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Stadtplan
13.12.2016

Was ist „familieplus“?

v. l. Gabriele Greußing (Gemeindebegleiterin von „familieplus“), Familienreferentin Nicole Aliane, Familien- und Jugendstadträtin Angelika Benzer
Familieplus-Logo

Ziel von „familieplus“ ist es, die Stärken und Ressourcen von Familien in allen Lebensbereichen zu fördern. Die Initiative des Landes Vorarlberg ist die Weiterentwicklung der „familiengerechten Gemeinde“.

Wie funktioniert „familieplus“?

Das Programm „familieplus“ unterstützt die teilnehmenden Gemeinden auf ihrem Weg, die Lebensqualität für Menschen aller Altersgruppen in der Gemeinde zu fördern und zu sichern. Dieser Prozess ist langfristig angelegt und umfasst die gesamte Gemeinde. Die Beteiligung der Bewohner/innen ist von zentraler Bedeutung. Auf Basis einer Ist-Erhebung legt die Gemeinde fest, welche Maßnahmen und Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien in den folgenden Jahren angegangen werden. Diese Entwicklung wird laufend überprüft. Im Abstand von höchstens vier Jahren begutachtet eine unabhängige Kommission die umgesetzten Maßnahmen in den teilnehmenden Gemeinden und verleiht ein Gütesiegel (ähnlich wie beim e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden).

Wer kann mitmachen?

„familieplus“-Gemeinden beziehen alle in der Gemeinde lebenden Menschen ein, unabhängig von Familienstand, Alter oder Herkunft. Ziel ist es, Bedürfnisse von Familien hinsichtlich Gestaltung von Wohn- und Lebensraum, Nahversorgung, Betreuungs- und Bildungsangeboten, Mobilität, Integration etc. zu erfüllen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit von Landes- und Gemeindevertretern, öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und der Bevölkerung.
Das Land Vorarlberg unterstützt die Gemeinden, indem es die Projektorganisation, entsprechende Instrumente und Gemeindebegleiter und -begleiterinnen zur Verfügung stellt. Die Gemeinden beteiligen sich mit einem Selbstbehalt.

Die neun Handlungsfelder

  1. Miteinander der Generationen/Beteiligung/Sozialkapital: Förderung von Ehrenamt, Vereinsangebot, Jugendförderung etc. 
  2. Kommune: familienfreundliches Leitbild, die Kommune als Arbeitgeberin etc. 
  3. Beratung, Hilfestellung, Betreuung und Pflege: Beratungsstellen, Sprechstunden etc. 
  4. Information, Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation: Bewusstseinsbildung für Anliegen von Familien, Gemeindekooperationen etc. 
  5. Wohnen und Lebensraum: Wohnberatung, Siedlungsbegleitung, Spiel‐ und Freiräume etc. 
  6. Freizeit und Kultur: Talente-Förderung, familienfreundliche Tarife etc. 
  7. Mobilität und Nahversorgung: aktive Verkehrsplanung, Fußgänger-, Schulwegplanung etc. 
  8. Integration: Ansprechperson für Integration und [zusammen leben] in Verwaltung/Politik etc. 
  9. Bildung und Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Angebote zur Vereinbarkeit, Kinderbetreuung etc.

Wer ist dabei?

Aktuell nehmen 14 Gemeinden und die Region Bregenzerwald am Programm teil. Ein Drittel der Vorarlberger Bevölkerung lebt somit in „familieplus“-Gemeinden. Als solche nehmen sie sämtliche Lebensbereiche von Familien unter die Lupe.
Die Stadt Hohenems ist seit März 2012 eine „familieplus“-Gemeinde und hat bei der ersten Auditierung im Jahr 2014 in den verschiedenen Handlungsfeldern mit rund 72 % der erreichbaren Punkte sehr gut abgeschnitten.
Genaueres ist dem Auditierungsbericht des Landes Vorarlberg zu entnehmen, der auf www.hohenems.at zum Download verfügbar ist.

Einige Meilensteine wurden seitens der Stadt bereits gelegt:

  • Ein Familienkonzept wurde von Prof. (FH) Dr. Erika Geser-Engleitner 2015 fertiggestellt (abrufbar auf www.hohenems.at)
  • Im Witzke wurde die Aktionsnische Pirminweg als Beteiligungsprojekt 2016 gebaut
  • Hopsi Hopper Kinderturnen – zusätzliches Sportangebot zu familienfreundlichen Preisen
  • Jugendliche und OJAH machen Graffitiprojekte im öffentlichen Raum (Bsp.: Unterführungen)
  • Die Hohenemser Lehrlingsbörse startete erstmals 2016
  • Das Projekt „MENSCH“ der Offenen Jugendarbeit Hohenems erhielt den Kinderrechtspreis des Landes Vorarlberg 2016
  • 2016 fanden zwei Workshops zum Thema „Zusammen leben in Hohenems“ mit Gabriele Greußing und ehrenamtlichen Mitgliedern statt – Inhalt: Definition von Zielen und Ideensammlung für neue Projekte
  • Im Jänner 2017 startet der Eltern-Kind-Treff im GeDePark, Maximilianstraße

Im Bereich Kinderbetreuung und Kindergärten

  • Ende 2015 öffnete der Kindergarten Eisplatzstraße seine Pforten
  • 2016 entstand eine neue Kinderbetreuungseinrichtung in der Harrachgasse
  • Der neue Kindergarten im Witzke befindet sich gerade in Bau.
  • Das Projekt „Blühende Straßen“ der Volksschule und des Kindergartens Reute war vorarlbergweit unter den drei Siegerprojekten 2016

Weitere Informationen unter www.vorarlberg.at/familieplus