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Bürgermeldungen
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Stadtplan
29.09.2015

Rettungsstützpunkt

Neudörfer-Haus

Der Architekturwettbewerb zum Rettungsstützpunkt Hohenems ist entschieden. Alt und Neu werden ein neues Ganzes.

Am Mittwoch, 24. September 2015, hat die Jury für den Architekturwettbewerb für einen neuen Rettungsstützpunkt Hohenems getagt und eine Entscheidung getroffen. Das Projekt der Architekten Nägele-Waibel-ZT-GmBH Dornbirn wurde zum Sieger gekürt.

Schon seit Jahren wird der Neubau eines Stützpunktes für das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) und den Österreichischen Bergrettungsdienst (ÖBRD) in Hohenems intensiv diskutiert. Streitpunkt war unter anderem die Frage, ob das Neudörfer-Haus erhalten werden kann oder nicht. Die Stadt Hohenems hat das Grundstück und das historische Gebäude im Jahr 2000 dem Roten Kreuz zweckgebunden und mit der Auflage übergeben, dieses zu erhalten und zu sanieren. Lange haben die Rettungsorganisationen die Auffassung vertreten, dass diese Auflage mit dem erforderlichen Raumkonzept nicht in Einklang zu bringen sei. Alle Beteiligten haben sich schließlich dazu entschlossen, diese Fragestellung in einem Architekturwettbewerb zu klären.

Die Jury war sich einig, dass das Wettbewerbsergebnis den damit verbundenen Aufwand und die weitere zeitliche Verzögerung rechtfertigen, etwa nach dem Motto: „Was lange währt wird endlich gut!“

Der ÖRK- und ÖBRD-Stützpunkt Hohenems versorgt nicht nur die Stadt Hohenems, sondern auch die Gemeinden Götzis, Altach und Mäder. In die Jury unter dem Vorsitz der Hohenemer Architektin DI Beate Nagler-Kopf waren demzufolge auch alle vier Gemeinden geladen.

Neben Nadler-Kopf fungierten Arch. DI Ursula Ender, DI MArch Hugo Dworzak (StV. Vorsitzender), Mr. DI Arno Bereiter und DI Bernd Federspiel (Stadtverwaltung) als Fachpreisrichter sowie Herbert Linder (ÖRBD) und Mag. Joachim Jochum (ÖRK) als Vertreter der Rettungsorganisationen in der Jury. Für die beteiligten Gemeinden waren sowohl die Bürgermeister Christian Loacker (Götzis), Gottfried Brändle (Altach), DI Richard Amann als auch Hochbaustadtrat Dieter Egger (Hohenems) geladen.

Ausgeschrieben war ein einstufiger, anonymer, geladener Wettbewerb. Eingeladen waren acht Büros, von denen fünf einen Entwurf abgegeben hatten. Nach der anonymisierten Bewertung der Einreichungen stellte sich schließlich der Entwurf der Architekten Nägele-Waibel-ZT-GmBH Dornbirn als Siegerprojekt heraus. Das Projekt sieht den Erhalt der Fassade des Neudörfer-Hauses und integriert diese in einen Neubau. DI Ernst Waibel beschreibt das Projekt so: „Der Entwurf verbindet den Bestand mit dem Neubau, vereinigt beide, Alt und Neu, zu einem neuen Ganzen. Der Neubau ergänzt die alte Substanz und erweitert diese zu einem kompakten, funktional-optimierten Baukörper.“ Die Jury zum Entwurf: „Der poetisch-künstlerische Ansatz hat erstaunt und überzeugt.“

Im dreigeschoßigen Gebäude untergebracht werden die Stützpunkte des Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) und des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD) mit Büros, Garagen, Lager- und Nebenräumen sowie 42 Tiefgaragenplätze für Angestellte des benachbarten Krankenhauses. Der Park zwischen Neudörfer-Haus und Krankenhaus, der hauptsächlich von Patient/innen genutzt wird, bleibt großteils erhalten.