Stadtverwaltung Hohenems
A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
05.07.2017

Wasservögel – nicht füttern, sondern schützen!

Naturvielfalt in Hohenems
Wasservögel - nicht füttern, sondern schützen!
sauberes hohenems

Wasservögel zählen bei uns zu den Wildtieren und folgen daher normalerweise ihrem natürlichen Trieb. Künstliche Futterzugabe durch den Mensch fördern diesen Trieb nicht, sie können ihn dadurch sogar verlieren.

Zur natürlichen Nahrung gehören Kleintiere wie Muscheln und (Wasser-)Pflanzen, welche zur Genüge vorhanden sind. Getreide, Brot oder Speisereste sind völlig ungeeignet für Wasservögel, schimmliges Brot ist für Vögel genauso giftig wie für uns Menschen.

Diese Art der Fütterung kann zu chronischen Verdauungsproblemen und massiver Gewichtszunahme führen. Die Wasservögel werden dadurch träge und anfälliger für Krankheiten und Parasiten. Auch fördert es den Zuzug von immer mehr Vögeln in diesem Gebiet.

Nicht nur für die Vögel ist diese Art der Fütterung ungeeignet, sie kann auch schwere Folgen für die Umwelt haben – und in weiterer Folge auch für den Menschen.

Nicht aufgenommene Futterreste und der ausgeschiedene Kot führen zu erhöhten Nährstoffeinträgen und Fäulnisprozessen in Gewässern, dadurch kommt es zu vermehrtem Algenwachstum und starker Sauerstoffzehrung durch Abbauprozesse.

Daher entstehen in diesem Milieu Bakterienkolonien, die für Mensch und Tier gefährlich sein können.

Durch den Zuzug von immer mehr Vögeln kann die Verschmutzung erhebliche Folgen annehmen: vom Fischsterben bis zum Umkippen des Gewässers. Auch am Uferbereich können verbliebene Nahrungsreste Mäuse, Ratten und andere Kleintiere anlocken, was wiederum zu weiteren Verschmutzungen und neuen Krankheitserregern führen kann.

Durch falsches, künstliches Futter wird den Vögeln deutlich mehr Schaden zugefügt, als dass ihnen geholfen wird!

Alle Fachstellen des Landes Vorarlberg, Birdlife Vorarlberg sowie die „inatura – Erlebnisnaturschau Dornbirn“ raten dringend von einer Fütterung der Wasservögel ab.

Den gesamten Artikel zum Nachlesen finden Sie auf www.hohenems.at