Stadtverwaltung Hohenems
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Bürgermeldungen
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Stadtplan
04.07.2018

Rhein-Hochwasser (5): Wie werden Pflegepatient/innen evakuiert?

Ein Hochwasser durch den Alpenrhein ist eine nicht auszuschließende Gefahr. Trotz vielfältiger moderner Schutzmaßnahmen kann der Ernstfall nicht ganz ausgeschlossen werden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in einem solchen das Richtige tun, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten. Ein besonderes Augenmerk liegt im Evakuierungsfall auf Personen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen - und deshalb auf externe Unterstützung angewiesen sind.

Schon vorab können konkrete Schutzvorkehrungen für Personen, die sich in häuslicher Pflege befinden, getroffen werden. Diese müssen sich, wenn sie nicht eigenständig oder mit Hilfe der Angehörigen flüchten können, vorab ein Formular besorgen und ausfüllen: Dieses wird dann in der Aufmerksamkeitsphase (dreiminütiger Sirenen-Dauerton) an die Gemeinde weitergeleitet – entweder direkt oder über E-Mail (eigene Adresse).

Bei einem drohenden Hochwasser ordnet die Gemeindeeinsatzleitung die Evakuierung von Menschen, die sich in Pflege befinden, schon in der Vorbereitungsphase an. Bei diesen ist mit höherer Vorsicht vorzugehen – und somit auch mit einem höheren Zeitaufwand zu rechnen.

Für jene hilfsbedürftigen Pflegepatient/innen, die über das genannte Formular um Hilfe ersucht haben, veranlasst die Einsatzleitung die Abholung. Wenn irgendwie möglich, sollte eine Begleitung durch einen Angehörigen oder eine Pflegekraft gewährleistet werden.

Die Pflegepatient/innen werden zu öffentlichen Notunterkünften gebracht, in denen sie versorgt werden. Bei einer selbständigen Evakuierung ist entweder eine private Notunterkunft außerhalb des Gefahrengebietes aufzusuchen – oder eine Sammelstelle, an der Auskunft über eine angemessene öffentliche Notunterkunft erteilt wird bzw. eine solche zugewiesen wird.

Nicht nur die technische Durchführung, sondern auch die mentale Betreuung ist beim Evakuieren von Pflegepatient/innen wichtig: Es muss behutsam vorgegangen und die Ruhe bewahrt werden. Die jeweiligen Maßnahmen werden dabei dem/der Patienten/Patientin erklärt, um zu beruhigen. Hektik oder Angst sollen verringert werden – oder bestenfalls gar nicht erst aufkommen.