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Bürgermeldungen
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Stadtplan
06.08.2015

Sommergespräche: Interview mit Stadtrat Mag. (FH) Markus Klien

Stadtrat Mag. (FH) Markus Klien

Persönliches:

  • 37 Jahre, verheiratet, zwei Kinder
  • Lehre als Großhandelskaufmann und Studium an der FH Vorarlberg
  • seit 2005 Stadtvertreter, von 2010 bis 2014 Obmann des Prüfungsausschusses
  • von 2014 bis 2015 Stadtrat für Bauwesen, seit 2015 Stadtrat für Tiefbau, Straßen, Gewässer, Stadtwerke und Werkhof

Sie wurden bei der konstituierenden Sitzung erneut zum Stadtrat gewählt. Wie haben Sie den Wahlkampf erlebt und wie beurteilen Sie das Ergebnis?

Wir konnten die für uns wichtigen Themen sehr gut und sachlich transportieren. Es freut mich, dass besonders die Verkehrsproblematik der Innenstadt oder ein serviceorientiertes Rathaus auch in der Bevölkerung emotional diskutiert wurden und viele Menschen wieder für Politik begeistert wurden. Jetzt liegt es an uns, diese Themen umzusetzen.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass wir bei der letzten Wahl klar zur Nummer Eins gewählt wurden. Das bestätigt uns in unserer bisherigen Arbeit, unserem Angebot an die Bevölkerung und zuletzt in unserem Spitzenkandidaten Dieter Egger und vielen neuen, parteiunabhängigen Kandidaten.

Welche Reaktionen gab es in Ihrem privaten und beruflichen Umfeld nach der Wahl zum Stadtrat?

Mein Umfeld hat sich sehr gefreut, zumal ich in der letzten Periode erst wenige Monate als Stadtrat im Amt gewesen bin. Besonders erfreulich waren auch die Reaktionen aus der Bevölkerung. Diese haben mich darin bestärkt, meine wöchentliche Sprechstunde fortzuführen.

Welche Projekte konnten in den vergangenen fünf Jahren bereits umgesetzt werden?

Da ich das Stadtratsamt von meinem Kollegen Horst Obwegeser Mitte 2014 übernommen habe, fällt die überwiegende Anzahl der Projekte, die im Bereich Hoch- und Tiefbau erledigt werden konnten, natürlich in seinen Umsetzungsbereich.

Im Hochbau wurde das Messner Haus, die Hauptschule Herrenried, der Kindergarten und die Hauptschule Markt saniert bzw. teilsaniert. Weiters wurden die Kinderbetreuungseinrichtungen Neunteln, Kidla, Schloßbergpark adaptiert und der Hofkindergarten bezogen. Ein wichtiges Infrastrukturprojekt ist der Neubau des Bahnhofs.

Im Tiefbau wurde der erste Teilausbau der Schuttannenstraße abgeschlossen. Mit diesem Projekt erfüllen wir einerseits gesetzliche Vorschriften im Bereich Kanal, sichern aber auch einen langfristigen und wertvollen Zugang zum Naherholungsgebiet Schuttannen.

Im Straßenbau wurden weiters die Schloßbergstraße, die Witzkestraße, der Georg-Schleh-Weg, der Stockenweg und nicht zu vergessen die Radunterführung am Emsbach sowie viele weitere Projekte erfolgreich umgesetzt. Ebenso wurde im Gewässerschutz die Hochwasserentlastung und die Renaturierung Krebsgraben, die Teilsanierung der Emsbachmauer sowie die Planung für den Hochwasserschutz Leermahd beauftragt.

Die Umstellung von der konventionellen Beleuchtung auf LED hat begonnen und bringt bereits erste Einsparungen. Dies ist gerade durch die kürzlich beschlossene Beteiligung am e5-Projekt unumgänglich.

Die Bilanz der umgesetzten Projekte kann sich durchaus sehen lassen, wofür ich mich bei meinem Vorgänger, der Bauabteilung unter der Führung von DI Markus Heinzle und beim gesamten Werkhofteam unter der Leitung von Andreas Mathis sowie allen beteiligten Mitarbeitern der Stadt und aus den verschiedenen Unternehmen recht herzlich bedanken darf.

Welche Herausforderungen sehen Sie die nächsten fünf Jahre auf sich zukommen?

In der aktuellen Periode stehen gerade im Straßenbau große Investitionen an. Man denke z. B. an den sehr schlechten Zustand der Spielerstraße, der Hermann-Büchelestraße und den unteren Teil der Erlachstraße. Hier haben Setzungen dazu geführt, dass Kanaldeckel hervorstehen und Straßenränder wegbrechen. Ebenso sind Teilsanierungen in der Reute und im Tugstein notwendig, da dort vor allem das Problem von Unterspülungen herrscht und der Winter zu einer starken Beanspruchung der Fahrbahnflächen führt.

Ein großes Projekt wird die Innenstadtverbauung vom Rathaus über den Schloßplatz bis zur Marktstraße und dem jüdischen Viertel. Hier wird in Etappen eine notwendige Verbauung realisiert werden, wenngleich noch viele Fragen geklärt werden müssen. Beispielsweise welche Materialien für die Straßenoberfläche eingesetzt werden? Was am Schlossplatz passieren soll? Was können wir uns überhaupt leisten, damit unsere Nachkommen nicht über Generationen finanziell vorbelastet sind?

Ebenso liegt es mir sehr am Herzen, mit den Stadtwerken notwendige Investitionen und Sanierungen im Bereich Wasser und Kanal voranzutreiben. Die Versorgung mit Trinkwasser und der Abtransport von Schmutz- und Regengewässern ist eine wichtige Aufgabe, die über die ganze Periode im Mittelpunkt stehen wird. Dazu zählen auch Hochwassersicherungsprojekte und Maßnahmen im Bereich der Bäche, Gerinne und Gewässer.

Was soll nach diesen fünf Jahren von Ihrer Politik übrig bleiben?

Zum einen sollen meine gesteckten Ziele gerade im Bereich Straßenbau, Wasser und Kanal umgesetzt werden. Ich werde dazu mit viel Energie und Elan an die Sache herangehen, damit die Bevölkerung einen echten Mehrwert in diesem Bereich hat. Weiters sollen die Leistungen der Abteilungen Stadtwerke und Werkhof häufiger präsentiert und dadurch die wertvolle Arbeit dieser Gruppen aufgezeigt werden.