Stadtverwaltung Hohenems
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06.05.2019

Glanzvolle Eröffnung der „Arche Noah - Sammlung Kunst & Natur“ im Bäumlerpark

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Faszinierte, überraschte, teils fassungslose Gesichter – besser als mit diesem Eindruck kann man das Gefühl bei der Eröffnung der „Arche Noah Sammlung Kunst & Natur“ vom vergangenen Donnerstag im Emser Bäumler Park kaum beschreiben. Was den staunenden Besuchern hier gezeigt wurde, bekommt man sonst nur in großen Galerien und Museen der Weltmetropolen zu sehen.

Das Museumsprojekt "Arche Noah" hat Gründer, Naturfreund und Kunstsammler Hans Bäumler seit rund 10 Jahren mit Hingabe und Herzblut verfolgt: Nachdem durch seinen Sohn Frederik Bäumler in den vergangen 9 Jahren die ehemalige Produktionsfläche in den heutigen „Bäumler Park“ transformiert wurde, entstand auf Seiten des Seniors die Idee, Teile des Areals als Museumsfläche zu nutzen und auszubauen – und das vollständig aus privaten Mitteln.
Konsequent wurde mit modernster Museumstechnik und Architektur dieses Ziel umgesetzt: Nun werden über 100 hochkarätige Kunstwerke des Sammlers Hans Bäumler auf über 600 qm äußerst ansprechend und ästhetisch in Szene gesetzt. Dies auch dank einer der Firma Zumtobel entwickelten Beleuchtungslösung. Es finden sich sowohl wertvolle Gemälde der Münchner Schule, des französischen -und deutschen Impressionismus, wie auch einige Expressionisten. Die Namen neben den Gemälden lassen nichts Anderes als kunstgeschichtliche Ehrfurcht zu: Monet, Renoir, Degas, Gaugin, Corinth, Picasso und eine der größten Spitzweg-Kollektionen in Privatbesitz, zieren die Wände. Dabei wurde durch Prof. Dr. Tobias G. Natter und Frederik Bäumler auf eine lückenlose Aufarbeitung und Zertifizierung aller Gemälde – auch in Zusammenarbeit mit Experten von Christie's und dem Art Loss Register, London, geachtet.
Nicht weniger beeindruckend ist die direkt daneben angesiedelte „Arche Noah - Sammlung Natur“: Hier bekommt man über 500 ausgezeichnete Tierpräparate zu Gesicht. Allein die Vogelsammlung zählt 200 Exemplare. All dies auch in Zusammenarbeit und mit großzügigen Leihgaben und Spenden der Jägerschaften aus Bayern, der Schweiz und Südtirol. Aber auch Fossilien, Mineralien, Schmetterlinge und Wildtiere aus aller Welt füllen hier die Ausstellungsfläche. Großer Wert wurde dabei laut dem betreuenden Fachmann aus der Vorarlberger Jägerschaft Mag. Jörg Gerstendörfer, auf die Einhaltung des Washingtoner Artenschutzabkommens gelegt.
Gefragt nach den Gründen, warum er diese beeindruckenden Ausstellungen geschaffen hat, antwortet Gründer Hans Bäumler: „Mein Leben lang war ich gern auf Reisen - und hier besonders gern in unberührten Naturräumen. Ich musste über die Jahre zunehmend beobachten, wie diese Flächen kleiner werden- und teils verschwinden. Der Artenreichtum nimmt ab. Ähnliches gilt für die Welt der Kunst. Es war mir ein Anliegen, hier 130 Jahre Kunstgeschichte zu konservieren und zugänglich zu machen, denn auch in der Kunst der klassischen Moderne kann man eine gewisse Verarmung feststellen. Daher auch der Name der Ausstellungen: „Arche Noah“ – nach dem Vorbild des biblischen Noah, der auf seiner Arche praktisch das Leben auf der Welt vor der Sintflut gerettet hat. Ein großes Dankeschön gilt an der Stelle meinem Sohn Frederik, ohne den es dieses Projekt so nicht geben würde – und natürlich Kurator Prof. Dr. Tobias G. Natter, welcher uns unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten höchst kompetent beraten hatte und die Ausstellung beeindruckend neu arrangierte.“
Auch Bürgermeister Dieter Egger würdigte bei der Eröffnung die Ausstellung: „Es ist einfach unschätzbar, was hier dank des Engagements von Hans Bäumler nun in Hohenems geschaffen und für staunende große und kleine Besucher zugänglich gemacht worden ist. Er reiht sich damit lückenlos in die Riege der zahlreichen Pioniere und Entwickler in der Hohenemser Geschichte ein, die die Stadt zu dem gemacht haben, was sie heute ist und ihre Inspirationskraft ausmacht. Es macht auch wirklich stolz, Bürgermeister einer Stadt zu sein, in der nun die bedeutendste private Kunstausstellung zwischen München und Zürich angesiedelt ist. Der ganzen Familie Bäumler gilt hier im Namen der Stadt ein ganz großes Dankeschön!“

Alle Infos und Öffnungszeiten finden sich auf www.arche-noah-museum.at
Nach Vereinbarung sind auch außerhalb der Öffnungszeiten individuelle, auf die jeweiligen Besucher und Altersgruppen abgestimmte Führungen und Firmenevents möglich.