A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
27.07.2016

Nachruf: Ferdinanda Mathis (21.5.1931 – 21.7.2016)

Ferdinanda Mathis

Vor fast 40 Jahren gründete Ferdinanda Mathis unter großem persönlichem Einsatz das Vorarlberger Landeszentrum für Hörgeschädigte (LZH).

Geboren und aufgewachsen ist sie in Hohenems. Ihren Mann Manfred lernte sie bereits mit 16 Jahren kennen. Das Paar war insgesamt 63 Jahre lang verheiratet und hat vier gemeinsame Kinder.
Ferdinanda Mathis war Mutter zweier gehörloser Kinder. Ab der Geburt ihrer Kinder setzte sie sich mit viel Herzblut für gehörlose und schwerhörige Menschen ein. Mit der Gründung des LZH im Jahr 1977 ging für sie ein Traum in Erfüllung. Ihr Anliegen war es, gehörlosen und schwerhörigen Kindern eine vernünftige Bildung angedeihen zu lassen – insbesondere durch die sprachliche Förderung. Als Gründerin des LZH wurde sie mit dem Dr.-Toni-Russ-Preis und -Ring geehrt, die Vorarlberger Persönlichkeiten verliehen werden, die durch Privatinitiativen dem Land und seinen Menschen wertvolle Dienste leisten bzw. geleistet haben. Zudem erhielt sie das Goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg und der Republik Österreich.

1984 übergab Ferdinanda Mathis die Leitung des Landeszentrums für Hörgeschädigte ihrem Sohn Johannes. Sie begleitete und gestaltete die Entwicklung ihres Lebenswerks weiter mit und organisierte 25 Jahre lang Erholungs- und Kulturreisen für Gehörlose. Bis zu ihrem 80. Lebensjahr war sie ehrenamtlich für Menschen mit Hörbeeinträchtigung im Einsatz. Nach schwerer Krankheit ist sie nun im Alter von 85 Jahren verstorben. Ferdinanda Mathis wird in bester Erinnerung vieler Menschen weiterleben.