Stadtverwaltung Hohenems
A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
04.05.2017

Fastenzeit zum Thema: „Armut in Vorarlberg“

Beeindruckendes Engagement der LernART-Kinder

„Hinschauen, nicht wegschauen“: Für die Kinder der „LernART“-Privatschule in Hohenems ist dies mehr als nur eine Floskel.

Sie beschäftigten sich während der Fastenzeit sehr bewusst mit dem Thema „Armut in Vorarlberg“. Mit einer völlig ungeplanten Aktion sammelten sie Sachspenden für das „Haus Mutter & Kind“ der Caritas. Nach dem Besuch der LernART-Kinder in der WG übergaben sie eine Woche später zahlreiche Anziehsachen und Haushaltsartikel an Stellenleiterin Doris Müller.

„Unsere Schulleiterin hat auf ihr Nachfragen hin eine Liste bekommen. Darauf stand, was die jungen Mütter und ihre Babys am dringendsten brauchen“, erzählt Nelli. „Meine Mama hat die Babysachen, die ich damals getragen habe, rausgesucht. Ich finde es schön, wenn ich dadurch helfen kann.“ Pascal ergänzt: „Ich schenke auch eines meiner Kuscheltiere her.“ Und auch Cassian weiß zu berichten: „Wir haben in der Schule gelernt, dass viele Menschen auch in Vorarlberg arm sind. Ich finde es wichtig, dass wir hier helfen.“

„LernART“-Schulleiterin Sonja Walser ist beeindruckt von ihren Schüler/innen: „Wir wollten auf die vielen Fragen und das Interesse der Kinder reagieren, dass auch in ihrem näheren Umfeld Armut auftritt und sie für den Umgang mit dieser Thematik sensibilisieren. Da wir jedes zweite Jahr gemeinnützige Projekte durchführen, in diesem Jahr war es „Ein Licht der Hoffnung“ für krebserkrankte Kinder und deren Familien, ergab sich nach unserem Besuch in der Wohngemeinschaft „Haus Mutter & Kind“ ein weiteres spontanes Spendenprojekt. In der Schule „LernART“ wird soziales Engagement hochgehalten, frei nach dem Motto – ‚Hinschauen, nicht wegschauen‘“, so die Schulleiterin. „Zudem konnten die Kinder mit dem Kennenlernen von ‚Tischlein deck dich‘, dem Besuch im Kolpinghaus Götzis und dem ‚Haus Mutter & Kind‘ sehen, dass es in Vorarlberg ein dichtes soziales Netz für Menschen in verschiedenen Notsituationen gibt und auch überall Wartelisten geführt werden.“
Stellenleiterin Doris Müller nutzte ihrerseits die Gelegenheit, um ein herzliches „Danke“ für das tolle Engagement auszusprechen.