Stadtverwaltung Hohenems
A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
29.10.2018

30 Jahre „Mittwochwanderer“

Stets großer Andrang bei den wöchentlichen „Mittwochwanderern“.

„Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich.“ Nach diesem Motto haben die „Mittwochwanderer“ in den letzten 30 Jahren fast jeden Winkel und Gipfel in Vorarlberg und in der näheren Umgebung erwandert.

Die „Mittwochwanderer“, eine Gruppe des Österreichischen Alpenvereins, Sektion Hohenems, wurde vor 30 Jahren von Karl und Hildegard Reis gegründet.
Bereits im ersten Jahr wurden zwölf Sommerwanderungen mit jeweils etwa 30 Personen durchgeführt. Die Teilnehmerzahlen stiegen bald, es wurde von der Fahrt mit Privat-PKW’s auf Bus umgestiegen, zusätzliche Wanderungen im Winterhalbjahr und alle zwei Wochen „kleine Wanderungen“ ergänzten das Angebot. Den Verantwortlichen der Mittwochwanderer war es stets wichtig, dass auch Personen, die den Anforderungen der „großen Wanderungen“ nicht mehr gewachsen waren, weiter die Gelegenheit hatten, dabei zu sein. So wird neben den „Kleinen Wanderungen“ bei jeder „Großen Wanderung“ eine „Variante 2“ (manchmal auch „3“) angeboten.

Die Mittwochwanderer sind eine Gruppe von unterschiedlichsten Menschen, verbunden durch die Freude an der Natur, der Gemeinschaft und den Bergen. Neu dazukommende Wanderfreunde sind jederzeit herzlich willkommen. Sehr erfreulich ist die steigende Zahl jener, die sich mit Ideen und der Bereitschaft für Übernahme, Planung und Durchführung einer Wanderung für das Bestehen der Gruppe einsetzen. 34 Wanderungen standen in diesem Jahr auf dem Programm, an denen über 800 Personen teilgenommen haben. Manche Ziele waren vielen noch unbekannt und bescherten dann besonders schöne und eindrückliche Erlebnisse: z.B. das Eistobel im Allgäu, die Taminaschlucht bei Bad Ragaz, Selun (einer der Churfirsten), Hasenfluh am Arlberg. Die Schesaplana war zwar bekannt, aber auch ein Erlebnis!

Zur Feier des Jubiläums „30 Jahre Mittwochwanderer“ wurde kürzlich auf die Zugspitze eingeladen. Es sollte ein gemütlicher Ausflug werden für alle treuen Mitglieder, besonders auch für jene, die nicht mehr jeden Mittwoch die Wanderschuhe schnüren und zu Fuß die Berge erklimmen können. Mit der Tiroler Zugspitzbahn schwebten die Teilnehmer in der 100 Personen fassenden Panorama-Kabine den Berg empor. Es war grandios, ein Erlebnis: in großer Höhe, dann wieder ziemlich nahe an den Felsen, ein weiches Gleiten über die drei Stützen, dann ein sanftes Ausschwingen. Die Einfahrt in die Bergstation geschah so langsam, dass es schon sehr spannend wurde.
 
Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands. Über ihren Gipfel verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Der schnelle Aufstieg in die Höhe machte sich bemerkbar. Es war überraschend warm, trotz vereister Stellen auf den Terrassen und Schnee auf Dächern, Anlagen und dem gesamten Gipfelbereich. Die Gipfelführung gab einen kleinen Einblick in Geschichte und Geschichten rund um die Zugspitze.

Am interessantesten war jedoch für alle die Aussicht: Bei gutem Wetter genoss man den 4-Länder-Fernblick in die Zwei- und Dreitausender (und den einzigen Viertausender – Piz Bernina) der Ostalpen. Viel näher lagen jedoch Säntis und Altmann, Hohes Licht, Rote Wand, Valluga, Silvrettahorn. Auch die Sellagruppe und die Marmolata fand man auf den Orientierungstafeln. Direkt zum Greifen nah stand die Hohe Munde. Der Großglockner und der Großvenediger waren zu erahnen, wenn man in die richtige Richtung schaute. Zur Mittagszeit lockte das Münchner Haus mit echten bayrischen Weißwürsten, stilvoll in der Sonne auf der Terrasse zu genießen. Andere zog es zurück nach Österreich bzw. in das Restaurant auf der Tiroler Seite.

Viel zu bald hieß es Abschied nehmen von der faszinierenden Gipfelregion, dem überwältigenden Ausblick, der grandiosen Technik- und Ingenieurskunst.
Zurück ging es durch das herbstlich gefärbte, idyllische Lechtal und als der Bus in Warth rechts abbog, schloss sich mit der Fahrt durch den Bregenzerwald praktisch eine Ländle-Rundfahrt an. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen der Mittwochwanderer für das Geschenk dieses herrlichen Tages und des eindrücklichen Erlebnisses der Zugspitze.