Stadtverwaltung Hohenems
A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
04.10.2017

Landschaftsentwicklungskonzept geht in die nächste Runde

Das Hohenemser Naturjuwel aus der Luft
Naturvielfalt in Hohenems
Die Arbeitsgruppe bei der Vor-Ort-Begehung

Anfang September wurde das Projekt Landschaftliches Entwicklungskonzept Schuttannen mit einer Vor-Ort-Begehung fortgesetzt. Die Arbeitsgruppe traf sich direkt in Schuttannen, um sich ein Bild über die bestehende Situation zu machen.

Ganz im Sinne der Natur war der Themenschwerpunkt dieser Begehung der Naturraum Schuttannen. Auffallend in diesem Hohenemser Naturjuwel ist die optisch sehr ansprechende Kulisse mit Bergen in mittlerer Höhenlage. Der Naturraum Schuttannen kann grob in Weide- und Waldflächen unterteilt werden.

 
Besonderheiten des Naturraumes

Im Gebiet Schuttannen finden sich unterschiedliche Besonderheiten. Die Weideflächen werden von Feuchtflächen durchmischt, auf denen ein Orchideenreichtum herrscht. Außerdem kennzeichnen Bergahorne, Weißdorne, Rosen (unterschiedlichste Hagebutten), Solitärbäume und Lesesteinhaufen die offene Kulturlandschaft.

Auch die Waldbereiche sind von großem ökologischem Wert, da sie unterschiedliche Strukturen aufweisen und somit eine reiche Vielfalt bieten. Sowohl Ruhezonen, naturnahe Waldbereiche, Wildnisgebiete, ökologisch äußerst wertvolle natürliche Föhrenwälder und torfreiche Fichtenwälder als auch Bereiche mit forstlichem Einschlag kennzeichnen das Gebiet. Besonderheiten in der tierischen Artenvielfalt findet man vor allem in der Vogelwelt, da Schuttannen reich an vielen unterschiedlichen Lebensräumen ist. Seltene Langstreckenzieher, wie zum Beispiel der Trauerschnäpper und der Neuntöter, bevorzugen das Gebiet als Sommerquartier. Aber auch der im Tal bereits verschwundene Baumpieper bereichert die Hohenemser Bergwelt. Erwähnenswert sind noch Wald- und Sperlingskauz, Turmfalke, Bussard, Spechte und viele Kleinvögel.

Schutzgebiet Spirkenhochmoor Schollenschopf

Auch das örtliche Schutzgebiet Spirkenhochmoor Schollenschopf ist ein ökologisch und naturschutzfachlich äußerst wertvolles Gebiet und wurde deshalb von der Stadt als örtliches Schutzgebiet ausgewiesen. Das Hohenemser Spirkenhochmoor Schollenschopf zählt zu den letzten drei Spirkenhochmooren am Rheintalhang.

Die große Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen ist die Grundlage für eine reiche Vielfalt an Lebewesen. Es ist verblüffend, welche Naturschätze in diesem Gebiet vorhanden sind, die wir nicht mehr bewusst wahrnehmen. Umweltstadtrat Günter Mathis betonte zum Abschluss der Vorort-Begehung noch einmal die Schönheit und Wichtigkeit dieses Gebietes, die tolle Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe und wie bedeutend die Verbindung zwischen Theorie und Praxis ist.