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Bürgermeldungen
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Stadtplan
13.07.2016

Caritas muss Nachbarschaftshilfe einstellen

Das jahrelang bewährte Begegnungsprojekt „Nachbarschaftshilfe“ zwischen Flüchtlingen und ansässiger Bevölkerung muss von Seiten der Caritas eingestellt werden. Bescheide von zwei Bundesbehörden, die den rechtlichen Rahmen für diese Initiative nicht gegeben sehen, erzwingen diesen Schritt.

Ab sofort ist es deshalb nicht mehr möglich, an private Personen oder Vereine Asylwerber/innen für kleine nachbarschaftliche Dienste zu vermitteln. „Unser Ziel ist es nun zunächst, gemeinsam mit den Gemeinden die Möglichkeiten im Rahmen der weiterhin erlaubten gemeinnützigen Tätigkeiten auszuloten und dadurch wieder Formen der Begegnung und der Unterbrechung des tagtäglichen Wartens für die Asylwerberinnen und Asylwerber zu schaffen. Die bisherige Nachbarschaftshilfe wird dadurch aber nicht ersetzt werden können. Wir appellieren deshalb zugleich an die politisch Verantwortlichen auf der Bundesebene, rasch einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen für Modelle wie die bewährte Vorarlberger Vermittlung von Nachbarschaftshilfe zu gestalten“, so Caritasdirektor Walter Schmolly. In gleicher Weise appellieren Landeshauptmann Mag. Markus Wallner und Integrationslandesrat Ing. Erich Schwärzler an die Bundespolitik: Asylwerber/innen zum Nichtstun zu verpflichten, könne nicht Zielsetzung sein. Daher soll das Thema unter anderem bei der nächsten Länderkonferenz der Flüchtlingsreferenten eingebracht werden.

Für Rückfragen und Anliegen hat die Caritas ein Infotelefon unter Tel. 05522/200-5500 eingerichtet (werktags jeweils von 8.30 Uhr bis 12 Uhr) oder E-Mail kontakt@caritas.at