Stadtverwaltung Hohenems
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08.01.2019

Silvester- & Neujahrskonzerte 2019

Grandios waren die Auftritte des Jugendsinfonieorchesters Mittleres Rheintal.

Die Konzerte des Jugendsinfonieorchesters Mittleres Rheintal zum Jahreswechsel, veranstaltet vom Lions Club Hohenems zusammen mit der tonart Musikschule, sind seit 24 Jahren ein Publikumsrenner.

Gäste der heurigen Konzerte waren die Tänzerinnen und Tänzer des Tanzhaus Hohenems. Den Einladungen waren so viele Gäste gefolgt, dass die Kulturbühne AMBACH schon Mitte Dezember restlos ausverkauft war. Mit dem Reinerlös ermöglicht der Lions Club wieder Soforthilfe für in Not geratene Menschen und unterstützt karitative und kulturelle Projekte in der Region.

Den Auftakt machte das Orchester mit dem Marsch „Hoch Österreich“. Bei den Grußworten des Lions-Präsidenten Wolfgang Weber und den informativen und charmanten Erläuterungen von Moderatorin Isabella Pincsek-Huber wurde rasch klar, dass der erste Programmteil den Jubiläen „100 Jahre Republik Österreich“ und „100 Jahre selbständiges Land Vorarlberg“ gewidmet war. So erklangen dann auch Bundes- und Landeshymne als würdige Erinnerung an die bewegten Zeiten vor 100 Jahren.

Als Laudatio auf unser Land spielte das Orchester dann den aus dem Fundus der Nationalbibliothek enthobenen, unbekannten Walzer „Österreich in Tönen“ von Carl Michael Ziehrer. Mit Walzerklängen anderer Art weiter ging es beim Festwalzer von Franz Schreker, einem österreichischen Komponisten, der durch die Kulturpolitik des NS-Regimes lange Zeit in Vergessenheit geriet. Als ein besonderer musikalischer Moment entpuppte sich die sogenannte „Mondscheinmusik“ aus der Oper „Capriccio“ von Richard Strauss. Das ruhige Werk – mit für Richard Strauss und die Spätromantik typischer Harmonik – wurde zur Bühne für den Altacher Hornisten Lukas Müller. Beindruckend sicher und wunderschön gestaltet, meisterte er mit Bravour eine der schönsten Hornpassagen in der Orchesterliteratur. Den Abschluss der ersten Konzerthälfte bildete der altehrwürdige Kaiserwalzer von Johann Strauß, der vor genau 130 Jahren entstand.

Mit „Danses des Sauvages“ von Jean-Philippe Rameau machten die Tänzerinnen und Tänzer des Tanzhaus Hohenems gemeinsam mit dem Orchester den Auftakt zum zweiten Konzertteil. Den barocken Tänzen folgte der getanzte Walzer „Les Patineurs“ und die getanzte Filmmusik zu „Game of Thrones“. Das Publikum war berührt und gerührt, auch von den beeindruckenden Performances des Tanzhauses Hohenems, wo Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam tanzen. Gegenseitige Akzeptanz und die einfühlsame Förderung standen im Mittelpunkt des gemeinsamen, tänzerischen Schaffens und zeigten gleichzeitig, wie unsere Welt durch die Verschiedenheit der Menschen bereichert wird. Den Leiterinnen und Initiatoren des Tanzhauses, Britta Hafner und Liba Šelner, können zu der Zusammenarbeit von Vorarlberger Turnerschaft und Vorarlberger Lebenshilfe nur gratuliert werden und einmal mehr darin bestärkt sein, diesen wunderbaren Weg noch lange weiterzugehen. Der gemeinsame tanz-musikalische Abschluss gelang mit dem bezeichnenden Sarah-Connor-Song „Wie schön du bist“. Das Gemeinschaftsprojekt zwischen Orchester und Tanz ließ im Publikum die Wogen der Begeisterung hoch gehen. Mit dafür sorgte beim letzten Stück auch die Hohenemser Sängerin Sara Velic.

Den offiziellen Konzertabschluss gestaltete das Orchester allein und zog mit dem „Danzon Nr. 2“ von Arturo Marquez noch einmal alle Register in Sachen Spielfreude, Farbenreichtum und instrumentaltechnischem Niveau.

Mit dem Justin-Timberlake-Song „I can´t stop the feeling“ wurde die erste Zugabe gemeinsam gegeben: Tänzer, Orchester, Solosängerin, bevor das Orchester mit dem traditionell beklatschten  „Radetzkymarsch“ schloss. Das Publikum bedankte sich mit „Standing Ovations“.

Einen Extra-Applaus bekamen jene 16 der 75 Orchester-Musiker, die ihr erstes Neujahrskonzert mit dem Jugendsinfonieorchester spielten: Sonja Alge, Anna Eberle, Johanna Fend, Stella Fend, Viola Giesinger, Magdalena Haas, Maximilian Kallina, Jakob Mathis, Eva Mayer, Stella Novak, Mirjam Panser, Rebecca Rappitsch, Noreen Rützler, Magdalena Waibl, Elisa Willam und Samuel Willam.