Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
13.08.2018

Rhein-Hochwasser (10): Wie können Gebäude geschützt werden?

Der Alpenrhein ist mit einer Länge von ca. 90 Kilometern und einem Einzugsgebiet von etwa 6.100 Quadratkilometern der größte Zubringer des Bodensees. Im Normalfall ist er ein ruhiger Fluss, bei anhaltenden starken Regenfällen sind aber sehr hohe Fließgeschwindigkeiten und Abflussmengen möglich. Man sollte sich also der Gefahren des „größten Wildbaches Europas“ ständig bewusst sein: Aufgrund der dichten Besiedlung des Talbodens entlang des Flusslaufes ist bei einem Hochwasser mit großen Schäden zu rechnen.

Idealerweise kann schon in der Bauphase daran gedacht werden, dass Überflutungen im Rheintal möglich sind. Auch in „ruhigen Zeiten“ können noch bauliche Maßnahmen zum Schutz der Gebäude durchgeführt werden. Aber auch bei unmittelbar drohender Gefahr, also spätestens in der Vorbereitungsphase, sollten wichtige Punkte beachtet werden.

Folgende Vorkehrungen zum Schutz der eigenen vier Wände und des eigenen Hab und Gutes sollten getroffen werden:

  • Die Sicherungsmaßnahmen für das Haus bzw. die Wohnung sind gemäß dem zu erwartenden Wasserstand zu planen.
  • Wertvolle Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände können in höhere Stockwerke gebracht werden, um sie so vor eventuell eindringenden Wassermengen zu schützen. 
  • Sollten gefährliche Stoffe oder Chemikalien im Haus gelagert sein, so sind diese unbedingt außerhalb der Reichweite des Wassers zu bringen. 
  • Befindet sich im Haus ein Heizöltank, so muss dieser unbedingt gegen Auftrieb gesichert werden. Dies kann entweder durch Verankern oder auch durch Beschweren erfolgen.
  • Wichtig ist, dass keine gefährlichen Substanzen, wie etwa Heizöl, in das Wasser gelangen. Dies würde zu erheblichen Schäden für Natur und Umwelt führen. 
  • Je nach zu erwartendem Wasserstand können Fenster, Türen und andere Öffnungen mit Sandsäcken, Platten oder Folien abgedichtet werden. Diese Materialien sind selbstverständlich schon vorab bereit zu halten. Informationen, wie stark das eigene Haus bzw. die eigene Wohnung von einem Hochwasser betroffen sein wird, gibt der Überflutungs-Checker (www.vorarlberg.at/warnung).
  • Das Haus bzw. die Wohnung soll von der Strom-, Öl-, Gas-, und Wasserversorgung getrennt werden (kurz bevor sie das Haus bzw. die Wohnung verlassen!)

Angst vor Plünderungen in der Evakuierungszone braucht niemand zu haben. Alle geräumten Gebiete werden von der Polizei überwacht, kontrolliert und geschützt!