Stadtverwaltung Hohenems
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16.01.2018

IV-Neujahrsempfang

Am Montag, dem 15. Jänner 2018, fand der alljährliche Neujahrsempfang der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV) in der Otten Gravour statt.

IV-Präsident Mag. Martin Ohneberg stellte das Motto „Mehr Mut im Land, mehr Zusammenarbeit im Bund!“ ins Zentrum seiner Neujahrsansprache. Zwei Jahre nach der Präsentation der Industriestrategie „Vom Mittelmaß zur Exzellenz“ und ein Jahr nach dem vertiefenden Konzept „Vorarlbergs urbaner Weg“ zog der IV-Präsident eine Bilanz zum Umsetzungsstand, zu den offenen Themen und zum neuen „Vorarlberger Weg“ auf Bundesebene.

Dem „Vorarlberger Weg“, der sich landläufig durch Tugenden wie Fleiß, Konsequenz, Sparsamkeit, Hausverstand und Ehrenamt auszeichnet, fügte Ohneberg mit Blick in die Zukunft einige neue Aspekte hinzu: „Es sind drei Stoßrichtungen, die den Vorarlberger Weg in Zukunft bestimmen sollten: Erstens Innovation, zweitens Intelligenz und drittens Vernetzung. Und das unterfüttert mit einer größeren Portion an Mut.“ So gelte es, die beiden dringendsten Engpässe bei den Arbeitskräften und bei Grund und Boden im Land selber anzugehen. Der IV-Präsident skizzierte vier Themenbereiche, auf die der Fokus auf Landesebene im Jahr 2018 gelegt und die mit dieser Einstellung angegangen werden sollten. Dies sind: Raumplanung und Infrastruktur, Innovation und Digitalisierung, Region rund um Vorarlberg sowie die Marke Vorarlberg.

Für den IV-Präsidenten müsse es auch erlaubt sein, über Leuchtturmprojekte wie die „Wälderbahn“ nachzudenken, diese zu prüfen und in die Umsetzung zu bringen, ebenso wie auch der Prozess zur europäischen Kulturhauptstadt 2024, unter der Voraussetzung eines nachhaltigen Konzepts, nicht aufgegeben werden sollte.

Mehr Zusammenarbeit im Bund

Die bisherige Herangehensweise, den Bund für Fehlentwicklungen verantwortlich zu machen und nach Wien zu schimpfen, kritisierte Ohneberg. Er forderte angesichts der neuen Regierungskonstellation auf Bundesebene einen Richtungswechsel in Richtung mehr Zusammenarbeit im Sinne eines effizienten Staates.
Er stehe zu einem budgetären Spielraum in Vorarlberg und einem Wettbewerb zwischen den Bundesländern. Er stehe aber auch dazu, öffentliche Systeme und Strukturen, die sich über Jahrzehnte aufgebaut haben, im digitalen Zeitalter zu überdenken und effizienter zu gestalten.

Abschließend resümierte Ohneberg, dass sich die Vorarlberger Industrie – „mit der Stärke, dass wir 40 Prozent der Wertschöpfung im Land generieren und für jeden dritten Arbeitsplatz in Vorarlberg sorgen“ – im Land und auf Bundesebene für diesen „Vorarlberger Weg“ einsetzen werde: „Mehr Mut im Land, mehr Zusammenarbeit im Bund!“