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Bürgermeldungen
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Stadtplan
28.10.2015

Startschuss für den Schlossplatz

innen.stadt.leben
Schlossplatz Kick-off

Mit einem Rundgang und Fachvorträgen startete am Dienstag, dem 13. Oktober 2015, der Bürgerbeteiligungsprozess zur Neugestaltung des Schlossplatzes im Rahmen von innen.stadt.leben.

Rund 50 Hohenemser/innen interessierten sich für Daten und Fakten zum größten Innenstadt-Platz Vorarlbergs und erhielten Einblicke in die Entwicklung anderer Innenstädte. Viele davon meldeten sich zur Mitarbeit an. Eines ist klar: Die Erarbeitung der gewünschten Funktion und Gestaltung eines so zentralen Platzes ist eine große Herausforderung und braucht Zeit.

Nach einem Rundgang über den Schlossplatz informierten zum Auftakt im Foyer des Löwensaals Stephanie Waldburg-Zeil und Gerd Nachbauer über die historische Entwicklung des Palasts und der ehemaligen Gebäude und Verbindungsgänge im direkten Umfeld. Die Überleitung zur Gegenwart übernahm Projektleiterin DI Gudula Pawelak mit aktuellen Daten und Fakten zum Platz. Überraschend für viele waren aussagekräftige Zahlen, wie über 750 Busstopps täglich am Platz im Vergleich zu rund 90 Bewohner/innen oder die Größenverhältnisse: Marktplatz in Dornbirn: 4.000 m², Kornmarktplatz in Bregenz 7.000 m² und der Schlossplatz: 10.000 m².

In den anschließenden allgemeinen Fachvorträgen zur Bedeutung von zentralen Plätzen in Gemeinden und Städten informierten Regionalentwicklerin Gerda Schnetzer-Sutterlüty, MSc, aus Röthis und Architekt Axel Lohrer aus München, Wettbewerbssieger für die weiteren Stadträume im Prozess innen.stadt.leben. Schnetzer zeigte auf, dass schön gestaltete Innenstädte wesentlich für das soziale Funktionieren einer Gemeinde sind bzw. was Innenstädte von Einkaufszentren lernen können. Lohrer präsentierte ein „Bilderbuch“ von Plätzen aus aller Welt und legte den Fokus auf die zahlreichen Bereiche, die bei der Entwicklung von zentralen Plätzen mitgedacht werden müssen, beispielsweise die Struktur, die Möglichkeit von kleinen Aufenthaltsplätzen ohne Konsumationszwang oder die Lichtgestaltung. „Überlegen Sie bei der Entwicklung immer, ob Sie am Platz auch Bereiche anbieten, um auf jemanden zu warten oder einmal nur etwas Sonne zu tanken. Flanieren Sie gedanklich in der Geschwindigkeit einer Schildkröte über den Platz – andernfalls sind Sie zu schnell!“, lauteten einige seiner Tipps.

Bürgermeister DI Richard Amann bekräftigte zum Abschluss: „Die Erarbeitung des Schlossplatzes mit allen Eigentümer/innen und Anwohner/innen, Interessensvertreter/innen und interessierten Bürger/innen ist eine schöne, spannende und sicher herausfordernde Aufgabe. Gemeinsam mit begleitenden Fachleuten werden wir in den nächsten zwei bis drei Jahren einen Raum entwickeln, der als Anziehungspunkt weit über die Grenzen von Hohenems hinaus wirken wird.“