Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
21.08.2018

Dämmmaterialien aus Styropor

Styropor

Bei Dämmstoffen aus Styropor hat sich die Einstufung der Gefährlichkeit für die Praxis wesentlich geändert. Häufig verwendete Isolationen sind EPS-Platten (zu erkennen an den einzelnen Kügelchen – landläufige Bezeichnung Styropor und Heraklit) und XPS-Platten (homogenes Material, keine Kügelchen erkennbar), die mit Schäummitteln (FCKW) geschäumt und mit Flammschutzmitteln (HBCD) versehen wurden.

Diese Stoffe gelten als problematisch, weil sie sich weltweit verteilen und sich leicht in Lebewesen anreichern. Wirkungen treten dann auf, wenn sie eine gewisse Effektschwelle überschreiten.

HBCD ist vierfach problematisch: es ist giftig, persistent (langlebig), bioakkumulierend (reichert sich in Lebewesen an) und hat ein Ferntransportpotential.
Wer aktuell in einem Haus mit HBCD-hältigen Dämmplatten wohnt, muss nach heutigem Kenntnisstand bei fachgerechter Anwendung keine negativen Effekte auf seine Gesundheit befürchten, da in der Nutzungsphase nur sehr wenig HBCD aus den Platten austritt, das über die Luft oder den Hausstaub von den Bewohnern aufgenommen werden könnte.

Fallen beispielsweise bei Hausumbauarbeiten derartige Abfälle an, sind diese ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen einer geeigneten Verbrennung zuzuführen. Da es sich hier nicht um Problemstoffe, sondern um gefährliche Abfälle (keine haushaltsübliche Menge) handelt, ist die Gemeinde zu keiner Rücknahme verpflichtet. Die Abgabe erfolgt  bei einem Entsorger in der Nähe. Isolierschaumplatten gehören jedenfalls nicht in den Gelben Sack.