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Stadtplan
18.12.2019

Die Stadt Hohenems beschließt ihr erstes landschaftliches Entwicklungskonzept

Die Stadt Hohenems beschließt ihr erstes landschaftliches Entwicklungskonzept
Die Stadt Hohenems beschließt ihr erstes landschaftliches Entwicklungskonzept
Die Stadt Hohenems beschließt ihr erstes landschaftliches Entwicklungskonzept
Die Stadt Hohenems beschließt ihr erstes landschaftliches Entwicklungskonzept

Eingebettet in eine wunderschöne Berglandschaft und umschlossen vom Bocksberg, Schwarzenberg, Staufen und dem Schönen Mann liegt auf einer Höhe von etwa 1.110 Metern das Hohenemser Naherholungsgebiet Schuttannen. Am Dienstag, dem 17. Dezember 2019, beschloss die Stadtvertretung einstimmig den Aktionsplan „LEK (Landschaftliches Entwicklungskonzept) Schuttannen“.

Das Gebiet Schuttannen versteht sich als vielfältiges alpines Natur- und Kulturlandschaftsgebiet, das zahlreichen differenzierten Nutzungen unterliegt. Neben der Alp-, Forst- und Jagdwirtschaft finden sich hier Gastronomiebetriebe, Ferien- und Vereinshäuser. Zudem werden im Gebiet diverse Bergsportarten ausgeübt. Damit trägt Schuttannen auch wesentlich zur Naherholung der Hohenemser sowie der regionalen Bevölkerung bei. Gleichzeitig beherbergt das Gebiet aufgrund seiner Geologie und traditionellen Nutzung zahlreiche Lebensräume für die hier typische und zum Teil sehr seltene Tier- und Pflanzenwelt. Ganz wesentliche Funktionen von Schuttannen sind auch die Trinkwasserbereitstellung und der Schutzwald.

Landschaftliches Entwicklungskonzept

„Das ‚LEK‘ versteht sich als Orientierung und dient als Wegweiser für eine nachhaltige Entwicklung. Es baut auf vorhandenem Wissen auf und ist in der Umsetzung auf Erfahrungen und Wissen von Ortskundigen und Experten angewiesen. Die Ziele und Maßnahmen im vorliegenden ‚LEK Schuttannen‘ sind Grundlage für die Stadt und alle Beteiligten, sich gemeinsam mit den definierten Richtlinien auseinanderzusetzen. Es sind darin aber keine Verpflichtungen für Bewirtschafter, private Waldbesitzer etc. enthalten“, beschreibt Bürgermeister Dieter Egger den Prozess. „Gewünscht ist ein Austausch und eine Zusammenarbeit mit Bewirtschaftern und Grundbesitzern, um die Erholungs- und Lebensräume sowie die Schutzfunktionen für alle nachhaltig zu erhalten. Ein gemeinsames Bemühen auf Augenhöhe.“

Was möchte man damit erreichen?

Ziel dieses Entwicklungskonzepts war es, eine bestmögliche Entflechtung der Konflikte und das Abstecken möglichst konkreter Grenzen zu erreichen. Ebenso stand die Formulierung verbindlicher Ziele und Maßnahmen zum Zwecke der nachhaltigen Entwicklung des Gebiets Schuttannen im Vordergrund – unter Miteinbeziehung der zahlreichen Akteure und Vertreter von Vereinen.

Einbindung aller Interessensgruppen

Umweltstadtrat Gerhard Stoppel ist stolz auf das Ergebnis und dankbar für die tolle Mitarbeit der zahlreichen Freiwilligen: „Nach dreijähriger Arbeitsphase, mit einer ausgewählten Arbeitsgruppe in Form von Workshops und Exkursionen, konnte ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden. Ein großes Dankeschön gilt allen Mitwirkenden. Auch das Land Vorarlberg muss hier für die finanzielle Unterstützung während des gesamten Prozesses dankend erwähnt werden, ebenso wie Katrin Löning von der Pulswerk GmbH und Regionalplaner Georg Rauch, die zu Beginn des LEK-Prozesses mit der Begleitung beauftragt wurden und eine großartige Leistung erbracht haben.“

Aktionsplan

Um detailliertere Informationen über die Ergebnisse zu den einzelnen Themenbereichen (Naturraum und Landschaft – Alpwirtschaft und Imkerei – Forst und Jagd – Freizeit, Erholung und Tourismus – Mobilität) zu erhalten, kann der „Aktionsplan LEK Schuttannen“ während den Öffnungszeiten im Bauamt der Stadt Hohenems, Bahnhofstraße 1, 1. OG, montags bis donnerstags von 8 bis 12 und 13.30 bis 17 Uhr, sowie freitags von 8 bis 12 Uhr, eingesehen oder am Ende dieser Seite als PDF heruntergeladen werden.

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