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Bürgermeldungen
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Stadtplan
12.08.2016

Neubau: Baueingabe ist erfolgt!

Sichtlich zufrieden mit den Plänen des Neubaus – v. l. RK-Präsident Dr. Ludwig Summer, Architekt DI Elmar Nägele, Bgm. Dieter Egger und RK-Dir. Roland Gozzi

Das Projekt Rotkreuz-Heim Hohenems ist nach einer mehr als zehnjährigen Verhandlungs-, Diskussions- und Planungsphase soweit entwickelt, dass am Dienstag, dem 9. August 2016, im Rahmen einer Pressekonferenz die Baueingabe beim Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger höchstpersönlich erfolgte.

Die RK-Abteilung Hohenems steht der Bevölkerung 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche zur Verfügung. „Das bestehende Gebäude ist für die rund 170 ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter von Rotem Kreuz und Bergrettung längst zu klein geworden“, so RK-Präsident Dr. Ludwig Summer. Die Autos stehen bereits seit einigen Wintern im Freien, es gibt lediglich zwei Garagen und eine Waschbox für sieben Fahrzeuge. Im Winter erwärmen sich die Fahrzeuge für den Transport der Patient/innen nur langsam. Die Mitarbeiter/innen haben keine Parkplätze und die Vereinsräume sind weit hinter jedem üblichen Standard.

RK-Direktor Roland Gozzi zeigte sich froh, dass seit Frühjahr 2015 endlich konkret und zielgerichtet an der Realisierung des Projekts gearbeitet wird: „Richtig Fahrt aufgenommen hat das Projekt einerseits mit dem Architektenwettbewerb und dem kühnen Vorschlag des Büros Nägele & Waibel, welches den genetischen Abdruck des viel diskutierten Neudörferhauses in eine Symbiose mit dem benötigten, modernen Zweckbau einer Rettungszentrale gebracht hat und andererseits, auch das soll unterstrichen werden, seit Dieter Egger, zuerst als Stadtrat für den Hochbau und dann als Bürgermeister, das Projekt sehr engagiert begleitet hat.“

Rasche Bauverhandlungen

Vorweg bedankte sich Bürgermeister Dieter Egger bei den Mitarbeiter/innen des Roten Kreuzes und der Bergrettung für ihren unermüdlichen Einsatz und betonte die Wichtigkeit einer raschen und guten Notfallversorgung für die Bevölkerung in Hohenems und der Umlandgemeinden. Deshalb sei es auch wichtig, dass sie nun endlich eine moderne und angepasste Rettungszentrale erhalten. Zum Projekt selbst betonte der Bürgermeister: „Nach dem Motto ‚Gut Ding braucht Weile‘ freuen wir uns über die heutige Baueingabe. Der städtebauliche Aspekt sowie die Funktionalität des Gebäudes sind unter einen Hut gebracht. Ich gratuliere den Architekten zu diesem Vorzeigeobjekt.“ Er versprach, die Bauverhandlungen rasch abzuhandeln, damit es zu keinen weiteren Verzögerungen mehr komme.
Der Spatenstich wird nach den Bauverhandlungen voraussichtlich noch in diesem Herbst erfolgen. Gewünschter Einzugstermin ist Dezember 2017.

Neues Gebäude ist eine Einheit

So wird das neue Rotkreuz-Heim zukünftig aussehen.

Für Architekt DI Elmar Nägele vom Architekturbüro Nägele & Waibel aus Dornbirn war der springende Punkt, das alte Gebäude und seine Geschichte zu respektieren und mit dem neuen zu einer Einheit zu verbinden. Die Außenmauern des Neudörferhauses bleiben erhalten, es wird aufgestockt und dazu gebaut, sodass es genügend Büros, Aufenthaltsräume, Schlafräume, etc. für die beiden Blaulicht-Organisationen gibt.

Unter das Gebäude kommt eine Tiefgarage für 40 Fahrzeuge, welche für das Krankenhauspersonal und das Rotkreuz-Personal gebaut wird. Den benötigten Baugrund stellt die Krankenhaus-Betriebsgesellschaft (KHBG) im Baurecht zur Verfügung, das Rote Kreuz baut und finanziert die Tiefgarage und vermietet 30 Stellplätze langfristig an die KHBG. Über der Tiefgarage entsteht die Rettungszentrale, die restliche Fläche des Garagendachs wird wieder als Park gestaltet.

Skepsis wich Freude

Die zukünftigen Nutzer des neuen Gebäudes, Rotes Kreuz und Bergrettung, waren ursprünglich überhaupt nicht erfreut, dass die „Ruine“ Neudörferhaus in das Projekt integriert werden musste. Das nun fertige Planungsergebnis hat aber überzeugt und beide Rettungsorganisationen freuen sich auf das neue Heim!

Kosten-Übersicht

Für die Tiefgarage sind Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro berechnet (sehr schlechter Boden bedingt einen Bodenaustausch und Pilotierung).
Der Neubau unter Einbeziehung des Neudörferhauses ist mit einer Nettosumme von rund 2,5 Millionen Euro berechnet und wird durch Subventionen der Stadt Hohenems und der vom Stützpunkt aus betreuten Gemeinden Altach, Götzis, Koblach und Mäder sowie durch eine rund zwölfprozentige Bedarfszuweisung des Landes finanziert.
Die Ausschreibung erfolgt gewerkweise und die Aufträge sollen so weit wie irgend möglich heimischen Unternehmen erteilt werden. Bauträger ist das Rote Kreuz.

Die genaue Projektbeschreibung des Büros Nägele & Waibel finden Sie im Anhang.

Dokumente

Projektbeschreibung
Projektbeschreibung (442.16 KB)