Stadtverwaltung Hohenems
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Bürgermeldungen
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Stadtplan
04.04.2018

Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz (4)

Die landesweite Aktion Demenz möchte ein besseres Verständnis für diese Krankheit und den richtigen Umgang damit ermöglichen. Daher wird jeweils in der ersten Gemeindeblattausgabe eines Monats (seit Jänner) je eine von insgesamt zehn Fragen zum Thema Demenz beantwortet, wodurch die Bürger/innen wichtige Informationen, Tipps und Hilfsangebote erhalten.

Sie finden alle Beiträge nach Veröffentlichung im Gemeindeblatt auch online unter www.hohenems.at/demenz.

Frage 4: Erstellen eines Befundes und Therapie der Demenz?

Ab und zu etwas zu vergessen muss kein Anzeichen von Demenz sein. Kommen aber langanhaltende Gedächtnisverluste mit Stimmungsschwankungen und einer Persönlichkeitsveränderung dazu, sollte dringend der Hausarzt/die Hausärztin aufgesucht werden. Er/sie ist der/die erste Ansprechpartner/in, wenn es darum geht, einen Befund zu erstellen.

Erstellen eines Befundes

Dazu gehört eine sorgfältige Untersuchung des körperlichen und psychischen Zustandes. Denkvermögen, Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit werden mithilfe psychologischer Tests erfasst. Laborbestimmungen und bildgebende Verfahren wie etwa Computer-Tomografie oder MRT (Magnetresonanztomografie) vervollständigen eine umfassende Diagnose. Der Hausarzt/die Hausärztin wird dazu Spezialist/innen wie Neurolog/innen, Neuropsycholog/innen, Psychiater/innen und Radiolog/innen hinzuziehen. Auch Angehörige sind von Bedeutung: Sie ermöglichen eine objektive Einschätzung, da sie die Betroffenen am besten kennen.
So schmerzlich es ist, von der Diagnose Demenz betroffen zu sein, der Anspruch darüber informiert zu werden – oder auch nicht – steht allen zu. Es gilt mit dem Arzt/der Ärztin abzuklären, ob und wie viel den Betroffenen mitgeteilt wird. Allerdings bietet eine Diagnose auch die Möglichkeit, sich damit auseinanderzusetzen und seine weitere Lebensplanung zu gestalten.

Therapie

Medikamentöse Therapie

Demenzen wie z. B. die Alzheimer-Demenz sind noch nicht heilbar. Durch die Einnahme sogenannter Antidementiva können aber die Symptome der fortschreitenden Demenz gelindert und hinausgezögert werden.

Nichtmedikamentöse Therapie

Dazu gehören u. a. die Verhaltenstherapie, Selbst-Erhaltungs-Therapie, Erinnerungs-, Musik- und Kunsttherapie. Die Persönlichkeit und die Verfassung der Betroffenen sind bei der Wahl einer Therapie ausschlaggebend. Wesentlich für die eigene Lebensqualität und die der Angehörigen sind menschliche Zuneigung, Beschäftigung, Aktivierung und eine demenzgerechte Gestaltung des Lebensraumes.

Im Rahmen der Aktion Demenz sind – mit Unterstützung der Vorarlberger Landesregierung – drei Broschüren mit dem Titel „Leben mit Demenz“ erschienen. Sie enthalten weiterführende und umfassende Informationen und sind kostenlos bei connexia, bei den Gemeindeämtern, den Sozialzentren sowie Mobilen Hilfsdiensten und Krankenpflegevereinen von Hohenems und den Kummenberggemeinden zu beziehen.

Kontakt und Information: connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege gem. GmbH, Tel. 05574/48787, E-Mail info@aktion-demenz.at  oder www.aktion-demenz.at