Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
14.11.2017

Hohenems erhält „GLYPHOSAT-FREI“-Plakette


v. l. Saskia Amann, BSc (l.), Laura Schiefermair, StR. Günter Mathis, Bgm. Dieter Egger, Lisa Schubert und Iris Schreiber

Greenpeace würdigt das umweltfreundliche Engagement der Stadt Hohenems und überreicht eine „GLYPHOSAT-FREI“-Plakette an die städtischen Vertreter/innen.

Zum Wohl der Hohenemser Bevölkerung und Umwelt geht die Stadt Hohenems bereits seit 2015 mit gutem Beispiel voran und verzichtet ganz bewusst auf den Einsatz von Glyphosat im Stadtgebiet.

Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Hohenems ‚glyphosat-frei‘ ist. Greenpeace hofft, dass viele weitere Gemeinden diesem guten Beispiel folgen und das Pflanzengift aus Parks und Spielplätzen verbannen“, so Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich, bei der Übergabe der Plakette auf dem Hohenemser Wochenmarkt am Donnerstag, dem 9. November 2017, an Bürgermeister Dieter Egger, Umweltstadtrat Günter Mathis und Umweltreferentin Saskia Amann, BSc.

Das Hohenemser Stadtoberhaupt Dieter Egger zeigt sich hocherfreut: „Diese Plakette ist eine große Anerkennung und unterstreicht unsere ständigen Bemühungen um die Hohenemser Naturschätze und die Gesundheit der Hohenemserinnen und Hohenemser. Wir freuen uns sehr, dass Greenpeace diese Arbeit für unsere Bevölkerung wertschätzt und sind sehr stolz darauf, dass sich unsere Stadt nun auch mit der ‚GLYPHOSAT-FREI‘-Plakette schmücken darf.“

Umweltstadtrat Günter Mathis ist ebenfalls dankbar: „Die Stadt Hohenems gehörte 2015 zu den ersten Kommunen österreichweit, die sich zum Glyphosat-Verzicht auf den öffentlichen Plätzen entschieden haben. Die Umstellung war nicht immer einfach, aber wir haben bewiesen: es geht! Nun folgt der nächste Schritt: das heißt, die privaten Gartenbesitzer zu überzeugen, dass auch für sie eine naturnahe Gartenpflege ohne Glyphosat möglich ist. Dies alles ‚zur Erhaltung eines lebenswerten Hohenems‘.“

Was bewirkt der Verzicht?

Einer Anreicherung der Pflanzen, Böden und des Grundwassers der Region mit den giftigen Inhaltsstoffen wird mit dem Glyphosat-Verzicht entgegengewirkt. Das Unkraut entlang der Straßenränder wird in Hohenems durch die Arbeiter des Arbeitsprojektes Kaplan Bonetti (Haus der jungen Arbeiter) händisch und maschinell entfernt, auf anderen Grünflächen helfen auch Asylwerber beim Jäten des Unkrauts – ein gutes Beispiel dafür, wie Umwelt- und soziale Anliegen auf nachhaltige Weise Hand in Hand angegangen werden können.

470 Gemeinden machen mit

Seitdem Greenpeace einen Überblick zur Glyphosat-Nutzung durch Österreichs Gemeinden veröffentlicht hat, ist ein positiver Trend zu erkennen. Bereits über 470 der 2.100 österreichischen Gemeinden verzichten bereits auf das Pflanzengift.
„Diese Gemeinden, wie auch die Stadt Hohenems, haben nicht auf ein dringend notwendiges Verbot von oben gewartet, sondern selbst gehandelt“, betont Theissing-Matei abschließend.