Stadtverwaltung Hohenems
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Bürgermeldungen
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Stadtplan
17.05.2018

Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz (5)

Die landesweite Aktion Demenz möchte ein besseres Verständnis für diese Krankheit und den richtigen Umgang damit ermöglichen. Daher wird jeweils in der ersten Gemeindeblattausgabe eines Monats (seit Jänner) je eine von insgesamt zehn Fragen zum Thema Demenz beantwortet, wodurch die Bürger/innen wichtige Informationen, Tipps und Hilfsangebote erhalten.

Sie finden alle Beiträge nach Veröffentlichung im Gemeindeblatt auch online unter www.hohenems.at/demenz.

Frage 5: Vorbeugende Maßnahmen bei der Demenz?

Jede Demenz ist die Folge unterschiedlicher Ursachen und nimmt einen individuellen Verlauf. Mithilfe vorbeugender Maßnahmen kann aber auf deren Entwicklung Einfluss genommen werden. Dabei unterscheidet man drei Arten von Prävention:

1. Primärprävention dient der Erhaltung der bestehenden Gesundheit und setzt zu einem Zeitpunkt ein, an dem noch keine körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen festzustellen sind. Langzeitstudien belegen, dass geistiges und motorisches Training Demenzen entgegenwirken kann, ebenso wie ein gesunder Lebenswandel. Dazu gehören Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, das Meiden von Alkohol, Nikotin und Drogen und eine frühzeitige Behandlung von Bluthochdruck, des Weiteren ein bewusster Einsatz des Gedächtnisses in Form von Weiterbildung, Lesen, Sprachstudien etc. Generell gilt, dass eine positive Lebenseinstellung und ein aktives, sinnerfülltes Leben jung halten.

2. Sekundärprävention beginnt nach dem Erhalt einer Diagnose. Sie soll bestehende Fähigkeiten so lange wie möglich erhalten. Dabei helfen nicht-medikamentöse Therapien wie z. B. eine Verhaltenstherapie, Selbst-Erhaltungs-Therapie, Erinnerungs-, Musik- und Kunsttherapie u.v.m. Dadurch kann kostbare Lebenszeit aktiv genutzt und ein hohes Maß an Selbstbestimmung erreicht werden.

3. Tertiärprävention hat zum Ziel, Betroffene emotional, sozial und medizinisch optimal zu versorgen. Im Laufe einer Demenz rückt das emotionale Erleben immer mehr in den Vordergrund. Die Gefühle und das Empfinden Betroffener in den Versorgungsstrukturen zu berücksichtigen, ist für das Wohlbefinden von entscheidender Bedeutung.

Dass Vorbeugung eine Demenz verhindern kann, ist nicht erwiesen. Aber eine bewusste und frühzeitige  Prävention kann dabei helfen, mit demenziellen Veränderungen besser umzugehen und zurechtzukommen.

Im Rahmen der Aktion Demenz sind – mit Unterstützung der Vorarlberger Landesregierung – drei Broschüren mit dem Titel „Leben mit Demenz“ erschienen. Sie enthalten weiterführende und umfassende Informationen und sind kostenlos bei connexia, bei den Gemeindeämtern, den Sozialzentren sowie Mobilen Hilfsdiensten und Krankenpflegevereinen von Hohenems und den Kummenberggemeinden zu beziehen.

Kontakt und Information: connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege gem. GmbH, Tel. 05574/48787, E-Mail info@aktion-demenz.at oder www.aktion-demenz.at