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17.07.2018

Wasservögel – nicht füttern, sondern schützen!

Wasservögel – nicht füttern, sondern schützen!
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Wasservögel zählen bei uns zu den Wildtieren und folgen daher normalerweise ihrem natürlichen Trieb. Künstliche Futterzugabe durch den Mensch fördern diesen Trieb nicht, sie können ihn dadurch sogar verlieren. Zur natürlichen Nahrung gehören Kleintiere wie Muscheln und (Wasser-)Pflanzen, welche zur Genüge vorhanden sind. Getreide, Brot oder Speisereste sind völlig ungeeignet für Wasservögel, schimmliges Brot ist für Vögel genauso giftig wie für uns. Auch werden Wasservögel durch diese Art der Fütterung träge und deutlich anfälliger für Krankheiten und Parasiten.

Nicht aufgenommene Futterreste und der ausgeschiedene Kot führen zu erhöhten Nährstoffeinträgen und Fäulnisprozessen in den Gewässern, dadurch kommt es zu vermehrtem Algenwachstum und starker Sauerstoffzehrung durch Abbauprozesse. Dabei entstehen in diesem Milieu Bakterienkolonien, die für Mensch und Tier gefährlich sein können. Durch die Fütterung fördert man den Zuzug von immer mehr Vögeln. Unnatürlich viele Vögel an einem Standort können zu starken Verschmutzungen führen, welche erhebliche Folgen annehmen: vom Fischsterben bis zum Umkippen des Gewässers.

Am Uferbereich können Nahrungsreste Mäuse, Ratten und andere Kleintiere anlocken, was zu weiteren Verschmutzungen führt. Alle Fachstellen des Landes Vorarlberg, Birdlife Vorarlberg und die „inatura - Erlebnis Naturschau“ raten dringend von einer Fütterung der Wasservögel ab.

Eine Information des Umweltressorts!