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Bürgermeldungen
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Stadtplan
05.01.2017

Auch an den Feiertagen im Dienst

Günter Hammermann von der ARA bei Laborarbeiten. Auch die Wasserwerte müssen laufend im Auge behalten werden.

Die stressige Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sind geschafft. Dort, wo es Arbeit und Familie erlaubten, konnte wirklich endlich etwas „heruntergefahren“ werden und man konnte sich vielleicht sogar ein paar Tage Erholung gönnen.

Da das öffentliche Leben aber bekanntlich keine Pause machen kann, machen es auch an den Feiertagen unzählige Menschen mit ihrem persönlichen Einsatz möglich, dass Busse und Züge fahren, Krankenhäuser funktionieren, pflegebedürftige Menschen die nötige Zuwendung erfahren und vieles mehr. Seitens der Stadt Hohenems möchten wir hier daher stellvertretend für alle Menschen „im Dienst“ den Scheinwerfer auf einige städtische Mitarbeiter/innen werfen – und einmal kurz beleuchten, wie auch sie mit ihrem Einsatz Hohenems am Laufen halten.

Abwasserreinigungsanlage

Wir beginnen dabei bewusst mit dem Thema „Wasserversorgung“ und mit jenen Menschen, die sich um das kümmern müssen, was wir bedenkenlos das Klo runterspülen: Die Arbeiter der ARA Region Hohenems, die sich um die Abwässer von Hohenems, Götzis, Altach, Mäder und Koblach kümmern müssen. Hier sind auch an den Feiertagen die vier Klärwerksfacharbeiter im Dienst und verwalten die Störfälle, die auf ihre Handys „gespült“ werden. Hier muss nämlich laufend überwacht werden, dass die Pumpen funktionieren – denn wenn es hier zur Rückstauungen kommt, landen die Abwässer in den Kellern der angeschlossenen Haushalte und im Nu werden aus besinnlichen Feiertagen plötzlich besonders geruchsintensive.

Stadtwerke

Gerade im Winter keine Seltenheit: Der schnelle Einsatz bei Rohrbrüchen.

Damit es für die WCs auch Wasser zum Spülen gibt, müssen die Kollegen von den Stadtwerken die Wasserversorgung generell sicherstellen. Der Leiter der Stadtwerke DI Kurt Giesinger fasst zusammen: „Die Mitarbeiter der Stadtwerke Hohenems leisten nicht nur an den Weihnachtsfeiertagen, sondern das ganze Jahr über 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche Dienst. Mit dem Bereitschaftsdienst sichern wöchentlich abwechselnd jeweils zwei Mitarbeiter des siebenköpfigen Teams auch außerhalb der ‚normalen‘ Dienstzeit die öffentliche Wasserversorgung und die schadlose Abwasserentsorgung über die Kanalisation. Es gilt den Betrieb von Wasserfassungen, der Wasseraufbereitungsanlagen, der Trinkwasserpumpwerke, der Hochbehälter, der Abwasserpumpwerke und der Regenüberlauf- und Klärbecken sowie der Steuerungs- und Überwachungsanlage zu sichern, um bei Störungen rasch eingreifen zu können. Bei einem Rohrbruch wird gemeinsam mit der Jahresbauvertragsfirma Dold Tiefbau aus Hohenems die Schadstelle schnellstmöglich repariert, um Versorgungsunterbrechungen kurz zu halten.“

Werkhof

Die Problemstoffsammelstelle des Werkhofes war auch zu Silvester geöffnet und gut besucht.

Damit die Männer von den Stadtwerken im Winter zum Einsatzort kommen, müssen die Straßen überhaupt befahrbar sein. Hier kommen die Mitarbeiter des Werkhofes ins Spiel, die natürlich auch im Dienst sind, erklärt Werkhofleiter Andreas Mathis: „Bei uns im Werkhof sind über die Feiertage zwei Mitarbeiter mit der Entleerung der Abfalleimer und dem Müll am Straßenrand beschäftigt. Drei Mitarbeiter sind in Bereitschaft, um bei einem Wintereinbruch die Straßen räumen zu können, hier kommt uns aktuell der milde Winter eher noch etwas entgegen. Aber auch ohne Schneefall müssen die Straßen mit Salz und Split von den Mitarbeitern präpariert werden, denn Eis kann immer entstehen. Von diesen Mitarbeitern werden auch kleinere anfallende Arbeiten gemacht, wie zum Beispiel die Instandhaltung der Beleuchtung, das Aufstellen von Verkehrszeichen nach Unfällen und Reparaturen bei Vandalismus-Schäden. Das Werkhofbüro ist über die Feiertage an den Arbeitstagen vormittags auch besetzt, da vielen die gelben Säcke über die Festtage ausgehen.“

Feuerwehr

Die Löscharbeiten in Schuttannen am Neujahrstag.

Hochsaison hatten an den Feiertagen traditionell auch die Florianijünger: So wurden diese zur Unterstützung des Notarztes zu einer Patientenbergung mittels Drehleiter nach Koblach gerufen. Bereits am Neujahrstag erfolgte dann eine weitere Alarmierung. Hier wurde die Feuerwehr von der Alpinpolizei zum Ablöschen eines Entstehungsbrandes im Alpgebiet Hohenems Schuttannen alarmiert. Der brennende Baumstumpf war schnell abgelöscht und somit die Gefahr eines Flächen- bzw. Waldbrandes beseitigt. Dieser Einsatz war aber insofern ärgerlich, da bereits im Vorfeld praktisch landesweit vor der erhöhten Waldbrandgefahr gewarnt worden war. Und wenn nun auch allmählich die trockenen Christbäume und Adventkränze entsorgt werden, bleibt die kalte Jahreszeit für die Feuerwehr eine einsatzreiche.

Polizei

Zufrieden mit dem Einsatzpensum an den Feiertagen sind bisher auch die Mitarbeiter der Stadt- bzw. Bundespolizei: Fünf Mann waren hier durchgehend ständig im Dienst, und das auch bezirksübergreifend in den Nachbargemeinden. Abgesehen von einigen Fehlalarmen und Kleinereignissen ist Hohenems an den Feiertagen aber weitgehend von polizeilichen Großereignissen verschont geblieben. Aber auch ohne Notfälle gab es für die Polizei mit den üblichen, notwendigen Kontrollen ohnehin genug zu tun.

Stadtverwaltung

Die oben aufgeführten diensthabenden städtischen Stellen sind bei weitem nicht vollständig und nur als Beispiele anzusehen – locker ließen sich ansonsten ganze Bücher damit füllen – denn auch viele städtische Bedienstete quer durch alle Abteilungen nutzten teilweise die ruhigeren Tage zwischen den Feiertagen, um Aufträge und Projekte abzuarbeiten.

Bürgermeister Dieter Egger bedankt sich an dieser Stelle bei allen städtischen Kolleg/innen für ihren beherzten Einsatz: „In Vorarlberg und Hohenems sind wir es Gott sei Dank gewohnt, dass das Licht brennt, wenn wir den Schalter umlegen, dass sauberes Trinkwasser aus dem Hahn kommt, wenn wir es brauchen, dass die Straßen bei Tag und Nacht befahrbar sind und der Müll sich nicht vor der Haustür türmt. Wir dürfen uns trotzdem vielleicht gelegentlich daran erinnern, dass dies nur deshalb möglich ist, weil pflichtbewusste Menschen ihre Arbeit gut machen – auch dann, wenn man selbst vielleicht gerade „Pause“ machen darf. Und an all jene Menschen geht daher mein besonderer Dank!“