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Bürgermeldungen
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Stadtplan
21.06.2016

Baufortschritt deutlich erkennbar

Die Pflasterarbeiten im Jüdischen Viertel …
… laufen auf Hochtouren.

Im Jüdischen Viertel wird eifrig gearbeitet – die Umgestaltungsmaßnahmen im Rahmen des Projekts innen.stadt.leben schreiten zügig voran.

So haben die Pflasterarbeiten in der Schweizer Straße bereits begonnen. Im oberen Bereich der Schweizer Straße wurden die Begrenzungs- und Widerlagersteine bereits verlegt und auch das Blindenleitsystem ist in manchen Teilen der Straße bereits sichtbar.

Blindenleitsystem

Dieses System bringt zahlreiche Vorteile – nicht nur für Sehbehinderte. Mit einer drei bis fünf Millimeter hohen Riffelung sorgen die sogenannten „taktilen“ Streifen auf jeweils einer Straßenseite für eine optische Leitung des Verkehrs. Wie ein Kranz wird sich das Blindenleitsystem am Ende um die Straßenräume der Innenstadt ziehen. Ein Gehsteig wäre höhenmäßig stets versetzt anzubringen. Dieses System sorgt für einen ebenerdigen Zugang und Barrierefreiheit für alle Nutzer/innen. In erster Linie können sich natürlich Blinde daran orientieren, aber auch Fußgänger/innen sollen so – unbewusst – verstärkt den Bereich entlang diesen taktilen Streifen nutzen. Das Blindenleitsystem sorgt für eine Strukturierung der Straße, was auch richtungsweisend auf alle Verkehrsteilnehmer/innen wirken soll.

Links und rechts des Streifens verbleibt für die Fußgänger/innen somit ausreichend Platz. An wichtigen Gebäuden oder Stellen sorgen Kreuzungspunkte dafür, dass sich Sehbehinderte zurechtfinden und kündigen beispielsweise den Zugang zum Jüdischen Museum an. An Straßenkreuzungen werden Querstreifen installiert, die signalisieren, dass hier eine Gefahrenstelle bevorsteht.
Dieses System wird bereits in ganz Österreich angewendet und ist bei neu errichteten öffentlichen Flächen auch gesetzlich vorgeschrieben.

Einbahnregelung

Auch auf Straßen, die nur in einer Richtung befahren werden dürfen, unterstützt das Blindenleitsystem. Aufgrund der in Österreich gültigen Straßenverkehrsordnung fungiert das System hier als verkehrslenkende Maßnahme, weil sich PKW-Lenker/innen an die Rechtsfahrordnung halten müssen. Dies ist beispielsweise im oberen Bereich der Schweizer Straße von Süd Richtung Nord der Fall. Somit wird eine Wertgleichheit der Fußgänger/innen gegenüber dem motorisierten Verkehr (PKWs) gewährleistet – beispielswiese durch einen gemeinsamen Raum vor dem Jüdischen Museum.

Kooperation verschiedenster Partner

Die Installierung des Blindenleitsystems in der Innenstadt erfolgte in Kooperation zahlreicher Partner. Die Planung obliegt dem Büro Besch & Partner aus Feldkirch, das sich auf Barrierefreiheit und Blindenleitsysteme spezialisiert hat, gemeinsam mit dem zuständigen Planungsbüro Lohrer-Hochrein. Für die Ausführung ist das Büro Wasserplan aus Hohenems verantwortlich. Sämtliche Schritte erfolgen in enger Absprache mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Vorarlberg.

Geschäfte geöffnet

Im Zuge der Gestaltungsmaßnahmen kann es durchaus zu Behinderungen bei den Zufahrten ins Jüdische Viertel kommen. Dennoch haben die Geschäfte in diesem Bereich wie gewohnt geöffnet und sind für die Kund/innen zu den gewohnten Zeiten geöffnet.
Das Lusthaus Hohenems hat montags bis freitags von 9 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 12 Uhr. Weitere Informationen unter www.lusthaus-hohenems.at
Auch die Buchhandlung Lesezeichen freut sich auf Ihren Besuch. Die Öffnungszeiten sind montags bis samstags von 8 bis 12.30 Uhr. Weitere Informationen unter www.lesezeichen.co.at

Straßenlaternen außer Betrieb

Aufgrund der Umgestaltungsmaßnahmen im Jüdischen Viertel sind in diesem Bereich sowie in der Jakob-Hannibal-Straße bis zur Emsbachbrücke und hinter der Musikschule tonart die Straßenlampen in den nächsten Wochen außer Betrieb, da die Leitungen neu eingezogen werden müssen. Die Jahreszeit ist aufgrund der langen Tage günstig, dennoch bitten wir um Verständnis!