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20.12.2016

Weihnachten mit Menschen mit Demenz

Aktion Demenz

Advent und Weihnachten sind mit vielen Erinnerungen und Gefühlen (Düfte, Musik, Lichter, etc.) verbunden und daher auch für Menschen mit Demenz sehr wertvoll, da das Langzeitgedächtnis zumeist am besten funktioniert und die Feierlichkeiten sie – und uns alle – auf der Gefühlsebene ansprechen.

Zelebrieren Sie gemeinsame Rituale

Die Adventszeit und das Weihnachtsfest mit ihren Traditionen und Ritualen können Menschen mit Demenz Orientierung, Halt und Hoffnung geben. Dabei ist das Teilhaben, Erleben, Mitempfinden und sich Erfreuen von besonderer Bedeutung. Versuchen Sie die Adventszeit und das Weihnachtsfest für Ihre Angehörigen so zu gestalten, dass viele Erinnerungen wachgerufen werden, beispielsweise mit Geschichten aus der Kindheit, das vertraute Klingen der Christkindglocke, der gewohnte Spaziergang, das Schmücken des Weihnachtsbaumes, etc.
Selbst wenn der/die Betroffene nicht mehr reden kann und Worte auch nicht mehr versteht, wissen wir, dass Erinnerungen verbinden. Es sind besondere Momente, die auch bei Menschen mit Demenz besonders empfunden werden und Lebensfreude vermitteln.

In die Vorbereitung mit einbeziehen

Nutzen Sie die Ruhe und Besinnlichkeit der Adventszeit und begehen sie die Festtage wie in alten Zeiten. Versuchen sie Hektik und Alltagsprobleme zu vergessen. Entzünden Sie gemeinsam die Adventskerzen, lesen kurze Geschichten, singen Lieder und schmücken den Baum. Lassen auch Sie sich anstecken von der Adventszeit.

Nicht überfordern

Seien Sie in jedem Fall vorsichtig mit Reizüberflutung ihrer betroffenen Familienangehörigen. So kann etwa zu Beginn einer demenziellen Beeinträchtigung ein gemeinsames, großes Familienfest noch Freude bereiten, was den Betroffenen in einem späteren Stadium der Demenz vielleicht überfordert:

  • Eher im kleinen, vertrauten Kreis feiern
  • Ein überschaubares Programm 
  • Möglichst wenig Ablenkung und Lärm

Es ist alles sinnvoll, was die Betroffenen entspannt, sie fröhlich macht oder ihnen kleine Erfolgserlebnisse beschert.

Welche Weihnachtsgeschenke?

Die Geschenke sollten an das jeweilige Stadium der Demenz angepasst sein. Jedenfalls sind Dinge, die die Sinne der Betroffenen anregen und mit einem positiven Gefühl verbunden sind, besonders geeignet. Beispielsweise: Fotos von Familienmitgliedern, ein früheres Lieblingsparfum, ein Bildband von der Region, wo die Person aufgewachsen ist oder Musik zum Mitsingen.
In einem späteren Stadium der Demenz kann es auch ein Geschenk sein, das den Tast- und Berührungssinn anspricht – wie eine Kuscheldecke, ein Massageball, ein Stofftier oder ähnliches.

www.aktion-demenz.at