Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
10.11.2017

Startschuss für die Schule der Zukunft

Startschuss für die Schule der Zukunft
So wird die neue Volksschule Schwefel aussehen.

Jonas steht in der Turnhalle der neuen Volksschule Schwefel. Er wollte in der Pause ein bisschen Fußball spielen und wundert sich nun, weil ein Papierflieger neben ihm ins Tor fliegt. Diesen ließ seine Freundin Anja vom obersten Geschoß durch die offene Mitte des Gebäudes nach unten gleiten – vorbei an offenen Leseecken, hellen, inklusiven Klassenräumen, einer Galerie, die zum Zuschauen bei Sportveranstaltungen einlädt und modernen architektonischen Einrichtungen. Dies ist keine Utopie, sondern voraussichtlich schon ab 2020 im Stadtteil Schwefel Realität.

In Vorarlbergs jüngster Stadt entsteht ein absolutes architektonisches Highlight. Inklusiv, modern und offen sind die Schlagwörter, die wohl nur annähernd beschreiben können, welches Schmuckkästchen die Architekten ARGE Tabernig / Zierl für Hohenems entworfen haben. Rund 18 Millionen Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand.

Einstimmiger Beschluss

Mit dem einstimmigen Beschluss der Stadtvertretung wurden nun die Vergabe der Rohbauarbeiten und der Haustechnikgewerke der neuen Volksschule an die jeweiligen Bestbieter beschlossen. Dazu zählen die Erdarbeiten, die Tiefgründung und Baugrubensicherung, Baumeisterarbeiten, Heizungs- und Sanitärinstallation inklusive Erdwärmesondenanlage, Elektroinstallation und Lüftungsinstallation.

Ökologische Bauweise

Ruhezonen und Lerninseln unter freiem Himmel, wertvoller Raum für Bewegung und eine großzügige, offene Gestaltung mit Verglasung beschreiben wohl eher ein Luxushotel als eine Schule. Dennoch wird das neue Schulprojekt genau diese Merkmale enthalten und nach den Kriterien des Servicepaketes des Vorarlberger Umweltverbandes „Nachhaltig: Bauen in der Gemeinde“ umgesetzt.

Modern, zeitgemäß, zukunftsorientiert

Bürgermeister Dieter Egger ist hocherfreut über den einstimmigen Beschluss der Stadtvertretung: „Diese Einstimmigkeit zeigt, dass wir in Hohenems in der Bildungspolitik alle an einem Strang ziehen. Die neue Volksschule Schwefel erfüllt alle modernen bildungspädagogischen Ansätze wie Inklusion, Ganztagesschule, verschränkter Unterricht, Lernen in Gruppen und lässt durch ihre Flexibilität den nötigen Freiraum für Weiterentwicklungen in der Zukunft. Nicht zuletzt prägt die Architektur das Ortsbild und schafft ein kleines, aber feines Zentrum im Wohngebiet Neunteln.“

Offene Architektur mit inklusivem Ansatz

Das Projekt überzeugt durch Transparenz und Offenheit der Architektur und unterstützt die Grundsätze einer Pädagogik mit inklusivem Ansatz. Gleichzeitig wird die Möglichkeit zum Rückzug in kleinere Räume oder Lerninseln geboten. Die Schule wirkt durch das zurückgesetzte Untergeschoß und die großzügigen Glasflächen wie ein schwebend-leichtes Gebilde, in ihrer Höhe ist sie den umliegenden Gebäuden angepasst.

Großzügige Freiräume

Die Dachterrasse erweitert das pädagogische Handlungsfeld zusätzlich. Dieser Freiraum im Obergeschoß ist für alle zugänglich und lädt zum modulübergreifenden Arbeiten ein. Schule findet so auf einer gemeinsamen Ebene statt, getrennte Auf- und Abgänge entflechten die Schülerströme.

Klare Strukturierung

Die vier Module sind klar strukturiert, als Einheit erkennbar und trotzdem untereinander frei zugänglich. Ebenerdige Außenräume entsprechen zudem den Anforderungen eines Pausenbereichs bei Trockenheit und Nässe – Sportflächen und Ruhezonen sind ebenfalls ausreichend vorhanden. Die Überdachung des Erdgeschoßes durch das auskragende Obergeschoß ergibt Beschattung in den Verwaltungs- und Fachräumen.

Raum- und Funktionskonzept

Der dreigeschoßige Bau besteht aus vier Clustern mit je drei Klassenräumen, Gruppenräumen, einer Kleinklasse sowie einer Mitte in der Größe von 80 m2, die für Individualunterricht bzw. Begegnung und Ganztagesaktivitäten gemeinsam genutzt werden kann. Zudem aus einem Lehrerbüro, den Sanitärbereichen und einem Esszimmer mit Küchenzeile. Das sonderpädagogische Zentrum wird ebenfalls in die neue Schule integriert. Des Weiteren sind die Fachräume für Werken, eine Schulbibliothek, ein Musikzimmer, die Zentralgarderobe in Kombination mit der Aula, Räume für die Administration und eine Zweifachturnhalle im Schulkomplex angeordnet.