Stadtverwaltung Hohenems
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05.02.2019

Kulturhauptstadt 2024: „Dornbirn plus“ auf der Shortlist!

Das Präsentationsteam v. l. Andreas Paragioudakis Fink (Musikpädagoge), Jürgen Weishäupl (Projekt- und Kulturmanager), Verena Konrad (Direktorin Vorarlberger Architektur Institut), Hanno Loewy (Direktor Jüdisches Museum Hohenems), Lisa-Maria Alge (Bewerbungsteam Dornbirn plus), Brigitte Herrmann (Geschäftsführerin netzwerkTanz), Bettina Steindl (Bewerbungsteam Dornbirn plus), Andrea Kaufmann (Bürgermeisterin Dornbirn), Emanuel Moosbrugger (Hotelier)
v. l. Lisa-Maria Alge, Bettina Steindl und Theresa Bubik sind für die Bewerbung von „Dornbirn plus“ zur Kulturhauptstadt Europas 2024 verantwortlich.

„Europa, wir kommen“

Der erste große Schritt ist geschafft: Im Rennen um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2024“ ist Dornbirn, gemeinsam mit Feldkirch, Hohenems und der Regio Bregenzerwald, eine Runde weiter.

Die drei Städte und der Bregenzerwald treten als „Dornbirn plus“ gegen St. Pölten und Bad Ischl mit dem Salzkammergut an. Die endgültige Titelvergabe erfolgt im November 2019. Bis dahin hat das Projektteam unter der Leitung von Bettina Steindl Zeit, das zweite, noch umfangreichere Bidbook – das offizielle Bewerbungsbuch – zu erarbeiten.

„Die erste Hürde in Richtung Kulturhauptstadt haben wir erfolgreich gemeistert – jetzt geht es erst richtig los mit ‚Dornbirn plus‘. Wir sind stolz auf das, was unser gesamtes Team in den vergangenen Monaten geleistet hat. Es war ein Kraftakt, der sehr viel Spaß gemacht hat. Wir ruhen uns natürlich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern arbeiten umgehend am zweiten Bidbook weiter, um im November den Titel hoffentlich nach Vorarlberg zu holen“, so Steindl.

„Egal ob wir uns ab Herbst ‚Kulturhauptstadt Europas 2024‘ nennen dürfen, oder ob die Entscheidung im Herbst auf einen anderen Bewerber fällt: Wir werden einen Mehrwert schaffen, sowohl für die Bevölkerung, vor allem aber für die Kunst- und Kulturszene in Vorarlberg. Den Besuchern, die zu uns ins Land kommen, wollen wir zeigen, dass Vorarlberg ein offener und innovativer Ort ist, der weit über seine Grenzen hinausblickt“, erklärt die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.

Bis Ende Februar erhalten die Bewerberstädte eine detaillierte inhaltliche Rückmeldung der Jury zur Bewerbung. „Die Umsetzung des Programmes beginnt erst nach der offiziellen Vergabe des Titels. 2019 ist ein weiteres Planungsjahr und Bewerbungsjahr“, wie Steindl erklärt: „Der Prozess dauert deshalb so lange, weil die Jury sichergehen will, dass das Programm des Gewinners genügend Vorlaufzeit hat und damit die Umsetzung realistisch ist.“

Mehrwert für Bevölkerung, Kunst, Kultur und Besucher

Insgesamt sechs Kriterien müssen die Bewerberstädte erfüllen, um als Kulturhauptstadt Europas in Frage zu kommen: Sie müssen eine Langzeitstrategie aufweisen, um die kulturelle Entwicklung auch über das Kulturhauptstadtjahr hinaus zu gewährleisten. Als größte europaweite Kulturinitiative muss die Bewerberstadt oder -region außerdem über eine europäische Dimension verfügen. Hinzu kommen das für das Kulturhauptstadtjahr entworfene Kulturprogramm, die Einbindung der Bürger sowie die Verwaltung.

Das bestätigt auch Bettina Steindl: „Die Tatsache, dass wir gemeinsam als Region antreten, zeigt, dass wir die europäischen Werte authentisch leben und repräsentieren – das hat auch die Jury so gesehen.“ Auch wenn „Dornbirn plus“ den Titel als „Kulturhauptstadt Europas 2024“ in der Finalentscheidung im Herbst 2019 nicht bekommen sollte, werden Teile des Programms gemeinsam mit Kulturinstitutionen aus der Region umgesetzt. „Vor allem aber werden die bereits geschlossenen Kooperationen und Netzwerke weitergeführt“, wie Kaufmann abschließend erklärt.

Kulturhauptstadt Europas

Das Projekt „Kulturhauptstadt“ ist das größte länderübergreifende Kulturprojekt Europas. Ein festgelegtes Rotationsprinzip sieht jährlich zwei Städte in der EU als Kulturhauptstadt vor. Im Jahr 2024 sind Österreich und Estland an der Reihe, die Kulturhauptstadt zu stellen. Eine unabhängige zwölfköpfige Expertenjury beurteilt die Bewerbungen und trifft ihre Entscheidung auf Basis von sechs Kriterien – darunter die kulturellen Inhalte und die europäische Dimension der Bewerbung. Absicht der Initiative ist es, dazu beizutragen die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa sichtbar zu machen und ein besseres Verständnis der europäischen Bürger füreinander zu ermöglichen.