Stadtverwaltung Hohenems
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12.02.2019

Vorstellung: literatur:vorarlberg netzwerk - Zukunftsperspektive in der Villa Rosenthal

v. l. Kulturlandesrat Christian Bernhard, Bürgermeister Dieter Egger, Frauke Kühn vom literatur:vorarlberg netzwerk
v. l. Kulturlandesrat Christian Bernhard, Bürgermeister Dieter Egger, Frauke Kühn vom literatur:vorarlberg netzwerk
Schebesta-Villa im Rosenthal-Areal
literatur:vorarlberg netzwerk

Die Evaluierung (Mai 2018) der als Pilotmodell für drei Jahre eingerichteten Netzwerkstelle für Vorarlberger Autorinnen und Autoren sowie für veranstaltende und vermittelnde Literaturinstitutionen hat ein sehr erfreuliches Ergebnis gebracht. Nach Einschätzung der FH Vorarlberg hat sich Frauke Kühns Schnittstellenarbeit bestens bewährt und alle Erwartungen erfüllt.
 
Auf Basis der gesammelten Erfahrungen soll mit einem weiteren Dreijahresplan nun, in Kooperation zwischen dem Land Vorarlberg und der Stadt Hohenems, das Angebotsspektrum erweitert und die Personalstruktur gestärkt werden.

Auf Grundlage des von Frauke Kühn im September 2018 präsentierten Konzepts einer Weiterentwicklung des literatur:vorarlberg netzwerks (LITERATURHAUS VORARLBERG, eine Konzeptidee für die Villa Franziska Rosenthal in Hohenems) vereinbaren das Land Vorarlberg und die Stadt Hohenems ein Dreijahresförderszenario.

„Zielvorstellung ist dabei, im Rahmen einer Dreijahresvereinbarung ein Literaturhaus modernen Zuschnitts mit kooperativem Charakter für die Literaturlandschaft Vorarlbergs entstehen zu lassen.“ Kulturlandesrat Christian Bernhard

„Die Stadt Hohenems und das Land Vorarlberg bekennen sich hiermit gemeinsam zur Stärkung und Weiterentwicklung des Vereins literatur:vorarlberg netzwerk. Der Stadt Hohenems war und ist es ein großes Anliegen, eine öffentliche und kulturell wertvolle Einrichtung in der historischen Villa Rosenthal unterzubringen. Diese Kultureinrichtung sollte einerseits lebendig sein und anderseits eine Strahlkraft in der Region und über unsere Landesgrenzen hinaus entfalten. Das Thema ‚Literatur‘ vermittelt aus der Geschichte, aber auch aus der Gegenwart heraus Glaubwürdigkeit und Identität. Deshalb unterstützen wir sehr gerne die Weiterentwicklung des Netzwerk literatur.vorarlberg und den Aufbau eines Literaturhauses in Hohenems.“ Bürgermeister Dieter Egger

Dem Verein literatur:vorarlberg netzwerk wird dafür im Jahr 2019 von Stadt und Land jeweils ein Förderbeitrag in Höhe von € 60.000 zur Verfügung gestellt. Im Sinne einer Mehrjahresvereinbarung wird, vorbehaltlich der Zustimmung der jährlichen Budgetvoranschläge, zur Weiterentwicklung dieser wertvollen Netzwerkarbeit im Jahr 2020 ein Förderbeitrag von € 70.000, sowie im Jahr 2021 ein Förderbeitrag von jeweils € 80.000 in Aussicht gestellt.

Mit 12.12.2018 wurde ein neuer Verein „literatur:vorarlberg netzwerk“ gegründet.


Statement Frauke Kühn, literatur:vorarlberg netzwerk
„Das literatur:vorarlberg netzwerk in Form eines innovativen Hauses zu denken, das die bewährten kooperativen Strukturen und Angebote des Netzwerks stärkt sowie ausbaut, stellt eine entscheidende Option für die Vorarlberger Literaturlandschaft dar. In Zusammenarbeit mit den Vertreterinnen und Vertretern der Vorarlberger Literaturlandschaft werden sowohl bereits bestehende kooperative Projekte des Netzwerks weitergeführt als auch neue Möglichkeiten zur Stärkung und Öffnung der Literaturlandschaft gedacht. Ausgewählte Themen, wie z. B. Literatur im analogen und virtuellen Raum, das Genre der Graphic Novel oder auch spezifische Angebote für das Publikum der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen vertieft und internationale Impulse für ein Literaturhaus in Hohenems sowie für die Vorarlberger Literaturlandschaft verstärkt abrufbar gemacht und zu den Potenzialen vor Ort in Beziehung gesetzt werden. Wir verstehen ein künftiges Literaturhaus Vorarlberg als ein kooperierendes Haus, das Raum für Experimente anbietet, um neue Formate, Technologien und Methoden in die Praxis umzusetzen und somit lebendige Zugänge zur Literatur für ein breites Publikum entstehen zu lassen.

Parallel dazu gilt es, aktuelle, auch internationale, Best Practice Beispiele aus den Bereichen der Literaturvermittlung, der kulturellen Bildung und des Veranstaltungsmanagements nach Vorarlberg einzuladen und für Interessierte nutzbar zu machen. Gemeinsam mit der Literatur Vorarlberg wird das Netzwerk die Förderung junger Autorinnen und Autoren sowie die Beratungs- und Vernetzungsangebote für erfahrene Schreibende professionalisieren. Mit diesen Vorhaben trägt das Netzwerk nicht nur wesentlich zur Stärkung der Autorinnen und Autoren bei, sondern setzt auch einen wesentlichen Schritt in Richtung Kompetenzzentrum, das attraktive Inhalte für die Literatur- und Kulturlandschaft und Interessierte anbietet.“

Statement Markus Schadenbauer, Projektentwickler
„Es ist unser gemeinsames Interesse, für die für Hohenems bedeutende Villa Iwan und Franziska Rosenthal eine qualitative, belebte und öffentlich zugängliche Nutzung zu finden. Das Literaturhaus stellt für uns einerseits eine ideale kulturelle Ergänzung im Jüdischen Viertel (Stichwort Kulturviertel) und anderseits einen wesentlichen Baustein im zu entwickelnden Areal dar. Wir freuen uns – bei offenem Ausgang – gemeinsam die Schritte in diese Richtung zu setzen.“


literatur:vorarlberg netzwerk
Jahresprogramm 2019

Das literatur:vorarlberg netzwerk versteht sich als Schnittstelle der literaturschaffenden, -vermittelnden und -veranstaltenden Akteure der Vorarlberger Literaturlandschaft. Das Netzwerk arbeitet seinen Partner/innen zu, stärkt die Landschaft nach innen, unterstützt deren Öffnung nach außen und erhöht die Sichtbarkeit der Szene, die sich auf der Website des Netzwerks zum ersten Mal gemeinsam als Literaturlandschaft zeigt. Das Netzwerk arbeitet aktuell mit über 30 Partner-Initiativen in wechselnden Projekten und Konstellationen zusammen. Zu den Partner/innen zählen neben den Autor/innen der Literatur Vorarlberg und den Vorarlberger Bibliotheken auch der Vorarlberger Buchhandel, Verlage sowie zahlreiche literaturveranstaltende und vermittelnde Initiativen. (www.literatur-vorarlberg-netzwerk.at)


Emsiana
Italienische Verhältnisse | giro della letteratura

Das literatur:vorarlberg netzwerk öffnet über szenografische Interventionen die Wege für die Literatur zur Villa Iwan und Franziska Rosenthal in Hohenems. Diese Wege laden das Haus dazu ein, einen italienischen „giro“ durch die Stadt zu zelebrieren, seine Schönheit zu erzählen, Rätsel zu stellen und kleine Fragmente seiner unergründlichen Geschichte preiszugeben – um unterwegs auch die Bilder, Fragen und Erinnerungen von Menschen einzufangen. Diese sollen die künftigen Geschicke des Hauses mittragen, miterzählen und mit uns gemeinsam auf einen Weg gehen, einen langen „giro della letteratura“.

Termin: Mai 2019


Vorarlberger Schulhausroman – Vom Kleinwalsertal bis Lustenau
Zwei Klassen im Kleinwalsertal sowie drei Klassen der Neuen Mittelschule Lustenau Rheindorf sind dazu eingeladen, im Rahmen des Projektes ‚Schulhausroman’ gemeinsam mit Autor/innen über einen längeren Zeitraum ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen und in Form eines Romans aufzuschreiben. Dafür gehen die Autor/innen Jürgen Thomas Ernst, Daniela Egger und Muhammet Ali Bas im Frühjahr 2019 gemeinsam mit den Klassen an die Schreibarbeit. In lebendigen Prozessen werden die Schüler/innen eingeladen, zahlreiche Ideen zu entwickeln, um diese in ihren Roman einzuschreiben. Eine gemeinsame Lesung der Schüler/innen bildet den Abschluss des Projektes. Nachdem 2018 Schüler/innen der Mittelschule Oberau und der Polytechnischen Schule Feldkirch gemeinsam mit Jürgen Thomas Ernst und Christian Futscher die Jubiliäumsstadt in die Vergangenheit und Zukunft geschrieben haben, setzen das Kleinwalsertal und Lustenau den Schulhausroman in Vorarlberg fort.

Initiiert wurde das Projekt Schulhausroman Schweiz 2005 von Richard Reich und Gerda Wurzenberger (@JULL-.Junges Literaturlabor Zürich). In Zusammenarbeit mit ihnen holte das Unabhängige Literaturhaus Niederösterreich den Schulhausroman nach Österreich. Inzwischen wird der Schulhausroman in Schulen von Norddeutschland über Österreich bis in die Westschweiz und damit im ganzen deutschsprachigen Raum umgesetzt. In Kooperation mit W*ORT Lustenau, Literaturfest Kleinwalsertal, Literatur Vorarlberg, Jungen Literaturlabor Zürich, Neue Mittelschule Lustenau Rheindorf, Realschule und Polytechnische Schule Kleinwalsertal.

Termine
Kleinwalsertal | Schreibphase Februar – April 2019, Präsentation Oktober 2019 im Rahmen des Literaturfestes Kleinwalsertal
Lustenau | Schreibphase April – Mai 2019, Präsentation Juni/Juli 2019 auf dem Gutshof Heidensand

Mit freundlicher Unterstützung von culture connected.


Paula – ein literarischer Begleiter durch Feldkirch
»Paula – ein literarischer Begleiter durch Feldkirch«, benannt nach der in Feldkirch geborenen Schriftstellerin Paula Ludwig, ist ein kleiner Reiseführer, der sowohl für Touristen wie Feldkircherinnen und Feldkircher neue Perspektiven auf die Stadt sichtbar macht. Nach dem Erfolg der ersten Ausgabe, für die 2017 Verena Rossbacher, Erika Kronabitter, Christian Futscher, Franz Kabelka und Christoph Linher exklusive Texte zu ausgewählten Orten der Stadt verfassten, stehen bei der zweiten Paula Ankunft, Aufenthalt und Abreise im Fokus. Dafür schreiben Feridun Zaimoglu und Gerard Ruiss, Nadine Kegele, Thomas Amann und Sarah Rinderer ihre Reise-Eindrücke an die Oberfläche der Stadt. Die »Paula« beruht auf einer Idee der Stadtkultur und Kommunikation Feldkirch GmbH und wird in Zusammenarbeit mit literatur:vorarlberg netzwerk in regelmäßigen Abständen fortgesetzt. In Kooperation mit der Literatur Vorarlberg, Verlag edition v, Stadtkultur und Kommunikation Felkdirch GmbH.

Erscheinungsdatum: Frühjahr 2019


„Ein neues Blatt Papier“ Schreibwerkstatt
Hamed Abboud floh 2012 aus Aleppo, lebt aktuell in Wien und avanciert zu einem zunehmend bekannten Autor. Seine Texte thematisieren seine Flucht und wurden bereits für internationale Literaturpreise nominiert. Im Mai leitet er einen Workshop für Geflüchtete mit arabischem Sprachhintergrund im Jüdischen Museum Hohenems, für den sich Interessierte ab 16 Jahren anmelden können. Er möchte das Bewusstsein dafür schärfen, dass das Schreiben ein Mittel sein kann, Erinnerungen zu bewahren, Gefühle und Träume zum Ausdruck zu bringen. Er möchte Mut machen, vom Leben in einer neuen Heimat mit neuen Menschen und neuer Kultur zu erzählen, davon, was sich seit der Flucht verändert hat. Die Teilnehmer/innen können ihre Texte sowohl auf Arabisch als auch auf Deutsch schreiben. Eine Präsentation der Texte in der Originalsprache und der Übersetzung ist im Rahmen des Hohenemser Literaturpreises im Juni 2019 vorgesehen.

Termine der Schreibwerkstatt:
Samstag, 18. Mai 2019, 10 – 17 Uhr; Sonntag, 19. Mai 2019, 10 – 14 Uhr

Anmeldeschluss: 3. Mai 2019 (Präsentation Juni 2019)

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems und dem Hohenemser Literaturpreis.


Familiengeschichten
Rund 80 Jugendliche aus Schaan (FL), Feldkirch, Lustenau und Thal (CH) haben vor wenigen Wochen im W*ORT in Lustenau das grenzübergreifende Schreibprojekt ‚Familiengeschichten‘ gestartet. Die Schüler/innen lassen sich gemeinsam mit der Vorarlberger Autorin Daniela Egger sowie dem Vorarlberger Autor Carlos Peter Reinelt auf einen lustvollen Schreibprozess ein, bei dem nach eigenen und fremden Familiengeschichten gesucht wird und diese weitergedacht sowie in unterschiedlichen Formen erschrieben werden.

Zur Einstimmung auf das Thema startete der Kick-Off-Vormittag mit einer Lesung der jungen Autorin Luna Al-Mousli, die in Damaskus aufwuchs und aus ihrem Buch „Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus“ las. Im Anschluss daran lernten sich die Schüler/innen gemeinsam kennen und gingen im W*ORT, in der Galerie Hollenstein, der Bibliothek, dem Bauamt und der Villa und damit an ganz verschiedenen Orten in Lustenau über das Thema Familie in einen ersten gemeinsamen Austausch. Aktuell besuchen Daniela Egger und Carlos Peter Reinelt die Klassen mehrmals im Unterricht und gehen über verschiedene Methoden mit den Schüler/innen ins Schreiben. Begleitend dazu tauschen sich die Schüler/innen im Rahmen eines Erzählcafés im Dialog mit verschiedenen Gästen über das Leben der Familien diesseits und jenseits unserer Landesgrenzen in der Vergangenheit und der Gegenwart aus. Im Frühsommer 2019 bilden eine Publikation der Geschichten sowie eine Lesung der Schüler/innen den Abschluss des Projektes.

Termin der Abschlusspräsentation: Juni 2019

In Kooperation mit Theater am Saumarkt Feldkirch, W*ORT Lustenau, Literatur Vorarlberg, der Waldorfschule Schaan (FL), der Mittelschule Feldkirch Oberau (A), der Neuen Mittelschule Hasenfeld Lustenau (A) und der Oberstufe Thal (CH).

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturperspektiven 2024, double check und des Vorarlberger Kulturservices.


writers:class
Die writers:class ist ein Modellprojekt für Schüler/innen verschiedener Schulformen und -stufen, entwickelt am Gymnasium Schillerstraße gemeinsam mit dem literatur:vorarlberg netzwerk. Bis zum Ende der Unterstufe wird die jetzige Klasse 2a am Gymnasium Schillerstraße als Klasse mit einem deutlichen Schwerpunkt auf dem Schreiben, Lesen und der Sprache geführt. Dafür wird die Klasse u. a. von der Autorin Andrea Gerster begleitet und immer wieder auf unterschiedlichen Wegen zum lustvollen Schreiben eingeladen. Begleitend dazu ergeben sich Jahresschwerpunkte, wie z. B. Illustration, Buchdruck, Literaturkritik oder auch das Hörspiel. Diese Vertiefungen setzen die Klasse nach und nach mit den Akteuren der regionalen Literaturlandschaft in Beziehung und machen sie mit deren vielfältigen Möglichkeiten vertraut.

Während Andrea Gerster ca. alle vier Wochen die Schüler/innen über verschiedene Methoden in das Schreiben bringt, erhält die writers:class u. a. im Mai 2019 von Karin Haller und Klaus Nowak (Institut für Jugendliteratur, Wien) nicht nur einen Überblick über den aktuellen Markt der Jugendliteratur, sondern erarbeitet mit den beiden Expert/innen auch erste Kriterien für eine fundierte Literaturkritik. Kurz vor den Sommerferien wird die writers:class beim Live-Zeichnen mit der Schweizer Künstlerin Lika Nüssli und der Autorin Andrea Gerster zum Publikum und sieht, wie Illustrationen entstehen, um im Anschluss im Workshop selbst der Beziehung zwischen Text und Bild nachspüren zu können.

In Kooperation mit der Literatur Vorarlberg, dem Theater am Saumarkt, dem Institut für Jugendliteratur Wien. Mit freundlicher Unterstützung von double check, Schulkulturbudget, Vorarlberger Kulturservice, Elternverein Gymnasium Schillerstraße.


To be continued
Unter dem Motto „to be continued…“ werden fünf Schulklassen der 3. bis 4. Schulstufe aus fünf ausgewählten europäischen Ländern ab Herbst 2019 ein gemeinsames Schreibprojekt starten. Eine Schulklasse aus Hohenems startet dafür nach einem Kick Off mit einem Vorarlberger Autor/einer Vorarlberger Autorin eine Geschichte. Hauptdarsteller des Hauses ist die Villa Iwan und Franziska Rosenthal. Sobald der Anfang fertig ist, wandert die Geschichte einem Staffelstab gleich an das nächste Schreibteam im ersten europäischen Nachbarland. In den darauffolgenden Monaten wandert die Geschichte weiter durch Europa und schreibt sich von Klasse zu Klasse mit ungewissem Ausgang fort. Vor jeder Weitergabe wird die Geschichte stets in die entsprechende Landessprache übersetzt. Das Ende liegt wiederum in den Händen der Hohenemser Schüler/innen, welche die Geschichte mit allen Handlungssträngen wieder in die Villa Iwan und Franziska führen. Eine öffentliche Lesung, bei der die Hohenemser Schüler/innen ihre Geschichte präsentieren, schließt das Projekt ab. Die Lesung wird per Live-Stream in alle am Projekt teilnehmenden Klassen übertragen.

Termine: Projektstart Herbst 2019; Präsentation Frühsommer 2020


Kill Your Darlings
Kill Your Darlings ist ein geflügeltes Wort für Romanautor/innen, wenn sich zum Beispiel im Gespräch mit dem Lektor oder der Lektorin herausstellt, dass eine Romanfigur zugunsten der Dramatik oder Spannung im Skript geopfert werden muss. Schreiben bedeutet gleichermaßen Konstruktion wie Dekonstruktion und damit Baustelle. Vor diesem Hintergrund lädt das literatur:vorarlberg netzwerk zum Live-Lektorat in die Villa Iwan und Franziska Rosenthal ein. Lektor/in und Autor/in gehen gemeinsam vor Publikum ins Lektorat und geben dem Publikum damit ungewöhnliche Einblicke in den Schreib- und Leseprozess. Doch damit nicht genug: Das Publikum erhält den Text ebenfalls im Vorfeld und lektoriert ebenfalls. Bei der Veranstaltung kann es dann entweder den Autor/die Autorin verteidigen oder sich auf die Seite des Lektors/der Lektorin stellen.

Termin: September 2019


Pädagogische Hochschule Vorarlberg – eine Partnerschaft mit der Literaturlandschaft
Im Rahmen des Seminars ‚Literatur im Transfer‘ gehen Lehramtsstudierende des 5. Semesters mit verschiedenen Vertreter/innen der Vorarlberger Literaturlandschaft gemeinsam in den Dialog. Dabei lernen die künftigen Lehrer/innen nicht nur die jeweiligen Ansprechpartner/innen der zahlreichen Institutionen kennen, sondern erhalten von diesen auch konkrete Aufgaben, im Rahmen derer sie aktuelle Fragestellungen der Institutionen aus ihrem Blickwinkel denken. Parallel dazu erhalten die Studierenden einen Überblick über die Stellen zur Projektfinanzierung, die explizit die Zusammenarbeit zwischen Bildung und Kultur fördern.

Ziel der bereits mehrjährigen Partnerschaft zwischen der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg und dem literatur:vorarlberg netzwerk ist es, die künftigen Lehrer/innen schon während ihrer Ausbildung für die Angebote der Literaturlandschaft zu sensibilisieren und ihnen sowohl bereits bewährte Möglichkeiten zur Einbindung dieser Potenziale in den Unterricht vorzustellen als auch neue Ideen dafür gemeinsam mit ihnen zu erarbeiten.

Termin: Oktober 2019

In Kooperation mit der Literatur Vorarlberg, Franz-Michael-Felder Archiv, Bibliothekenverband Vorarlberg, LändleSlam, W*ORT Lustenau, Theater am Saumarkt. Mit freundlicher Unterstützung von double check.


Barcamp
Die Entwicklung des Netzwerks, dessen Ziel es ist, in drei Jahren ein Literaturhaus Vorarlberg in Hohenems zu etablieren, wird in kooperativen Prozessen gedacht. Dafür lädt das Netzwerk neben den Netzwerkpartnerinnen und -partnern weitere Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Hohenems und Vorarlberg ein, das künftige Haus gemeinsam zu denken. In regelmäßig stattfindenden Barcamps gilt es, in partizipativen Co-Design-Prozessen die Bedürfnisse der Literaturlandschaft, der Bildungsinstitutionen und der Bevölkerung konkret unter die Lupe zu nehmen, gemeinsam attraktive Antworten darauf zu finden und gewinnbringende Ziele zu formulieren, die dann in der Praxis zur Umsetzung kommen.

Termin: fortlaufend prozessbegleitend 2019 – 2021


Literaturnetzwerk Bodensee
Initiiert vom Literaturhaus Liechtenstein, Literaturhaus Allgäu und literatur:vorarlberg netzwerk hat sich ein Verbund verschiedener Literaturinstitutionen aus dem weiteren Bodenseeraum gebildet. Die regelmäßigen Treffen dienen nicht nur dem Austausch, sondern auch der Planung erster gemeinsamer Projekte, welche die länderübergreifende Verbindung der benachbarten Literaturlandschaften stärken und die Region mit neuen Impulsen aufladen will.

Folgende Vertreter/innen sind im Literaturnetzwerk Bodensee engagiert

  • Kay Wolfinger, LMU München und Literaturhaus Allgäu
  • Jan Söffner, Zeppelin Universität Friedrichshafen
  • Friederike Lutz, Schulmuseum Friedrichshafen
  • Rebecca Schnyder, Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur, St. Gallen
  • Roman Banzer, Literaturhaus Liechtenstein
  • Mathias Ospelt, PEN-Club
  • Marie-Rose Cerha-Rodewald, Theater am Saumarkt
  • Jürgen Thaler und Ingrid Fürhapter, Franz-Michael-Felder Archiv
  • Wolfgang Mörth, Literatur Voralberg
  • Frauke Kühn, literatur:vorarlberg netzwerk

Kontakt für Rückfragen:
Frauke Kühn
literatur:vorarlberg netzwerk
Tel. 0650/8855500
E-Mail frauke.kuehn@literatur-vorarlberg.at
www.literatur-vorarlberg-netzwerk.at