Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
13.08.2018

Rhein-Hochwasser (9): Wie ohne eigenes Auto flüchten?

Eine Minute lang ist ein auf- und abschwellendes Sirenensignal zu vernehmen – und eine Evakuierung wurde angeordnet? Dann besteht akute Gefahr für die Bevölkerung; vom Hochwasser gefährdete Gebiete entlang des Alpenrheins, für welche die Evakuierung verfügt wurde, müssen nun so schnell wie möglich geräumt werden, da eine unmittelbare Überflutung droht. Menschenleben sind in Gefahr!

Wenn das auf- und abschwellende Sirenensignal aufheult, dann sollte die Bevölkerung schon vorbereitet sein: Das Notgepäck sollte u. a. persönliche Dokumente, Bargeld und erforderliche Medikamente enthalten. Es sollte auch an etwas Reiseproviant gedacht werden. Das Allernötigste sollte in einem Rucksack oder in einer Umhängetasche verstaut werden. Auch möglicherweise vorhandene Haustiere dürfen bei den Vorbereitungen zur Evakuierung nicht vergessen werden.

Regionale Radiosender und andere offizielle Kanäle (z. B. Internet-, Facebook- oder Twitter-Kanäle der Gemeinden) versorgen laufend mit Mitteilungen über das aktuelle Geschehen: Anweisungen der Einsatzleitung ist unbedingt Folge zu leisten! Die Einsatzleitung teilt für jede Evakuierungszone eine genaue Fluchtroute mit; diese führt sicher außerhalb des Gefahrengebietes. Eine private Notunterkunft soll nach Verlassen der Gefahrenzone über die Fluchtroute direkt angesteuert werden. Möchte man eine öffentliche Notunterkunft nutzen, dann muss die angegebene Sammelstelle aufgesucht werden – dort gibt es weitere Informationen.

Bei einer Flucht mit dem eigenen Auto sollte ein ruhiger Kopf bewahrt werden; auf eine bedächtige Fahrweise ist zu achten, Hektik ist – trotz wahrscheinlicher Verzögerungen und Staus – zu vermeiden. Die Flucht kann bei einer Evakuierung, wenn kein eigenes Auto zur Verfügung steht, auch im Bus erfolgen. Hierfür muss lediglich die nächstgelegene Haltestelle aufgesucht werden. Dort sollte man warten, bis einer der von der Einsatzleitung organisierten Busse vorbeikommt. Dieser wird alle zu evakuierenden Personen in Sicherheit bringen. Auch in diesem Fall sollte die Ruhe bewahrt werden.

Die Busse fahren zu einer Sammelstelle, die von Einsatzkräften betreut wird. Hier wird über die öffentlichen Notunterkünfte sowie die weitere Vorgehensweise informiert. Selbstverständlich ist es auch möglich, etwa mit Nachbar/innen eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Lange Umwege, um Bekannte oder Freunde abzuholen, sollten aber vermieden werden: Die Zeit zwischen der Anordnung einer Evakuierung und dem tatsächlichen Eintreffen der Wassermassen kann sehr kurz sein!