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06.05.2020

AK startet Petition für 1.700 Euro Mindestlohn

AK startet Petition für 1.700 Euro Mindestlohn

Die Arbeiterkammer Vorarlberg (AK) hat eine Online-Petition ins Leben gerufen. Sie fordert darin die Dienstgeber im Handel, den Gesundheits- und Sozialberufen auf – allen voran das Land Vorarlberg – geleistete Vollzeitarbeit mit mindestens 1.700 Euro netto wertzuschätzen.

„Sie haben die Regale der Supermärkte befüllt, Kunden bedient, an der Kassa gesessen, Waren ausgeliefert, Kranke, Senioren und Bedürftige betreut: Ohne diese ‚Helden des Alltags‘ hätten wir die Corona-Krise niemals bis hierher auch nur annähernd so gut überstanden.“ Das sieht nicht nur die AK Vorarlberg so.

Über 5.000 Menschen nahmen an der Umfrage teil

An der großen Online-Umfrage der AK, die unter www.ak-vorarlberg.at/umfrage-mindestlohn noch läuft, haben sich bislang mehr als 5.500 Menschen beteiligt. 3.340 vollständige Antwortsätze ergeben eine 90-prozentige Zustimmung zu einem Mindestlohn von 1.700 Euro netto. Das entspricht einem Vollzeit-Stundenlohn von zehn Euro. Tatsächlich aber gehen 22.400 Frauen und Männer im Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen und in den Pflegeheimen mit weniger Gehalt nach Hause. Das ist ungerecht und muss sich ändern. 94 Prozent der Befragten fordern konkrete Maßnahmen.

AK fordert zum Handeln auf

Die AK Vorarlberg fordert die Dienstgeber im Handel, den Gesundheits- und Sozialberufen und die Vorarlberger Landesregierung auf, einen ersten Schritt hin zu einer konkreten und nachhaltigen Verbesserung zu gehen und den sogenannten „systemrelevanten Berufsgruppen“ Vollzeitarbeit mit einem Gehalt von mindestens 1.700 Euro netto im Monat zu entlohnen. „Um den Ankündigungen, Versprechen und Wünschen auch Taten folgen zu lassen, könnte das Land Vorarlberg in seiner Rolle als einer der größten Arbeitgeber in Vorarlberg ein Zeichen setzen und ein Vorbild für die Privatwirtschaft sein“, schlägt die AK vor.

Das ist keineswegs utopisch. Das Team der AK hat sich die Anzahl der Betroffenen und die Kosten gut angeschaut. Würden etwa alle Bediensteten in den Vorarlberger Landeskrankenanstalten wenigstens 1.700 Euro monatlich netto verdienen, kostet es das Land rund drei Millionen Euro mehr pro Jahr. So viel kostet das Sammeln von achtlos weggeworfenem Abfall in Vorarlberg jedes Jahr.

Jetzt Petition unterstützen!

Frauen und Männer, die auch der Ansicht sind, dass die „Helden des Alltags“ einen Mindestlohn von zehn Euro netto pro Stunde – das sind 1.700 Euro monatlich – verdienen, unterstützen die Petition: http://fairpayvorarlberg.athttps://www.openpetition.eu/at/petition/online/fairpay-fuer-corona-heldinnen!

www.fairpayvorarlberg.at