Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
13.08.2018

Dämmmaterialien aus Mineralfasern

Mineralfaser

Dämmmaterialen aus Mineralfaser (z. B. Steinwolle, Glaswolle), die vor 2002 hergestellt und in Umlauf gebracht wurden, gelten wegen ihrer asbestähnlichen Eigenschaften als gefährliche Abfälle.

In der Praxis bedeutet das, dass Dämmmaterialen aus Mineralfasern in Zukunft wie Asbest gesammelt und behandelt werden müssen. Eine genaue Ermittlung des Alters ist nicht bzw. nur sehr schwer möglich. Daher wird empfohlen, separat zu sammeln und solche Materialien nicht gemeinsam mit Bauschutt gemischt (Baurestmassen) oder Sperrmüll zu sammeln. Das hätte nämlich zur Folge, dass der gesamte Abfall als gefährlich eingestuft wird, was zu erheblichen Mehrkosten führt.

Fallen solche Stoffe an, sind diese bereits am Ort des Entstehens getrennt von anderen Abfällen zu sammeln und in reißfesten, staubdichten Säcken (z. B. Big Bag) mit Angaben über Art des Abfalls zu verpacken, damit es zu keiner Faserfreisetzung kommt. Die Kennzeichnung erfolgt unter SN 31437.

Achtung!

Bei der Nichtumsetzung dieser neuen Vorgabe kann es zu einer „Annahmeverweigerung“ beim Entsorger kommen bzw. die gesamte Ladung muss als „gefährlicher Abfall“ eingestuft werden, was zu erhöhten Entsorgungspreisen führt.

Auch bei Dämmstoffen aus Styropor hat sich die Einstufung der Gefährlichkeit für die Praxis wesentlich geändert. s’Blättle informiert in der nächsten Ausgabe.