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Stadtplan
11.01.2017

Information zum Winterdienst

Winterdienst
Ein Teil der Winterdienstmannschaft des Werkhofs.

Der Winter steht nun buchstäblich vor der Tür. Der städtische Werkhof ist für den Winterdienst auf 94 Kilometern Straßen und 60 Kilometern Geh- und Radwegen verantwortlich.

Neben den städtischen Angestellten im Werkhof sind auch Mitarbeiter/innen von Privatfirmen bei der Schneeräumung inklusive Kies- und Salzstreuung im Einsatz. Die Stadt selbst verfügt über fünf Fahrzeuge. Hinzu kommen acht Fahrzeuge von vier kooperierenden Frächtern. Es werden jährlich rund 190 Tonnen Salz und 160 Tonnen Streusplit verwendet. Ein schneereicher Tag verursacht so durchschnittliche Kosten von 11.000 Euro.

Die Reihenfolge, was wann geräumt wird, regelt eine Verordnung des Bundes. Vorrang haben die Zufahrten zur Feuerwehr und zum Krankenhaus sowie die Buslinien. Anschließend werden die Straßen im Siedlungsgebiet geräumt und ganz zum Schluss Parkplätze.

Die Gehsteige werden ein bis zwei Stunden nachdem unsere Fahrzeuge und die Frächter angefangen haben, die Straßen zu räumen, freigeräumt. Ein gleichzeitiges Beginnen der Gehsteigräumung mit den Straßen hat zur Folge, dass die großen Räumfahrzeuge nach dem Gehsteigräumen den Schnee wieder auf den Gehsteig schieben.
Die Räumung der Landesstraßen, auch im Hohenemser Stadtgebiet, obliegt der Straßenmeisterei des Landes.

Schneeräumung auf Gehsteigen

Winterdienst

Die Gehsteige werden nach Möglichkeit vom Werkhof geräumt, auch wenn dies Aufgabe der Anrainer/innen wäre. Aus der Straßenverkehrsordnung (§ 93) ergeben sich für Anrainer/innen von Gehsteigen nämlich umfangreiche Pflichten: „Die Eigentümer von Liegenschaften in Ortsgebieten (...) haben dafür zu sorgen, dass die entlang der Liegenschaft in einer Entfernung von nicht mehr als 3 Meter vorhandenen, dem öffentlichen Verkehr dienenden Gehsteige und Gehwege, einschließlich der in ihrem Zuge befindlichen Stiegenanlagen, entlang der ganzen Liegenschaft in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen gesäubert sowie bei Schnee und Glatteis bestreut sind. Ist ein Gehsteig (Gehweg) nicht vorhanden, so ist der Straßenrand in der Breite von 1 Meter zu säubern und zu bestreuen. (...) Die (...) genannten Personen haben ferner dafür zu sorgen, dass Schneewächten oder Eisbildungen von den Dächern ihrer an der Straße gelegenen Gebäude (...) entfernt werden.“

Freiwilliger Service der Stadt

Winterdienst

Die vom Werkhof durchgeführte Schneeräumung und Bestreuung der Gehsteige mit Split ist also ein freiwilliger Service der Stadt zur Unterstützung der Anrainer/innen, der jedoch nicht regelmäßig erfolgen kann, sondern nur im Rahmen der Kapazitäten des Werkhofs.
Für die Gehsteigräumung stehen dem Werkhof zwei Kleintraktoren für die rund 60 Kilometer zur Verfügung. Auf den Gehsteigen wird in Hohenems aus Umweltschutzgründen Split gestreut. Salz wird auf Gehsteigen nur in Ausnahmefällen (z. B. bei Eisbildung) eingesetzt. Das schont auch die Fassaden der Häuser.

Haftpflicht

Es ist untersagt, Schnee vom Gehsteig auf der Straße oder auf Nachbargrundstücken zu deponieren. Für Unfälle, die durch die Verletzung von Anrainerpflichten verursacht werden, haftet der/die Grundstückseigentümer/in.