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Bürgermeldungen
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Stadtplan
19.09.2017

Projekt „Wertschätzung“: Zahlreiche Maßnahmen präsentiert

Stadtrat Mag. (FH) Markus Klien begrüßte die zahlreichen Gäste.
Den Zuhörer/innen wurde der Effekt des „Grüßens“ bzw. „Nicht-Grüßens“ dargebracht.

Vor rund einem Jahr hat sich die Stadt Hohenems das Ziel gesetzt, eine neue Wertschätzungskultur zu etablieren. Unter der Federführung von Bürgermeister Dieter Egger sind seitdem zahlreiche Maßnahmen gestartet worden. Bei einem Update-Infoevent am vergangenen Mittwochabend, dem 13. September 2017, im Hohenemser Löwensaal wurden die rund 100 interessierten Besucher/innen über das laufende Projekt informiert.

Stadtrat Mag. (FH) Markus Klien, in Vertretung für Bürgermeister Dieter Egger, begrüßte die Gäste im Löwensaal und gab einen kleinen Rückblick auf den Prozess, der im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde. Dem Projekt Wertschätzung liegen die Theorien des Benediktinerpaters Abt Anselm Grün zugrunde, der mit seinen Büchern über den Nutzen von Wertschätzung großen Erfolg gefeiert hat und mit seinen Vorträgen die Säle im deutschsprachigen Raum füllt. 2016 hatte die Stadt den deutschen Hotelier Bodo Janssen zum Vortrag geladen, der Anselms Wertschätzungsgrundsätze in seinen Hotels eingeführt hat und damit vielfach ausgezeichnet wurde. Mit der neu eingeführten Wertschätzungskultur schaffte es Janssen, die Produktivität und die Gewinne seiner Unternehmen in ungeahnte Höhen zu schrauben und gleichzeitig Krankenstände und schlechtes Betriebsklima zu eliminieren. Auch die Stadt Hohenems hat sich daher zum Ziel gesetzt, schrittweise eine ähnliche Wertschätzungskultur zu entwickeln. Umso erfreulicher ist es, dass zahlreiche Mitarbeiter/innen der Stadt, aber auch zahlreiche Funktionär/innen der Hohenemser Vereine der Einladung in den Löwensaal gefolgt sind.

Gründung einer neuen Projektgruppe

Markus Klien informierte auch darüber, dass seit dem Vortrag von Janssen eine Projektgruppe zum Thema Wertschätzung in der Stadt Hohenems etabliert wurde.

Die Mitglieder der Gruppe sind:

  • Bürgermeister Dieter Egger
  • Martina Rüscher, MBA MSc (Moderation)
  • Johannes Neumayer (Leiter Kommunikation Stadt Hohenems)
  • StR. Mag. (FH) Markus Klien (Stadtrat für Stadtplanung)
  • StR. Günter Mathis (Stadtrat für Umwelt)
  • Günter Zechner (SPÖ)
  • Werner Drexel (Bürgerbewegung)
  • Dr. Markus Kranz (Stadtamtsdirektor)
  • Klaus Kühne (FPÖ)
  • StR. Mag. Patricia Tschallener (Emsige & Grüne)

Vorstellung der internen Maßnahmen innerhalb der städtischen Organisation

Johannes Neumayer präsentiert die Wertschätzungsplakate für die Abteilungsleiter/innen.
Die Plakate im Überblick

Der Leiter der städtischen Kommunikationsabteilung, Johannes Neumayer, der in der Projektgruppe für die Entwicklung der internen Wertschätzungskultur verantwortlich ist, nahm im Anschluss an die Ausführungen von Stadtrat Klien darauf Bezug, dass in einem ersten Schritt zunächst der Fokus auf die oberste Führungsebene der Stadt Hohenems gelegt wird und anschließend schrittweise mit Wertschätzungsmaßnahmen die Mitarbeiterebenen darunter abgeholt werden. Ein erster Schritt war hier im Frühjahr 2017 die Organisation und Durchführung von Führungskräfteseminaren, für die Führungskräfte und Abteilungsleiter/innen der Stadt, mit dem Schwerpunkt „Wertschätzung“. Im zweiten Schritt wurden die Führungskräfte mit einem besonderen Fotoshooting überrascht: Um den Wert ihrer Arbeit einmal auf den Punkt zu bringen, wurden die Abteilungsleiter/innen an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz fotografiert. Die Bedeutung ihrer Arbeit wurde im Stil eines Werbeplakats plakativ in Form einer Headline auf das Foto platziert und anschließend ebenso überraschend überreicht. „Auch hier waren die Reaktionen der Teilnehmer wirklich bewegend. Mit der Aktion haben wir ihnen in Erinnerung rufen können, welche Bedeutung ihre tägliche Arbeit hat und welche Wertschätzung wir dieser Arbeit entgegenbringen!“, freut sich auch Bürgermeister Dieter Egger über das Ergebnis. Im nächsten Schritt wird nun mit den Abteilungsleiter/innen zusammen daran gearbeitet, Wertschätzungsaktionen mit der Mitarbeiterebene darunter durchzuführen.

Erste externe Maßnahme startet: „Ems grüaßt“ – Hohenems soll die freundlichste Stadt Vorarlbergs werden

Dieter Heidegger und Stefan Damm alias „Clown Pompo“ demonstrierten den Zuhörer/innen die positive Wirkung des Grüßens. Im Hintergrund das Logo von „Ems Grüaßt“.
Den Zuhörer/innen wurde der Effekt des „Grüßens“ bzw. „Nicht-Grüßens“ dargebracht.
Den Zuhörer/innen wurde der Effekt des „Grüßens“ bzw. „Nicht-Grüßens“ dargebracht.

Projektleiter Dieter Heidegger, der für die externen Maßnahmen zuständig ist, präsentierte daran anknüpfend das Projekt „Ems grüaßt“, das gemeinsam mit dem Clown „Pompo“ in den Hohenemser Schulen und Kindergärten nun ab Mitte September ausgerollt wird. Inhaltlich geht es darum aufzuzeigen, was es mit einem selbst macht, wenn man die Straße entlangspaziert und eine entgegenkommende Person ignoriert und von dieser Person auch selbst ignoriert wird. Oder was mit einem passiert, wenn man eine entgegenkommende Person freundlich grüßt und umgekehrt auch selbst gegrüßt wird. Oder aber auch, was in einem selbst vorgeht, wenn man eine entgegenkommende Person grüßt, aber nicht zurückgegrüßt wird. Den Schüler/innen soll damit ein wertschätzender Umgang im öffentlichen Raum nahegebracht werden. Dafür wurde auch eigens ein Logo – eine gelbe Sprechblase mit verschiedenen Grußformen – kreiert. „Grüßen kostet nichts, bewegt aber so viel Positives. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die freundlichste Stadt Vorarlbergs zu werden. Diese Aktionen sind kleine Mosaike im Bild unserer Stadt“, so Bürgermeister Dieter Egger.

Danke an alle Teilnehmer/innen

Projektinitiator Bürgermeister Dieter Egger bedankt sich abschließend bei allen Zuhörer/innen und Mitorganisator/innen: „Das Projekt Wertschätzung ist mir eine persönliche Herzensangelegenheit. Nach den Jahren, in denen Hohenems einen sehr streitbaren und negativen Ruf genossen hat, ist es ungemein wohltuend, dass sich so viele Hohenemserinnen und Hohenemser an dem Projekt beteiligen – ungeachtet der politischen Ausrichtung. Gute erste Schritte haben wir in diesem wachsenden Projekt schon unternommen – ich freue mich nun schon auf die kommenden Maßnahmen und eine breite Beteiligung der Bevölkerung!“