Stadtverwaltung Hohenems
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Bürgermeldungen
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Stadtplan
19.09.2018

Umsetzung der gemeinsamen Vision kommt voran!

Die Verantwortlichen des Vereins Agglomeration Rheintal haben die nächsten Schritte zu einem genehmigungsfähigen Agglomerationsprogramm eingeleitet.

Nach der Genehmigung des Zukunftsbildes durch die Mitgliedsgemeinden im Frühjahr 2018 galt es, den Handlungsbedarf in den einzelnen Fachbereichen zu identifizieren und entsprechende Arbeiten voranzutreiben. So wird nun die Gesamtverkehrskonzeption erarbeitet und gleichzeitig die regionale Abstimmung Siedlung (Entwicklungsschwerpunkte, Arbeitsplatzgebiete) in Koordination mit dem Richtplan des Kantons St. Gallen und dem Vorarlberger Raumbild 2030 vorgenommen.

Potenziale des Fahrradverkehrs besser nutzen

Die großen Potenziale des Radverkehrs sollen im Alltag noch stärker genutzt werden. Ziel ist es, konkrete Infrastruktur-Projekte zur Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs zu erarbeiten.
Für den Fußverkehr werden vor allem Grundlagen erhoben, welche eine Übersicht über das Hauptangebot und die Vernetzung von Bahnund Busbahnhöfen sowie publikumsintensiven Einrichtungen bietet.

Klärungsbedarf bei Arbeits- und Betriebsgebieten

Entsprechen die Reserven nachweislich dem künftigen Bedarf? Wie können die Reserven geordnet entwickelt werden? Wie wird mit nicht verfügbaren Reserven umgegangen? Sind die Nutzungen auf die Verkehrssituation abgestimmt? Sind verkehrsseitig Verbesserungsmaßnahmen nötig? Existiert eine Ansiedlungspolitik, welche die richtigen Nutzungen an den richtigen Standort lenkt? Eine Klärung und Einigung in diesen Fragen wird zuerst auf der Schweizer Seite des Agglomerationsperimeter gemeinsam mit den zwölf St. Galler Rheintal-Gemeinden erarbeitet. Eine effiziente Verkehrsplanung muss sich zwingend auf eine regional abgestimmte Siedlungspolitik abstützen können. Denn dies ist eine der Grundvoraussetzungen um überhaupt Bundesmittel für den Bau von Infrastrukturprojekten zu erhalten.

Herausforderung grenzüberschreitender öffentlicher Verkehr Das Zukunftsbild zeigt mögliche grenzüberschreitende öffentliche Verbindungen (H-Konzept) auf, welche direktere Wege über die Grenze mit wenig Umsteigeorten vorsehen. Die Nutzung des öffentlichen Verkehrs basiert einerseits auf der Verfügbarkeit direkter Linien mit hoher Taktfrequenz, soll andererseits aber auch bezahlbar sein. Aktuell bestehen zu große Tarifunterschiede zwischen dem St. Galler und Vorarlberger Rheintal.
Der Verein Agglomeration Rheintal erachtet es deshalb als zwingend, dass zuerst die Möglichkeiten für eine Angleichung der Tarife ausgelotet werden, bevor Arbeiten an Netzkonzeptionen
starten.

Verkehrliche Entlastung mittleres Rheintal

Die leistungsfähigen, hochrangigen Autobahnverbindungen beidseits des Rheins dienen quasi als Arterien des Verkehrssystems. Für das nördliche Alpenrheintal ist z. B. die S18-Nachfolgelösung zentral. Sie ist tragender Pfeiler eines funktionierenden Verkehrssystems im nördlichen Alpenrheintal.
Auch im Mittleren Rheintal soll dazu eine tragfähige Lösung erarbeitet werden. Nur mit leistungsfähigen Verbindungen der beiden Autobahnen ist es möglich, den Verkehr in den Dörfern zu beruhigen und dort die notwendigen Freiräume für den beabsichtigten Ausbau des ÖV und des Fuß- und Radverkehrs zu schaffen.
Im Raum Widnau/Balgach – Diepoldsau – Hohenems, aber auch entlang der Achse Widnau – Altstätten wurden bereits mehrfach auf unterschiedlichen Stufen Möglichkeiten für eine grundlegende Verbesserung der verkehrlichen Situation entwickelt. Bisher bestehen für keinen Lösungsansatz Aussichten auf eine Realisierung. Deshalb hat sich der Vorstand des Vereins Agglomeration Rheintal entschieden, in Gesprächen mit den betroffenen Gemeinden eine Strategie zu entwickeln, wie diese Probleme anzugehen sind und auf welche Weise tragfähige und breit abgestützte Lösungen gefunden werden können.