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Bürgermeldungen
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Stadtplan
06.02.2017

Verordnung

Bausperre

über die Verhängung einer Bausperre zur Überarbeitung eines Bereichs des Teilbebauungsplanes Zentrum/Jüdisches Viertel:

Mit Beschluss der Stadtvertretung vom 13. 12. 2016 wird gemäß § 37 Abs. 1 Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996, verordnet:

§ 1

Zur Überarbeitung eines Bereichs des Teilbebauungsplanes Zentrum/Jüdisches Viertel gem. § 30 Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996 i.d.g.F., wird für die Grundstücke der Liegenschaft Radetzkystraße 1 eine Bausperre erlassen.
Das Gebiet umfasst die im rechtsgültigen Flächenwidmungsplan der Stadt Hohenems als Baufläche-Kerngebiet ausgewiesenen Flächen zwischen der Diepoldsauer Straße, der Schulgasse und der Radetzkystraße und ist im beigefügten Lageplan Geltungsbereich Bausperre vom 6.12.2016, Maßstab 1:1.000, farblich (rot) dargestellt. Im Einzelnen umfasst das Gebiet der Bausperre folgende Grundstücke: 83/1, 63, .92, 64, 65,.86, .85, 68, 67, 66.

§ 2

Das bestehende Gebiet, welches über die Radetzkystraße, Diepoldsauer Straße und Schulgasse erschlossen wird, ist für die Stadt Hohenems ein wichtiger Bereich mit großen Entwicklungsmöglichkeiten. Es erfolgt eine Neugestaltung des Knotenbereiches Radetzkystraße/Diepoldsauer Straße sowie eine geplante Bebauung im Bereich der Rothgrundstücke und führt zu einer wesentlichen Veränderung des gesamten Quartiers. Durch die dynamische Bau- und damit einhergehende starke Verkehrsentwicklung im Stadtzentrum ist es notwendig, in Hinblick auf eine qualitätsvolle Weiterentwicklung der Bauflächen sowie einem sparsamen Umgang mit Grund und Boden durch die Überarbeitung des Teilbebauungsplanes Zentrum/Jüdisches Viertel im genannten Bereich, nach §§ 30 RPG nachhaltige Strukturen zu entwickeln bzw. überhaupt zu ermöglichen.

Eine Bausperre ist daher zur Überarbeitung des Teilbebauungsplanes Zentrum/Jüdisches Viertel in diesem Bereich erforderlich, um eine bestmögliche und nachhaltige raumplanerische Gesamtlösung für dieses Gebiet machbar zu machen.

§ 3

Die Zielsetzungen zur Überarbeitung des Teilbebauungsplanes Zentrum/Jüdisches Viertel in diesem Bereich sind:

  • Nachhaltige Sicherung der räumlichen Existenzgrundlage der Menschen für das Arbeiten (§ 2 Abs. 2 RPG).
  • Haushälterischer Umgang mit Grund und Boden, insbesondere die bodensparende Nutzung von Bauflächen (§ 2 Abs. 3 RPG).
  • Vermeidung von Belästigungen durch die entsprechende Zuordnung der Gebiete und Flächen für Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Einkaufen und sonstige Nutzungen (§ 2 Abs. 3 RPG).
  • Schaffung räumlicher Strukturen, um einem unnötigen motorisierten Individualverkehr entgegen zu wirken (§§ 2 Abs. 3 und 34 RPG).
  • Anpassung der Bebauungsstruktur an die Erschließungsvorgaben sowie Ergänzung und Optimierung der künftigen Wohn- und Gewerbegebietsstruktur.
  • Langfristige Sicherstellung einer zweckmäßigen und bodensparenden Bebauung (§ 32 RPG).
  • Landschafts- und Ortsbild; Akzentuierung der Einfahrt Hohenems Nord mit für den Standort entsprechenden Maßstäblichkeiten der Baukörpervolumen und Geschoßigkeiten, unter Berücksichtigung der Erschließungs- und Grünräume (§ 31 RPG).
  • Vermeidung von vollständig und dicht versiegelten Flächen im Sinne einer verbesserten Ökologie und Attraktivität des Gebietes.

Bauvorhaben, die diesen Zielen sowie den beabsichtigten Festlegungen für dieses Gebiet widersprechen, können von der Baubehörde nicht genehmigt werden.

§ 4

Diese Verordnung tritt mit dem Beginn des auf die Kundmachung folgenden Tages in Kraft.

Bei etwaigen Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter/innen der Abteilung Stadtplanung. Terminvereinbarungen können Sie gerne vormittags mit Frau Izabel Nizic, Tel. 05576/7101-1411, vereinbaren.

Der Bürgermeister