und das anfallende Schnittgut wird entfernt. Der erste Schnitt erfolgt jeweils, je nach Wetterlage, im Juni und der zweite Schnitt im September. Des Weiteren werden von der Forstabteilung der Stadt Hohenems laufend Bäume und Sträucher zurückgeschnitten; der Werkhof befreit die Bäche zudem ständig von Müll und dergleichen.

Zukunftsprojekt Hochwasserschutz Gießenbach-Gillbach und Hohenemser-Ache:
Für die Gemeinden Altach, Götzis und Hohenems wurde ein Gefahrenzonenplan sowie die Ausarbeitung eines „Generellen Projektes“ beauftragt. Für die Bäche Gießenbach-Gillbach-Hohenemser-Ache werden nun Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie ausgearbeitet. Situationsabhängig sind Linearmaßnahmen (Geländeanpassung, Erdwulst oder Ufermauern), Gerinneaufweitungen oder Gerinneumlegungen angedacht.
Aktuell ist ein Planungsbüro mit der Detailplanung beauftragt. Nach Abschluss der Behördenwege ist ab dem Jahr 2022 die Umsetzung geplant.