Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
13.08.2018

Rhein-Hochwasser (8): Welche Sirenensignale gibt es?

Stehen die Anzeichen auf Hochwasser? Dann muss die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt werden. Dies ist wichtig, damit sich diese schnell auf eine mögliche Gefahrensituation einstellen kann – und auch auf eine eventuelle Evakuierung vorbereitet ist. Die offizielle Warnung hinsichtlich möglicher Gefahren erfolgt in ganz Österreich, also auch im Rheintal, anhand vier verschiedener Sirenensignale. Diese haben allesamt eine unterschiedliche Bedeutung.

In Österreich gibt es folgende akustische Warntöne (Sirenensignale):

  • Warnung (Gefahrensituation): dreiminütiger gleichbleibender Dauerton;
  • Alarm (unmittelbare Gefahr): auf- und abschwellender Heulton, ca. 1 Minute;
  • Entwarnung (Ende der Gefahrensituation): gleichbleibender Dauerton, ca. 1 Minute;
  • Feuerwehralarm: Sirenensignal, dreimal 15 Sekunden.

Ist laut Prognosen grundsätzlich ein gefährliches Hochwasser zu erwarten, wird die Bevölkerung mit einem dreiminütigen Sirenensignal gewarnt. Es gilt nun, aufmerksam die weiteren Entwicklungen zu verfolgen – man sollte sich jetzt schon auf eine mögliche Evakuierung einstellen. Das genannte Signal steht für den Beginn der „Aufmerksamkeitsphase“; ohne Sirene wird dann – über Internet und die Medien – auf die „Vorbereitungsphase“ hingewiesen. Die Gefahr wird nun schon konkreter. Ein Sirenensignal mit auf- und abschwellendem Heulton, der eine Minute erklingt, steht dann für die „Evakuierungsphase“.

Bereits ab der ersten Alarmierung sollte sich die Bevölkerung ständig auf dem aktuellen Stand der Dinge halten. Die Möglichkeit hierzu bieten bereits bestehende oder eigens eingerichtete Medienkanäle, durch welche die Einsatzleitung mit den Bürgerinnen und Bürgern kommuniziert: Internet- und Facebook-Seiten sowie Twitter-Dienste der jeweiligen Gemeinde sowie regionale Radiosender halten stets auf dem Laufenden - die Meldungen werden fortlaufend aktualisiert.

Den laufenden Anweisungen über die Medienkanäle ist unbedingt und ausnahmslos zu folgen – und auch jenen der Einsatzkräfte vor Ort. Die Kanäle sollten bereits vorab gespeichert werden, sodass im Ernstfall wichtige Zeit gespart werden kann.

Achtung: Nicht-offizielle Quellen können durch falsche, übertriebene „Informationen“ dazu beitragen, dass gefährliche Paniksituationen entstehen. Lediglich die offiziellen Kanäle sind vertrauenswürdig – und garantieren richtige und aktuelle Informationen.

Strikt abzuraten ist, sich am Rheindamm selbst ein Bild über Pegelstände usw. zu verschaffen. Dadurch wird die eigene Sicherheit massiv gefährdet.

Unbedingt vermeiden: Die Notrufnummern (auch jene der Rettungs- und Feuerwehrleitstellen) sind nicht dazu da, um Auskünfte über die aktuelle Hochwassergefahr einzuholen. Sollten diese blockiert sein, dann kann Menschen, die tatsächliche Unterstützung benötigen, nicht ausreichend geholfen werden.

Bereits ab der ersten Alamierung sollte auf das Telefonieren mit einem Mobiltelefon weitgehend verzichtet werden. Übermäßige Nutzung kann das Netz überlasten, in der Folge bricht dieses zusammen und kann von niemandem mehr genutzt werden. Sowohl in der Vorbereitungs- als auch in der Evakuierungsphase wird die Bevölkerung von der Einsatzleitung rechtzeitig und verlässlich über alle wichtigen Entwicklungen und Schritte informiert. Diesen Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten, um einen reibungslosen Ablauf in einer besonderen Situation gewährleisten zu können.