Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
13.08.2018

Rhein-Hochwasser (4): Wie bringe ich meine Familie in Sicherheit?

In jüngster Zeit sind zahlreiche Vorkehrungen entlang des Alpenrheines getroffen worden, um die Sicherheit der Bevölkerung auf ein Maximum zu steigern. Dennoch sind Hochwasser eine nicht auszuschließende Gefahr – und jederzeit möglich! Im Ernstfall zählt jede Sekunde: Die in Gefahrengebieten lebenden Personen müssen schnell und richtig handeln, um sich und auch ihre Familien in Sicherheit zu bringen.

Wird bei drohender Hochwassergefahr bekanntgegeben, dass die Aufmerksamkeitsphase durch die Vorbereitungsphase abgelöst wird, dann sollte rasch das Nötigste zusammengepackt werden. Pro Familienmitglied ist nur eine Umhängetasche oder ein Rucksack vorzusehen, damit die Hände frei bleiben. Persönliche Dokumente, Bargeld und erforderliche Medikamente dürfen nicht vergessen werden. In der Broschüre, welche von der Gemeinde flächendeckend verteilt worden ist, befindet sich der individuelle Notfallplan (der vorab ausgefüllt werden muss). Enthalten ist auch eine Checkliste, die Tipps für das richtige Packen enthält.

Im Notfallplan ist vorab auch die Evakuierungszone einzutragen, in der sich das eigene Heim befindet - und die Adresse der privaten Notunterkunft, falls eine solche vorhanden ist. Die Evakuierungszone des eigenen Standortes kann mit dem Überflutungs-Checker (www.vorarlberg.at/warnung) ganz einfach ermittelt werden. Über eine private Notunterkunft sollten sich Familien schon vorab Gedanken machen. Verwandte, Freunde oder Bekannte, die außerhalb der Gefahrenzone wohnen, können bereits im Vorfeld um Unterschlupf in einer Notsituation gebeten werden.

In der Vorbereitungsphase werden Schulen, Kindergärten oder Kinderbetreuungen geschlossen – die Kinder müssen Zuhause bleiben.

Ertönt ein auf- und abschwellender Sirenenheulton (der eine Minute dauert), dann folgt auf die Vorbereitungsphase die so genannte Evakuierungsphase. Das heißt: Für eine bestimmte Zone, die bekanntgegeben wird, wird die Evakuierung ausgerufen. Es ist an der Zeit, das Notgepäck zu nehmen und sich und die Familie außerhalb des Evakuierungsgebietes zu bringen. Dies kann entweder mit dem eigenen Auto oder im Bus erfolgen. Nicht vergessen, einen kleinen Reiseproviant und genügend Trinkwasser mitzunehmen.

Bei der Flucht mit dem Auto wird es sehr wahrscheinlich zu Verzögerungen und Staus kommen: Da sollte man die Ruhe bewahren – und auf jeden Fall bedächtig fahren. Die Fluchtroute wird für jede Evakuierungszone festgelegt – und von den Einsatzkräften mitgeteilt. Es wird empfohlen, sich auf dem Laufenden zu halten – über die verschiedenen Medien wie offizielle Internetseiten, Radiosender oder soziale Netzwerke (Facebook oder Twitter).

Soll die Flucht im Bus erfolgen, so sollte man sich zur nächstgelegenen Haltestelle begeben und dort warten. Von der Einsatzleitung werden Busse organisiert, welche die zu evakuierenden Personen abholen – und zu sicheren Sammelstellen bringen. An diesen wird Auskunft über öffentliche Notunterkünfte erteilt bzw. solche zugewiesen.

Es kann auch passieren, dass die Evakuierung ganz plötzlich ausgerufen werden muss, z. B. bei einem Dammbruch. Dann müssen Häuser bzw. Wohnungen umgehend verlassen werden. Sollten sich zu diesem Zeitpunkt noch Kinder in der Schule oder im Kindergarten befinden, so werden diese von dort aus in Sicherheit gebracht und evakuiert. Eltern werden benachrichtigt und über den Verbleib der Kinder informiert.