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Stadtplan
22.09.2015

Gartenplakette findet Anklang

Karl Melbinger

Im Jahr 2014 wurde die Vorarlberger Gartenplakette vom Verein Faktor Natur und der Vorarlberger Landesregierung entwickelt.

Wie bereits vergangene Woche an dieser Stelle berichtet, ist die Plakette ein Symbol für Menschen, die MIT der Natur und nicht gegen sie gärtnern. Um so eine Plakette zu erhalten, ist es nicht relevant, wie groß oder schön ein Garten ist, ebenso wenig wie die Höhe des Budgets, das in einem Garten steckt. Für den Erhalt einer Plakette müssen drei Kernkriterien gewährleistet sein: der Verzicht auf Pestizide, chemischen Dünger und Torf. Dazu kommen noch einige Nebenkriterien. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Der Weg zur Vorarlberger Gartenplakette“, auf der Website des Landes Vorarlberg und auf www.faktornatur.com.

Sieben Hohenemser Gärten

In Hohenems wurden inzwischen bereits sieben Gärten mit der Vorarlberger Gartenplakette ausgezeichnet. Darunter auch jener von Karl Melbinger in den Schrebergärten am Alten Rhein. Ein blühendes Paradies nur unweit des Stadtzentrums, in dem neben Blumen auch Gemüse und Früchte wachsen und gedeihen, wie es schöner kaum sein könnte. „Viel Arbeit und Herzblut stecken hier drin!“, so Melbinger. Besonders stolz ist er auf seine Schisandra-Beere: „Das ist die gesündeste Beere, die es gibt. Die haben früher nur die Kaiser und Könige bekommen.“ Zudem wurde Melbingers Garten in den Jahren 2012 und 2013 jeweils zum schönsten Hohenemser Schrebergarten gekürt. Neben einem Insektenhaus findet man auch zwei Starenhäuschen, selbst gezogene, über 30 Jahre alte Nussbäume und eine Vielzahl von Sonnenblumen.

Vielseitiger Gemüseanbau

Eine Gemüseauswahl, die von Fenchel, Radieschen, Paprika, Stangensellerie über Spaghettibohnen, Schwammgurken, Knoblauchschnittlauch und Speisekürbis bis hin zu einem riesigen Tomatengarten und einer Reihe scharfer Chilis reicht und eine bereits abblühende Bienenweide sind ebenso zu finden, wie Obst- und Beerenecken. Der Tomatenpaprika ist sehr dickfleischig und bestens zum Einlegen geeignet. Melbinger baut neben Heidelbeeren auch Datteltrauben, Nektarinen, Tellerpfirsiche, Zwetschken und Uhudlertrauben an. Ein gewaltiges Erdbeerjahr sei es heuer außerdem gewesen. Auch ein kleines Rosengärtchen ist dabei. Der Buchweizen lockt u. a. Berg- und Zebrafinken sowie im Frühling Drosseln und haufenweise Amseln an. Doch wie kommt es, dass alles so prächtig gedeiht? „Man braucht keine Chemie. Wenn man auf der Naturbasis arbeitet, kann man mit Pflanzen gegenseitig vorgehen“, so Melbinger.

Umweltreferentin ausgezeichnet

Umweltreferentin Anna Waibel, MSc, mit DI Angelika Mangold

Auch die städtische Umweltreferentin Anna Waibel, MSc, erhielt vergangene Woche die Vorarlberger Gartenplakette. DI Angelika Mangold vom Verein Faktor Natur überprüfte die Kriterien vor Ort und konnte die Plakette sofort überreichen. Waibel ist von der Bedeutung der Gartenplakette überzeugt: „Mein Wunsch ist es, möglichst viele Menschen dazu anzuregen, in ihren Gärten mit der Natur zu arbeiten. Da es in Hohenems sehr viele Privatgärten gibt, die zusammengenommen eine riesige Fläche ergeben, ist hier ein enormes Potenzial für eine positive Entwicklung vorhanden. Der übermäßige und oft unnötige Einsatz von chemischen Düngern und Giften, wie Herbiziden und Pestiziden, belastet unsere Umwelt und das Grundwasser. Ich hoffe daher, viele Menschen dazu anregen zu können, ihre Gewohnheiten zu überdenken.“ Besonders stolz ist Waibel auf ihr Insektenhäuschen und ihre Sense, die es ihr ermöglicht, ihre Blumenwiese erst zu mähen, wenn die Blüten bereits verblüht sind.

Der Weg zur Gartenplakette

Falls Sie an der Gartenplakette interessiert sind, können Sie sich unter Tel. 05573/82626 oder per E-Mail an info@faktornatur.com genauer informieren. Informationen erhalten Sie auch im Umweltreferat bei Anna Waibel, MSc, Tel. 05576/7101-1422 oder E-Mail anna.waibel@hohenems.at