A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
18.04.2017

Die weibliche Seite Gottes

Das Jüdische Museum eröffnet am Sonntag, dem 30. April 2017, eine Sonderausstellung zu einer herausfordernden Frage an die monotheistischen Religionen: „Kann der nach jüdischer, christlicher und muslimischer Tradition ‚einzige Gott‘ auch anders als männlich verstanden werden?“

Die Ausstellung „Die weibliche Seite Gottes“ wirft einen kritischen Blick zurück auf die Quellen, aus der sich die Idee des einen Gottes speiste – und auf traditionelle Bilder des Weiblichen in der religiösen Tradition. Sie entdeckt verborgene und verdrängte Überlieferungen alternativer Vorstellungen des Göttlichen: in der hebräischen Bibel und in der Mystik, in der Praxis jüdischer, christlicher und muslimischer Frauen – und in den Arbeiten von Künstlerinnen, die den Rahmen überkommener Bilder von Geschlecht und Heiligkeit sprengen.

Zur Ausstellung, die am Sonntag, dem 30. April 2017, um 11 Uhr im Salomon Sulzer Saal feierlich eröffnet wird, ist ein umfangreicher Katalog mit gleichnamigem Titel im Bucher Verlag erscheinen. Dieser wurde von xhibit.at, Felicitas Heimann-Jelinek und Michaela Feurstein-Prasser für das Jüdische Museum Hohenems in Zusammenarbeit mit dem „Museum of the Bible“, Washington, und dem Jüdischen Museum Frankfurt konzipiert und kann bis zum 8. Oktober 2017 besucht werden.