Stadtverwaltung Hohenems
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16.01.2018

„Bum“ wird zum Lebensretter!

Harald Jochum mit Guntram „Bum“ Heinzle

Ereignisreiche Szenen spielten sich am Dienstag, dem 9. Jänner 2018, gegen 22.30 Uhr in einer Wohnanlage in Hohenems ab. Mit Guntram „Bum“ Heinzle wurde ein Feuerwehrmann aus Hohenems zum Lebensretter, jedoch nicht im Einsatz, sondern in seiner unmittelbaren Nachbarschaft.

Zuhause hörte er plötzlich ein ungewohntes Piepsen, das er sich zunächst nicht erklären konnte. Nachdem er in seiner Wohnung nichts feststellen konnte und es auch nicht die Alarmanlage eines parkenden Autos war, bemerkte er, dass das Piepsen aus der Wohnungstür der Nachbarwohnung herausdrang. Über den Balkon sah er schließlich dichten Qualm in der Nachbarwohnung. Er alarmierte über die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle unverzüglich seine Kameraden der Feuerwehr Hohenems. Gemeinsam mit der in kurzer Zeit am Einsatzort eingetroffenen Feuerwehr und Einsatzkräften von Rettung und Polizei wurde der bereits bewusstlose Hohenemser Harald Jochum schließlich aus seiner verrauchten Wohnung geborgen.
Kurze Zeit später kam er auch wieder zu Bewusstsein. Nicht auszudenken, wäre sein Nachbar „Bum“ nicht aufmerksam zur Stelle gewesen.

Schön, dass man solche Nachbarn hat – Sicherheit geht uns alle etwas an!

„Ein großes Dankeschön an alle Einsatzkräfte und insbesondere an ‚Bum‘. Ohne seinen sofortigen Einsatz wäre ich vermutlich jetzt nicht mehr da. Es ist schön zu wissen, dass man solche Nachbarn hat, auf die man sich verlassen kann“, so der sichtlich mitgenommene Harald Jochum tags darauf gegenüber der Gemeindeblatt-Redaktion.

Der Lebensretter selbst gab sich freilich bescheiden: „Ich denke, in so einer Situation hätte vermutlich jeder so gehandelt, auch wenn ich das Geräusch zunächst nicht richtig zuordnen konnte. Es bestätigt sich aber einmal mehr die Wichtigkeit von Rauchmeldern und ich möchte hier wirklich an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, solche in ihren Wohnungen zu installieren. Wie man hier einmal mehr sieht, können diese überlebenswichtig sein“, so der passionierte Feuerwehrmann.

Auch Bürgermeister Dieter Egger bedankte sich bei Guntram Heinzle: „Guntram ist ein sehr engagierter Feuerwehrmann und hat durch sein rasches und entschlossenes Handeln ein Menschenleben gerettet. Dafür danke ich ihm von Herzen. Dieser Fall zeigt aber auch, wie wichtig es ist, dass Bürgerinnen und Bürger hinschauen und verantwortungsbewusst handeln. Jeder kann einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in unserer Stadt leisten“, so das Stadtoberhaupt.

Rauchmelder können Leben retten!

Der Experte empfiehlt einen Pyrexx 12-Jahres-Heimrauchmelder

Wie wichtig Rauchmelder sind, hat sich an diesem Beispiel eindrucksvoll gezeigt. Die richtige Handhabe und weitere Informationen erläutert Robert Franz vom gleichnamigen Hohenemser Brandschutz- und Gebäudeservice und ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Hohenems: „So wie es vergangene Woche diesem jungen Hohenemser Wohnungsbesitzer erging, kann es theoretisch jeden Haushalt treffen. Man schaltet den Herd ein, um etwas zu kochen, legt sich kurz nieder und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Zum Glück war in der Wohnung ein funktionierender Heimrauchmelder montiert, der Alarm geschlagen hat.“
Seit dem Jahr 2012 müssen laut Bautechnikverordnung in allen Wohnräumen von Neubauanlagen und Umbauanlagen Heimrauchmelder installiert werden.
In Wohnhäusern und Wohnanlagen, die vor dem Jahr 2012 erbaut wurden, ist das Anbringen von Heimrauchmeldern zwar keine Pflicht, jedoch eine sinnvolle Investition für die Sicherheit der Bewohner/innen und zum Schutze von Hab und Gut.

Verschiedene Modelle

Heimrauchmelder gibt es in verschiedenen Ausführungen. Ein normgerechtes Gerät muss die Zertifizierungsnummer „DIN EN 14604“ aufweisen sowie der Anwendungsnorm „DIN 14676“ entsprechen. Heimrauchmelder mit einer 9-Volt-Blockbatterie sollten gegen Melder mit einer Lithium-Langzeitbatterie, die eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren haben, ersetzt werden.
Ebenfalls gibt es die Möglichkeit von funkvernetzten Heimrauchmeldern, die eine Reichweite von bis zu 400 Metern haben.
Da dieses Thema ein Teil des vorbeugenden Brandschutzes und somit ein lebensrettendes Thema ist, empfiehlt es sich hier, Expert/innen um Rat zu Fragen.

Zwei Hohenemser Unternehmen helfen gerne weiter und unterstützen Sie persönlich bei Ihnen zuhause: