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Bürgermeldungen
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Stadtplan
01.06.2016

AG Schlossplatz

Schlossplatz als „Ankomm-Platz“
Schlossplatz als „Durchfahrts-Platz“

Kürzlich diskutierte die Arbeitsgruppe (AG) zum Thema Identität am Schlossplatz. Impulse dazu lieferte Architektin Mag. Caren Ohrhallinger vom Büro „nonconform“ aus Wien.

Stephanie und Clemens Waldburg-Zeil stellten mit ihrer Einladung in den Palast das passende Ambiente zur Verfügung.
Was muss und kann ein Platz können? Was schafft und verhindert Identität? Zu diesen Fragen wurde bei der letzten Arbeitsgruppe zur Entwicklung des Schlossplatzes rege diskutiert. Ohrhallinger unterschied bei ihren Ausführungen zwischen dem reinen Raum eines Platzes und seinen konkreten Nutzungen.

Die Hardware: der Schlossplatz als Stadtraum

„Räumlich gesehen ist ein Platz beispielsweise Verkehrsfläche, Freiraum bzw. nicht bebaute Fläche. Wesentlich ist bei der räumlichen Betrachtung jedenfalls die „Fassung“ – also welche begrenzenden Elemente wahrgenommen werden – und welche Blickbeziehungen möglich sind. Idealerweise wird ein Platz durch eine entsprechende Lenkung der Wahrnehmung von einem „Durchfahrts-Platz“ zu einem „Ankomm-Platz“. Der Platz als wahrnehmbarer Raum mit Charakter und Atmosphäre ist jedenfalls Voraussetzung für eine Identitätsbildung“, so Ohrhallinger.

Die Software: Der Schlossplatz als öffentliches Wohnzimmer

„Hinsichtlich der Nutzung kann ein Platz u. a. ein Treffpunkt in der Ortsmitte sein, ein Stadtplatz für die Allgemeinheit, ein „öffentliches Wohnzimmer“. Hier ist es wesentlich, Nutzungen zu verdichten und unterschiedlichen Räumen klar zuzuweisen. „Krapfen statt Donut“ lautet die Devise: Im inneren von Innenstädten soll die „Marmelade“ sein und nicht ein Nutzungs-„Loch“. Die Möblierung ist so zu gestalten, dass sich Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen dort wohlfühlen können“, so die Architektin.

Worauf sind die Hohenemser/innen stolz?

Auf die Frage, worauf man am Schlossplatz besonders stolz sei, wurde von den Teilnehmer/innen vor allem die historische Bedeutung des ehemaligen „Residenzplatzes“ herausgestrichen, mit dem baulichen Ensemble vom Palast über Kirche und Löwen bis hin zum Schlosskaffee, die große Dimension des Platzes als größter Platz Vorarlbergs, der besondere Ausblick auf den Schlossberg und die Hohenemser Naturwelt sowie auch die „Lebensader“ und der Namensgeber für die Stadt – der Emsbach.

Nach einer intensiven Diskussion bedankte sich Bürgermeister Dieter Egger für die Einladung in den Palast und den Zugang in ansonsten nicht-öffentliche Räumlichkeiten. Die Blicke von innen auf den Platz hinaus würden helfen, den Platz als Ganzes zu sehen und zu verstehen. „Die Frage nach der grundlegendenden Identität des Platzes ist richtungsweisend für die weitere Arbeit. Daraus leiten sich viele Antworten für die zukünftige Platzgestaltung ab“, so das Stadtoberhaupt.

Ziel des Projekts „innen.stadt.leben“ ist, das Stadtzentrum durch eine ansprechende Gestaltung zu einem attraktiven und verkehrsberuhigten Wohn- und Wirtschaftsraum zu entwickeln. Für Fragen und Anregungen steht DI Gudula Pawelak, Tel. 05576/7101-1413 oder E-Mail innen.stadt.leben@hohenems.at gerne zur Verfügung.